• 04.04.2013

Die westlichen Länder reagieren mit Drohungen und Vorbereitungen für eine militärische Auseinandersetzung. Als sei die Propaganda aus Pjöngjang ernst zu nehmen.

Hilflos und zwecklos

KOMMENTARvon Andreas Zumach

  • 05.04.2013 17:31 Uhr

    von Rainer B.:

    Zweifellos hat die Bush-Regierung ohne Not viel Porzellan zerschlagen und damit in Nordkorea eine narzisstische Lawine losgetreten.
    Heute hat Kim fast allen Botschaftern im Land die Heimreise nahegelegt. Das ist eine ernste Situation, über die man in der Weltgemeinschaft nicht einfach hinwegsehen kann. Ich halte es für sehr gefährlich, dies einfach als "Propaganda" abzutun. Gerade weil es keine verlässlichen Daten über die militärischen Möglichkeiten Nordkoreas gibt, ist äußerste Vorsicht und diplomatisches Geschick geboten.

  • 05.04.2013 16:47 Uhr

    von Waffenlogik:

    Aha, ein Staat der keine Waffen hat, ist lächerlich und diplomatisch als Clown zu betrachten.
    Genau diese Un-Logik führt zur global atomaren Aufrüstung und mächtigen Verwerfungen.
    Verständlich das diese Logik aus dem Dunstkreis der UNO kommt.

  • 05.04.2013 15:16 Uhr

    von Sören:

    Dieser Kommentar geht von der Prämisse aus, dass Kim berechenbar ist. Aber da wir wenig über ihn und seine Persönlichkeit wissen, ist dies eben nicht der Fall. Wir wissen nicht, ob er sich der möglichen Folgen seines Handelns bewusst ist, oder ob er überhaupt das sagen hat und nicht irgendwelche Militärs.

    Deswegen muss die US-Regierung alles tun, um sich und seine Verbündeten im schlimmsten Fall verteidigen zu können. Alles andere wäre unverantwortlich gegenüber der eigenen Bevölkerung, auch wenn die USA sicher keinen Krieg wollen (schon aus finanziellen Gründen).

    Es gilt zwar wohl als unwahrscheinlich, dass Kim das Festland der USA wirklich mit Raketen erreichen kann, aber was ist mit dem Süden? Den kann er sicher mit Raketen erreichen, und die 10-Millionen-Stadt Seoul liegt im Norden von Südkorea.

    Übertriebene Panik wäre falsch, aber genauso falsch wäre es, dass alles von Anfang an als Bluff zu verharmlosen.

  • 05.04.2013 11:23 Uhr

    von Patton:

    Berichtigung:
    das Kräfteverhältnis ist eher 1 zu 10 statt 1 zu 100.

    @Minstrel:
    ich sage keineswegs "Der tut nix! Der will nur spielen!".
    Ich halte die Gefahr eines Krieges durchaus für real.
    Allerdings denke ich auch, dass NK derjenige Akteur in diesem Spiel ist, der schnell am meisten zu verlieren hat. Und auch derjenige, der am schwierigsten einzuschätzen ist und der am ehesten einen halben Schritt zu weit gehen könnte.
    Deswegen -so finde ich- sollten sich die anderen Akteure am Riemen reißen und nach Kräften deeskalieren.

  • 05.04.2013 10:14 Uhr

    von Minstrel:

    Als Saddam Hussein 1990 in Kuwait einfiel, da hatte bis dahin auch jeder gesagt: "Der tut nix! Der will nur spielen! Das Poltern und Säbelrasseln soll nur die Kuwaitis bei Verhandlungen beeindrucken."

  • 04.04.2013 16:42 Uhr

    von Patton:

    @ Herr Zumbach,

    woher wollen Sie bitte wissen, wozu das Nordkoreanische Militär in der Lage ist, und wozu nicht?

    Halten Sie es wirklich für gerechtfertigt bei ihrer Betrachtung die Interessen Chinas außer Acht zu lassen?

    Selbst wenn nur die bekannten nordkoreanischen Waffen zum Einsatz kommen sollten: allein über 20000(!) Artilleriegeschütze haben Seoul innerhalb ihrer Reichweite (Angaben des US Militärs). Da helfen weder Aegis-Zerstörer noch THAAD Raketenabwehrsysteme etwas.

    (Ähnlich wie die deutschen Patriot-Systeme in der Türkei keine syrischen Mörsergranaten abfangen könnten ;-)

    Und selbst bei modernst ausgerüsteten Truppen auf Seiten Südkoreas: die Mannschaftsstärke von um die 100 Tausend gegen 9 Millionen muss erstmal aufgewogen werden. Abgesehen davon, wer soll denn Nordkorea besetzen, wenn es erstmal zerbombt ist? Die USA?
    Das wird China aber gut gefallen, in seinem Hinterhof... NICHT!

    Es bleibt nur eins zu hoffen, nämlich dass keiner, egal auf welcher Seite, eine unbedachte Provokation begeht, die zu einer unkontrollierbaren Kettenreaktion führen könnte!

    Es muss endlich Schluss sein mit Säbelrasseln und Kraftmeierei! Und zwar auf beiden Seiten! Auch die USA, ebenso wie die Koreas und Japan sollten sich in Zurückhaltung üben!

    Friede sei mit euch!

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder