Deutschland könnte in den nächsten Jahrzehnten Milliarden Euro sparen, wenn Gebäude besser isoliert werden. Der Energieverbrauch würde erheblich gesenkt.von Ingo Arzt
Man betrachte dazu das aktuelle Projekt des Landes Sachsen-Anhalt, STARK III (http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=53821)
Und zum Dämmen dann doch lieber Hanf oder Seegras nehmen, Styropor ist nicht wirklich die beste Wahl.
06.04.2013 15:20 Uhr
von SchnurzelPu:
Also dämmen ist wirklich teuer und ich denke, dass sich da viele eine goldene Nase verdienen. Wenn man die Kosten für Kreditaufnahme einrechnet, lohnt es sich in Zeiten wie diesen , mit Niedrigzinsen, legt man allerdings normale 5% zu Grunde, dann wohl eher nicht. Die KfW ist damit letztendlich eine Gelddruckmaschine für das Handwerk und ich würde mir wünschen, dass in Deutschland Technologien entwickelt werden, um das Dämmen industriell betreiben zu können - Styropor vor Ort erzeugt und an die Wand geklatscht - Farbe drauf und fertig - das ganze durch Roboter - und nicht durch SUV fahrende deutsche maulige Handwerksmeister.
PS: Stuckfassaden kann man auch sicher in Styropor abbilden, wo sollte das Problem sein, ob man nun wie die Altvorderen Gips etc. in einer Massenproduktion in Formen gießt oder Styropor - mir wäre das gleich.
05.04.2013 20:49 Uhr
von Andreas Rieger:
Erst denken - dann dämmen!
05.04.2013 20:49 Uhr
von Wolfgang Köster:
Leider zeigen die meisten Kommentare das nur sehr wenige Leute wirklich beurteilen können was eine Wärmedämmung bringt, was sie kostet und wo Gefahrenpotentiale liegen. Die Prognos Studie hat jedenfalls bewiesen, das sich die Wärmedämmung von gebäuden volkswirtschaftlich rechnet. Wie es für jeden einzelnen HAusbesitzer aussieht kann man nur im Einzelfall ermitteln. Dazu gehört eine Beurteilung der bestehenden Bausubstanz und eine abschätzung aller Auswirkungen, ökologisch, ökonomisch und ästhetisch.
05.04.2013 20:06 Uhr
von blutwunsch:
es ist doch traurig, wie man kleine teile eines großen&ganzen immer wieder einseitig -durch medien aufbereitet und durch den staat mittels oberflächiger programme iniziert- diskutiert. wer behauptet, dass wir energie einsparen, indem wir fassaden dämmen, der sagt nur die halbe wahrheit. und die halbe wahrheit liegt nah bei der unwahrheit. Es gibt Produktkreisläufe, welche, um ökologisch -d.h. nachhaltig- sein zu müssen, bis zu Ende durchdacht sein sollten. Das ist bei der überwiegendenen Mehrzahl der auf dem Markt befindlichen Dämmmaterialien jedoch keineswegs der Fall! Unabhängig von der Kostendebatte (wieviel zahlt wer, was kostet etwas etc.) steht doch die konkrete Frage: Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck.. a) wenn ich nicht dämme und b) wenn ich dämme .. über den Lebenszyklus der Immobilie (um am Beispiel der Immobilie/Dämmung zu bleiben)?! Da wir heute nicht wissen, wie wir morgen (z.B. WDVS-Systeme aus Hartschaum entsorgen), sollten wir diese weder staatlich fördern, noch voller Überzeugung gutheißen. Außerdem schreibt uns doch niemand auf, wieviel energie bei der erzeugung und dem "recycling" aufgebracht werden müssen. rechnet sich die bilanz denn noch, wenn die fassade eine mittlere lebensdauer von 20 jahren hat? Vielleicht versuchen wir einfach konkret darüber nachzudenken, wie wieviel räume unseres hauses wir wann und mit welcher temperatur beheizen. oder besser wieviel wohnraum jeder von uns mit gutem gewissen nachhaltig sinnvoll bewohnen sollte. hier sparen wir am meisten. geld, schlechtes gewissen und naivität. fg PS: die manager der industriekonzerne freuen sich, wenn ihr dämmen gutheißt ;)
05.04.2013 18:39 Uhr
von Jörn Hartje:
Schon seit vielen Jahrhunderten (wenn nicht Jahrtausenden) werden Häuser mit Naturdämmstoffen gedämmt: Torf, Stroh, Seegras... viele dieser Häuser gibt es immer noch, weder Schimmel, Insekten, Feuer oder Mäuse konnten ihnen etwas anhaben! Auch die Taz hatte einen (fehlerhaften) Arktikel über Seegras veröffentlicht: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sp&dig=2013%2F03%2F16%2Fa0071&cHash=ce4ea8ed69b3c7dfb384fc60236aba4b mehr Infos unter www.seegrashandel.de
Einige Links in dem Artikel funktionieren leider nicht, darunter der zur Heizöl-Statistik, außerdem muss es im letzten Satz wohl "2012" statt "2002" heißen - aber der Trend ist eindeutig: http://tinyurl.com/c5n62of (kleine PDF auf bdew.de)
05.04.2013 10:47 Uhr
von go meier:
Die Wirksamkeit einer Dämmung und mögliche Nebenwirkungen sind von sovielen Faktoren abhängig daß ein Pauschalurteil immer irreführend ist. Also sollten die, für die es relevant ist, immer individuell prüfen und sich nicht auf Zeitungsartikel verlassen.
Ärgerlich daß hier Glaubenskriege geführt werden. Dem Autor des angesprochenen Artikels in der "Zeit" würde ich gar anlasten daß er ein weinig voreingenommen ist, wenn man ein wenig sucht sieht man daß er schon eine ganze Reihe Artikle veröffentlicht hat in denen er gegen Dämmung wettert - immer aus anderen Gründen.
05.04.2013 08:41 Uhr
von elle:
@fmann: viel zu wenige Angaben, um deinen Fall zu beurteilen. @edefault: habe nicht nur ein konkretes Beispiel. Aktuell wird gerade in der nächsten Nachbarschaft die Dämmung wieder komplett abgerissen (nach ca. 8 Jahren), Veralgung aussen. Wer in einer Thermoskanne leben möchte, der soll das tun.
05.04.2013 08:37 Uhr
von Ihr neuer Pappsi:
in der Dachgeschoßwohnung der Lehrerin war tatsächlich noch ein altes Dach-Blechfenster - Einscheibe, ohne jede Dichtung im Bad. Es hätte längst ausgetauscht gehört. Aber sie wollte sie nicht! Sie befürchtete mtl. 2-3 Euro mehr bezahlen zu müssen, sie hat das noch nicht mal angefragt! Nach Austausch der Einscheibenfenster gegen dreifach und 8 Jahren ohne Mieterhöhung hätte ich vor Gericht gehen müssen, um zehn (= 10) € mehr zu bekommen.
05.04.2013 08:03 Uhr
von Florian:
Bei Innendämmung kann es aber passieren, das man erhöhte Schimmelbildung hat, da sich das Schwitzwasser im Innenraum bilden, meist wird dann noch eine Dampfsperre produziert und fertig ist das Pilzklima.
Muss alles schon richtig gemacht sein, dann wird es wohl helfen.
Wir wohnen in nem Altbau mit Hohlwandsteinen (hoffe die heissen so). Wir heizen ordentlich und die Aussenwand ist trotzdem gut kalt. Leider macht der Vermieter hier nicht wirklich was.
05.04.2013 07:20 Uhr
von ED Färber:
Ja die Jungs vom BLÖD Konzern haben Ihre Verpflichtungen und erfüllen Sie mit aller Kraft. Wenn man sich dabei immer mal wieder zum Idioten macht, bleibt immer noch das Gehalt und die Journallie-Rabatte als Trost.
...und bei Sanierungsmaßnahmen geht durch das Aufbringen der Wärmdedämmverbundsysteme oftmals jegliche Proportion und Gestalt der sanierten Fassaden verloren. Und das sieht dann richtig scheiße aus!
04.04.2013 21:38 Uhr
von fmann:
Wir haben unser Haus vor 10 Jahren mit 10 cm Steinwolle gedämmt - Ergebnis: Kein Schimmel (durch Stoßlüften), wirklich sehr niedrige Heizkosten (ca 500 Euro für 100 m2 Wohnfläche im Jahr) und vor allem ein endlich angenehmes Wohnklima mehr (keine kalten Außenwände). Für uns hat sich das Dämmen auf jeden Fall gelohnt. Ich denke, dass die meisten, die sich gegen eine Dämmung aussprechen, ... 1. wieder mal einfach nur rumnölen wollen oder 2. schlicht keine Ahnung haben, von was sie reden Unsere Erfahrungen jedenfalls sind sehr gut.
04.04.2013 21:21 Uhr
von edefault:
@elle: Sic tacuisses ... (wenn man nichts von der Sache versteht, sollte man am Besten immer nur eines auf einmal durcheinander bringen)
04.04.2013 20:57 Uhr
von Michael Kruse:
Der Trend scheint sich abzuschwächen: Von 2000 bis 2012 stieg der Preis nur noch um ca 250%! (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Preise/Energiepreise/EnergiepreisentwicklungPDF_5619001.pdf?__blob=publicationFile)
Wer Wärmedämmung verteufelt, macht da wohl einen Denkfehler.
Außerdem gibt es nicht nur Styropor oder Steinwolle zum Dämmen.
Guckst du hier (sorgfältig): http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmed%C3%A4mmung#W.C3.A4rmed.C3.A4mmstoffe_im_Vergleich
04.04.2013 20:10 Uhr
von lensenpensen:
Leider wird eine in den meisten Fällen sinnvolle Wärmedämmung durch die von "elle" und "Kein Problem" angesprochene Punkte diskreditiert. Gerade die Ausspülung der Fungizide stellt eine bisher noch nicht überblickbare Gefagr dar. Zumal ausgerechnet die eingesetzten Fungizide z.B. in der Landwirtschaft längst verboten sind. Meiner Meinung nach sollte eher auf Glas-/Steinwolle bei der Dämmung gesetzt. Diese sind auch nicht brennbar. Auch eine Innendämmung in Holzrahmenbauweise sollte eher im Blickpunkt liegen. Allerdings sind diese Systeme teurer, und bei der Innendämmung geht (etwas) Wohnraum verloren. Gerade mit Sicht auf den Denkmalsschutz wäre eine vermehrte Innendämmung wünschenswert, so würden Stuckfassaden, Klinkerarchitektur und Fachwerk nicht unter uniformen Styroporplatten verschwinden.
04.04.2013 20:06 Uhr
von Tortes:
Bilanztechnisch, muss man in der Tat prüfen, ob die Dämmung von Häusern in der aktuell praktizierten Weise wirklich Sinn macht; sowohl kostenrechnerisch als auch in der Energiebilanz. Es werden durch die Dämmung Kosten und Energieresourcen gespart, aber auf der anderen Seite werden auch wieder Kosten und Energieverbrauch verursacht; unzwar für die Herstellung des Dämmstoffs, die Montage an den Häusern, Folgekosten am Haus wie z.B. Feuchtigkeitsschäden durch Pfusch bei der Montage, evtl. höhere Feuerversicherungsprämien durch brennbare Dämmstoffe, Entsorgung des Dämmstoffs bei späterem Abriss des Hauses usw. Erst wenn die Gesamtbilanz über die komplette Lebensphase der Dämmung bzw. des Dämmaterials stimmt, dann ist eine Dämmung nachhaltig und macht wirklich Sinn. Ansonsten ist es rausgeschmissener Aufwand bzw. Geld.
04.04.2013 18:43 Uhr
von unisono:
Es gibt auch ökologische Dämmstoffe (z.B.Holzfaserplatten). Ich sehe immernur diese Giftgetränkten Styropor-Platten (Sondermüll). Unsere Vorfahren wussten noch welche Eigenschaften z.B. Lehm mit sich bringt - aber die Industrie will einfach, daß wir alle verblöden. Schade eigentlich ...
04.04.2013 18:25 Uhr
von Kein Problem:
@elle,
das Schimmelproblem lässt sich doch wunderbar durch Behandlung des Materials mit Fungiziden beherrschen. Höchst problematisch für die Umwelt, aber für unser gutes ökologisches Gewissen muss die Natur halt Opfer bringen.
04.04.2013 17:59 Uhr
von elle:
So ist das halt, wenn man nur vom Schreibtisch aus Dinge beurteilen will. Aus der Praxis läßt sich berichten, daß die versprochenen Einsparungen nur auf dem Papier existieren. Schimmel wird das neue Gesundheitsproblem. Die Fassaden veralgen. Die Brandgefährdung wird dramatisch erhöht. Fossile Ressourcen werden somit sinnlos verschwendet. Der Dämmwahn ist der nächste Ökoschwachsinn, den uns die grünen Schreibtischtäter - äh - experten andrehen.
Leserkommentare
08.04.2013 09:15 Uhr
von Noack:
Energieeffizienz lässt sich sehr wohl umsetzen.
Man betrachte dazu das aktuelle Projekt des Landes Sachsen-Anhalt, STARK III (http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=53821)
Und zum Dämmen dann doch lieber Hanf oder Seegras nehmen, Styropor ist nicht wirklich die beste Wahl.
06.04.2013 15:20 Uhr
von SchnurzelPu:
Also dämmen ist wirklich teuer und ich denke, dass sich da viele eine goldene Nase verdienen. Wenn man die Kosten für Kreditaufnahme einrechnet, lohnt es sich in Zeiten wie diesen , mit Niedrigzinsen, legt man allerdings normale 5% zu Grunde, dann wohl eher nicht. Die KfW ist damit letztendlich eine Gelddruckmaschine für das Handwerk und ich würde mir wünschen, dass in Deutschland Technologien entwickelt werden, um das Dämmen industriell betreiben zu können - Styropor vor Ort erzeugt und an die Wand geklatscht - Farbe drauf und fertig - das ganze durch Roboter - und nicht durch SUV fahrende deutsche maulige Handwerksmeister.
PS: Stuckfassaden kann man auch sicher in Styropor abbilden, wo sollte das Problem sein, ob man nun wie die Altvorderen Gips etc. in einer Massenproduktion in Formen gießt oder Styropor - mir wäre das gleich.
05.04.2013 20:49 Uhr
von Andreas Rieger:
Erst denken - dann dämmen!
05.04.2013 20:49 Uhr
von Wolfgang Köster:
Leider zeigen die meisten Kommentare das nur sehr wenige Leute wirklich beurteilen können was eine Wärmedämmung bringt, was sie kostet und wo Gefahrenpotentiale liegen. Die Prognos Studie hat jedenfalls bewiesen, das sich die Wärmedämmung von gebäuden volkswirtschaftlich rechnet. Wie es für jeden einzelnen HAusbesitzer aussieht kann man nur im Einzelfall ermitteln. Dazu gehört eine Beurteilung der bestehenden Bausubstanz und eine abschätzung aller Auswirkungen, ökologisch, ökonomisch und ästhetisch.
05.04.2013 20:06 Uhr
von blutwunsch:
es ist doch traurig, wie man kleine teile eines großen&ganzen immer wieder einseitig -durch medien aufbereitet und durch den staat mittels oberflächiger programme iniziert- diskutiert.
wer behauptet, dass wir energie einsparen, indem wir fassaden dämmen, der sagt nur die halbe wahrheit. und die halbe wahrheit liegt nah bei der unwahrheit.
Es gibt Produktkreisläufe, welche, um ökologisch -d.h. nachhaltig- sein zu müssen, bis zu Ende durchdacht sein sollten. Das ist bei der überwiegendenen Mehrzahl der auf dem Markt befindlichen Dämmmaterialien jedoch keineswegs der Fall! Unabhängig von der Kostendebatte (wieviel zahlt wer, was kostet etwas etc.) steht doch die konkrete Frage: Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck.. a) wenn ich nicht dämme und b) wenn ich dämme .. über den Lebenszyklus der Immobilie (um am Beispiel der Immobilie/Dämmung zu bleiben)?! Da wir heute nicht wissen, wie wir morgen (z.B. WDVS-Systeme aus Hartschaum entsorgen), sollten wir diese weder staatlich fördern, noch voller Überzeugung gutheißen.
Außerdem schreibt uns doch niemand auf, wieviel energie bei der erzeugung und dem "recycling" aufgebracht werden müssen. rechnet sich die bilanz denn noch, wenn die fassade eine mittlere lebensdauer von 20 jahren hat?
Vielleicht versuchen wir einfach konkret darüber nachzudenken, wie wieviel räume unseres hauses wir wann und mit welcher temperatur beheizen. oder besser wieviel wohnraum jeder von uns mit gutem gewissen nachhaltig sinnvoll bewohnen sollte.
hier sparen wir am meisten. geld, schlechtes gewissen und naivität.
fg
PS: die manager der industriekonzerne freuen sich, wenn ihr dämmen gutheißt ;)
05.04.2013 18:39 Uhr
von Jörn Hartje:
Schon seit vielen Jahrhunderten (wenn nicht Jahrtausenden) werden Häuser mit Naturdämmstoffen gedämmt: Torf, Stroh, Seegras... viele dieser Häuser gibt es immer noch, weder Schimmel, Insekten, Feuer oder Mäuse konnten ihnen etwas anhaben! Auch die Taz hatte einen (fehlerhaften) Arktikel über Seegras veröffentlicht: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sp&dig=2013%2F03%2F16%2Fa0071&cHash=ce4ea8ed69b3c7dfb384fc60236aba4b
mehr Infos unter www.seegrashandel.de
05.04.2013 17:09 Uhr
von quer-ulantin:
http://www.mopo.de/politik---wirtschaft/heizkosten-einsparung-milliarden-euro-durch-den-schornstein-gejagt,5066858,22248144.html
Aber der Wirtschaft hilft's!
05.04.2013 16:44 Uhr
von Kevin R.:
Einige Links in dem Artikel funktionieren leider nicht, darunter der zur Heizöl-Statistik, außerdem muss es im letzten Satz wohl "2012" statt "2002" heißen - aber der Trend ist eindeutig:
http://tinyurl.com/c5n62of (kleine PDF auf bdew.de)
05.04.2013 10:47 Uhr
von go meier:
Die Wirksamkeit einer Dämmung und mögliche Nebenwirkungen sind von sovielen Faktoren abhängig daß ein Pauschalurteil immer irreführend ist. Also sollten die, für die es relevant ist, immer individuell prüfen und sich nicht auf Zeitungsartikel verlassen.
Ärgerlich daß hier Glaubenskriege geführt werden. Dem Autor des angesprochenen Artikels in der "Zeit" würde ich gar anlasten daß er ein weinig voreingenommen ist, wenn man ein wenig sucht sieht man daß er schon eine ganze Reihe Artikle veröffentlicht hat in denen er gegen Dämmung wettert - immer aus anderen Gründen.
05.04.2013 08:41 Uhr
von elle:
@fmann: viel zu wenige Angaben, um deinen Fall zu beurteilen.
@edefault: habe nicht nur ein konkretes Beispiel. Aktuell wird gerade in der nächsten Nachbarschaft die Dämmung wieder komplett abgerissen (nach ca. 8 Jahren), Veralgung aussen.
Wer in einer Thermoskanne leben möchte, der soll das tun.
05.04.2013 08:37 Uhr
von Ihr neuer Pappsi:
in der Dachgeschoßwohnung der Lehrerin war tatsächlich noch ein altes Dach-Blechfenster - Einscheibe, ohne jede Dichtung im Bad. Es hätte längst ausgetauscht gehört. Aber sie wollte sie nicht! Sie befürchtete mtl. 2-3 Euro mehr bezahlen zu müssen, sie hat das noch nicht mal angefragt! Nach Austausch der Einscheibenfenster gegen dreifach und 8 Jahren ohne Mieterhöhung hätte ich vor Gericht gehen müssen, um zehn (= 10) € mehr zu bekommen.
05.04.2013 08:03 Uhr
von Florian:
Bei Innendämmung kann es aber passieren, das man erhöhte Schimmelbildung hat, da sich das Schwitzwasser im Innenraum bilden, meist wird dann noch eine Dampfsperre produziert und fertig ist das Pilzklima.
Muss alles schon richtig gemacht sein, dann wird es wohl helfen.
Wir wohnen in nem Altbau mit Hohlwandsteinen (hoffe die heissen so). Wir heizen ordentlich und die Aussenwand ist trotzdem gut kalt. Leider macht der Vermieter hier nicht wirklich was.
05.04.2013 07:20 Uhr
von ED Färber:
Ja die Jungs vom BLÖD Konzern haben Ihre Verpflichtungen und erfüllen Sie mit aller Kraft. Wenn man sich dabei immer mal wieder zum Idioten macht, bleibt immer noch das Gehalt und die Journallie-Rabatte als Trost.
05.04.2013 06:51 Uhr
von Horst:
Reine Ideologie!
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article115010523/Die-KfW-deutet-ihre-Energieeffizienz-Studie-um.html
05.04.2013 00:24 Uhr
von HRM:
Zur Ansicht empfohlen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=AWD0HeZLufM
05.04.2013 00:07 Uhr
von nik:
http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/haushalt_wohnen/waermedaemmung117.html
04.04.2013 21:41 Uhr
von Tomate:
...und bei Sanierungsmaßnahmen geht durch das Aufbringen der Wärmdedämmverbundsysteme oftmals jegliche Proportion und Gestalt der sanierten Fassaden verloren. Und das sieht dann richtig scheiße aus!
04.04.2013 21:38 Uhr
von fmann:
Wir haben unser Haus vor 10 Jahren mit 10 cm Steinwolle gedämmt - Ergebnis: Kein Schimmel (durch Stoßlüften), wirklich sehr niedrige Heizkosten (ca 500 Euro für 100 m2 Wohnfläche im Jahr) und vor allem ein endlich angenehmes Wohnklima mehr (keine kalten Außenwände). Für uns hat sich das Dämmen auf jeden Fall gelohnt. Ich denke, dass die meisten, die sich gegen eine Dämmung aussprechen, ...
1. wieder mal einfach nur rumnölen wollen oder
2. schlicht keine Ahnung haben, von was sie reden
Unsere Erfahrungen jedenfalls sind sehr gut.
04.04.2013 21:21 Uhr
von edefault:
@elle: Sic tacuisses ... (wenn man nichts von der Sache versteht, sollte man am Besten immer nur eines auf einmal durcheinander bringen)
04.04.2013 20:57 Uhr
von Michael Kruse:
Der Trend scheint sich abzuschwächen:
Von 2000 bis 2012 stieg der Preis nur noch um ca 250%!
(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Preise/Energiepreise/EnergiepreisentwicklungPDF_5619001.pdf?__blob=publicationFile)
Wer Wärmedämmung verteufelt, macht da wohl einen Denkfehler.
Außerdem gibt es nicht nur Styropor oder Steinwolle zum Dämmen.
Guckst du hier (sorgfältig): http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmed%C3%A4mmung#W.C3.A4rmed.C3.A4mmstoffe_im_Vergleich
04.04.2013 20:10 Uhr
von lensenpensen:
Leider wird eine in den meisten Fällen sinnvolle Wärmedämmung durch die von "elle" und "Kein Problem" angesprochene Punkte diskreditiert.
Gerade die Ausspülung der Fungizide stellt eine bisher noch nicht überblickbare Gefagr dar. Zumal ausgerechnet die eingesetzten Fungizide z.B. in der Landwirtschaft längst verboten sind.
Meiner Meinung nach sollte eher auf Glas-/Steinwolle bei der Dämmung gesetzt. Diese sind auch nicht brennbar. Auch eine Innendämmung in Holzrahmenbauweise sollte eher im Blickpunkt liegen.
Allerdings sind diese Systeme teurer, und bei der Innendämmung geht (etwas) Wohnraum verloren.
Gerade mit Sicht auf den Denkmalsschutz wäre eine vermehrte Innendämmung wünschenswert, so würden Stuckfassaden, Klinkerarchitektur und Fachwerk nicht unter uniformen Styroporplatten verschwinden.
04.04.2013 20:06 Uhr
von Tortes:
Bilanztechnisch, muss man in der Tat prüfen, ob die Dämmung von Häusern in der aktuell praktizierten Weise wirklich Sinn macht; sowohl kostenrechnerisch als auch in der Energiebilanz.
Es werden durch die Dämmung Kosten und Energieresourcen gespart, aber auf der anderen Seite werden auch wieder Kosten und Energieverbrauch verursacht; unzwar für die Herstellung des Dämmstoffs, die Montage an den Häusern, Folgekosten am Haus wie z.B. Feuchtigkeitsschäden durch Pfusch bei der Montage, evtl. höhere Feuerversicherungsprämien durch brennbare Dämmstoffe, Entsorgung des Dämmstoffs bei späterem Abriss des Hauses usw.
Erst wenn die Gesamtbilanz über die komplette Lebensphase der Dämmung bzw. des Dämmaterials stimmt, dann ist eine Dämmung nachhaltig und macht wirklich Sinn. Ansonsten ist es rausgeschmissener Aufwand bzw. Geld.
04.04.2013 18:43 Uhr
von unisono:
Es gibt auch ökologische Dämmstoffe (z.B.Holzfaserplatten). Ich sehe immernur diese Giftgetränkten Styropor-Platten (Sondermüll).
Unsere Vorfahren wussten noch welche Eigenschaften z.B. Lehm mit sich bringt - aber die Industrie will einfach, daß wir alle verblöden. Schade eigentlich ...
04.04.2013 18:25 Uhr
von Kein Problem:
@elle,
das Schimmelproblem lässt sich doch wunderbar durch Behandlung des Materials mit Fungiziden beherrschen. Höchst problematisch für die Umwelt, aber für unser gutes ökologisches Gewissen muss die Natur halt Opfer bringen.
04.04.2013 17:59 Uhr
von elle:
So ist das halt, wenn man nur vom Schreibtisch aus Dinge beurteilen will. Aus der Praxis läßt sich berichten, daß die versprochenen Einsparungen nur auf dem Papier existieren. Schimmel wird das neue Gesundheitsproblem. Die Fassaden veralgen. Die Brandgefährdung wird dramatisch erhöht. Fossile Ressourcen werden somit sinnlos verschwendet. Der Dämmwahn ist der nächste Ökoschwachsinn, den uns die grünen Schreibtischtäter - äh - experten andrehen.