Die Cahuzac-Affäre beschädigt nicht nur den Staatschef, sondern das gesamte politische System. Die Opposition will eine Regierungsumbildung. Mindestens.von Rudolf Balmer
Daran könnte Hollande wachsen, wenn er aufräumt. Franzosen sind dafür außerordentlich empfänglich.
04.04.2013 18:52 Uhr
von Serpent:
Danke für den Abdruck meiner scharfen Stellungnahme zu Balmers vorigem Kommentar(ich hoffe, er hat keine Wunden hinterlassen, sonst sorry). Ich wollte nicht in das populistische Horn - alle Politiker sind korrupt, oder "absolute power corrupts absolutely", - stoßen; das ist nicht meine persönliche Erfahrung, ganz im Gegenteil sind einige von ihnen mutiger und engagierter als ihre Wähler. Wie konnte das also passieren? Ich denke, Boby hat Recht, es liegt an unserer Kultur, an der Maximierung des Eigeninteresses, ja, man erntet in gewissen Kreisen sogar Anerkennung dafür, dass man äußerlich "reich" ist. Und das kann man in den vornehmen Kreisen von "Tout Paris" riechen. Samsara hoch drei. Der neue Stallgeruch der Sozialisten?
Deshalb empfehle ich allen Taz-Lesern, die ja bekanntlich zur kultivierten Oberschicht der Leser gehören, ihr Geld schnell aus den Bahamas, den Virgin und Caymann-Inseln abzuziehen und in die Genossenschaft einzutreten. Noch ist es nicht zu spät, die Millionen-Liste der Offshore-Leaks kann keiner so schnell lesen. Hört auf, wie Onkel Dagobert im Meer eures Geldes zu baden, kauft die neuen Taz-Räder, den neuen Taz-Bademantel! Auch der Plebs muss von irgendwas leben.
04.04.2013 18:10 Uhr
von Irmi:
Wenn Hollande selbst keinen Dreck am Stecken hat ist ja nur zu begrüßen, wenn er mit Korruption im eigenen Lager aufräumt um Korruptheit im Land bekämpfen zu können wo vorhanden.
04.04.2013 17:47 Uhr
von Boby:
Enttäuschend ist für mich, dass ausgerechnet Frankreichs Linke jetzt im selben Sumpf versinkt, wie einst die Konservativen. Wie wollen denn Hollande und seine Minister die 75%-Steuer als gerecht vertreten, während im selben Moment ausgerechnet der eigene Finanzminister Schwarzgeldkonten in der Schweiz besitzt. Gegen die Schweiz führte in letzter Zeit Frankreichs Regierung und eben jener Minister starke Geschütze auf. Unglaublich diese Verlogenheit. Den Ehrlichen will man steuermäßig bis in den Ruin treiben, während Frankreichs politische Kaste und die mit ihr verbandelte High Society ihr Geld "in Sicherheit" bringt. Und bei diesem Vorgehen gibt wohl nicht den geringsten Unterschied zwischen links oder rechts. Wo bleiben die ehrlichen Politiker? Ist das alles nur ein Spiegel unserer egozentrischen Gesellschaft und Frankreich geht stramm voran: Streiks, Kriege, Steuern.... Hauptsache die eigenen Interessen werden maximiert. Mahl erhlich: bei aller berechtigten Kritik im Detail; aber da weiss man die Eigenschaften unsere Mutti-Angie wieder zu schätzen.
04.04.2013 15:56 Uhr
von Gonzi:
Frankreich sollte es genießen, wenn seine Eliten allzu menschlich erscheinen.
Hauptsache, Hollande weiß, was er eigentlich will und dies ist hoffentlich das Wohl aller Franzosen. Dem dürfte Aufklärung nicht schaden.
Leserkommentare
04.04.2013 19:47 Uhr
von Balduin:
Daran könnte Hollande wachsen, wenn er aufräumt. Franzosen sind dafür außerordentlich empfänglich.
04.04.2013 18:52 Uhr
von Serpent:
Danke für den Abdruck meiner scharfen Stellungnahme zu Balmers vorigem Kommentar(ich hoffe, er hat keine Wunden hinterlassen, sonst sorry). Ich wollte nicht in das populistische Horn - alle Politiker sind korrupt, oder "absolute power corrupts absolutely", - stoßen; das ist nicht meine persönliche Erfahrung, ganz im Gegenteil sind einige von ihnen mutiger und engagierter als ihre Wähler. Wie konnte das also passieren?
Ich denke, Boby hat Recht, es liegt an unserer Kultur, an der Maximierung des Eigeninteresses, ja, man erntet in gewissen Kreisen sogar Anerkennung dafür, dass man äußerlich "reich" ist. Und das kann man in den vornehmen Kreisen von "Tout Paris" riechen. Samsara hoch drei. Der neue Stallgeruch der Sozialisten?
Deshalb empfehle ich allen Taz-Lesern, die ja bekanntlich zur kultivierten Oberschicht der Leser gehören, ihr Geld schnell aus den Bahamas, den Virgin und Caymann-Inseln abzuziehen und in die Genossenschaft einzutreten. Noch ist es nicht zu spät, die Millionen-Liste der Offshore-Leaks kann keiner so schnell lesen. Hört auf, wie Onkel Dagobert im Meer eures Geldes zu baden, kauft die neuen Taz-Räder, den neuen Taz-Bademantel! Auch der Plebs muss von irgendwas leben.
04.04.2013 18:10 Uhr
von Irmi:
Wenn Hollande selbst keinen Dreck am Stecken hat ist ja nur zu begrüßen, wenn er mit Korruption im eigenen Lager aufräumt um Korruptheit im Land bekämpfen zu können wo vorhanden.
04.04.2013 17:47 Uhr
von Boby:
Enttäuschend ist für mich, dass ausgerechnet Frankreichs Linke jetzt im selben Sumpf versinkt, wie einst die Konservativen. Wie wollen denn Hollande und seine Minister die 75%-Steuer als gerecht vertreten, während im selben Moment ausgerechnet der eigene Finanzminister Schwarzgeldkonten in der Schweiz besitzt. Gegen die Schweiz führte in letzter Zeit Frankreichs Regierung und eben jener Minister starke Geschütze auf. Unglaublich diese Verlogenheit. Den Ehrlichen will man steuermäßig bis in den Ruin treiben, während Frankreichs politische Kaste und die mit ihr verbandelte High Society ihr Geld "in Sicherheit" bringt.
Und bei diesem Vorgehen gibt wohl nicht den geringsten Unterschied zwischen links oder rechts. Wo bleiben die ehrlichen Politiker? Ist das alles nur ein Spiegel unserer egozentrischen Gesellschaft und Frankreich geht stramm voran: Streiks, Kriege, Steuern.... Hauptsache die eigenen Interessen werden maximiert. Mahl erhlich: bei aller berechtigten Kritik im Detail; aber da weiss man die Eigenschaften unsere Mutti-Angie wieder zu schätzen.
04.04.2013 15:56 Uhr
von Gonzi:
Frankreich sollte es genießen, wenn seine Eliten allzu menschlich erscheinen.
Hauptsache, Hollande weiß, was er eigentlich will und dies ist hoffentlich das Wohl aller Franzosen.
Dem dürfte Aufklärung nicht schaden.