• 05.04.2013

Dass es im Kampf gegen Kapitalflucht Fortschritte gibt, ist den zahlreichen Datenlecks zu verdanken. Die traditionelle Politik der Steuerentlastungen ist aus der Mode gekommen.

Das Märchen vom scheuen Kapital

KOMMENTARvon Nicola Liebert

  • 06.04.2013 10:45 Uhr

    von Trosia:

    Kann uns jemand bitte einfach mal erklären, wie viele Schweizer unter den Offshorern zu finden sind? Ich könnte mir vorstellen, dass es daraus vielleicht etwas zu lernen gibt. Über Rehe und Raubtiere und Grosswildjäger. Das ist mir hier alles zu besserwisserisch, liebe Presse.

  • 05.04.2013 19:23 Uhr

    von Peter:

    Und wo ist die Bewegung, oder die politische Partei die das alles interessiert und wirklich weiterbringt?? Ob ich das noch erlebe?

  • 05.04.2013 14:33 Uhr

    von Wolfgang:

    An die real herrschende und regierende Finanz- und Monopolbourgeoisie, an deren Bankenvorstände und Finanzspekulanten, an deren Steuerhinterzieher und bürgerliche Parteien: CDU-CSU-SPD-FDP-NPD-Olivbündnisgrün, in Lobby-Regierungen und Parlamentsmehrheiten, in deren spätbürgerlichen Staat und BKA-VS-BND-BW-Gewaltapparat, deren Klassen-Justiz und Gesellschaft:

    "Ihr entsetzt euch darüber, dass wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben; es existiert gerade dadurch, dass es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, dass wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.

    Ihr werft uns mit einem Worte vor, dass wir euer Eigentum aufheben wollen. Allerdings, das wollen wir." (Ein weiterhin aktuelles Plagiat.)

  • 05.04.2013 14:08 Uhr

    von jenny:

    Wenn ca. 1/3 der 17000 Mia. Eu. "offshore-vermögen"

    aus dem EU-Raum stammen, dann sind dies über 5000

    Mia. Eu.

    die EU. könnte den ganzen ESM-Rettungsschirm durch

    eine 15% Abgabe auf das OffshoreVermögen der reichen
    EU-Bürger voll kapitalisieren, meinetwegen noch mit
    nachrangigen Genussscheinen zu 3%.

    Aber das wird kaum geschehen, solange ein Barroso

    selbst freundschaftlichst mit griechischen Gross-

    reedern verbandelt ist, die teils eigene Banken in Genf haben !!

    Wer glaubt schon, dass eine Krähe der anderen ein

    auge raushackt ?!

    Nein, es dürfen die Normalbürger Südeuropas die
    harten Austerityprogramme ausbaaden, während ihre
    Reichen im Luxus Austern schlürfen.

    Und die relativ solide wirtschaftenden Nordeuropäer dürfen die Rettungs-unsummen 800 Mia. Eu. beisteuern

    obwohl es ein Leichtes wäre die Mittel von den

    Verursachern zu holen s. oben !!

  • 05.04.2013 11:59 Uhr

    von Celsus:

    Da stimme ich zu: Die Angst vor der Kapitalflucht wird interessengesteuert geschürt.

    Ganz witzuig finde ich, dass die Vermögenssteuer heutzutage als "linke" Steueridee zählt. War das doch eine Steuer, die selbst noch unter Bundeskanzuler Kohl wie selbstverständlich eingenommen wurde - bis das Bundesverfassungsgericht das GEsetz in seiner damaligen Fassung für verfassungswidrig erklärte.

    Freilich hat das Gericht mitnichten Vermögenssteuer für verfassungswidrig erklären wollen. Es ging lediglich darum, dass zum Teil der korrekte Wert von Vermögen angesetzt wurde und gerade bei Grundstücken fiktiv niedrige Werte.

    Was die Steuergerechtigkeit betrifft: Bei den oberen 10 % der Bevölkerung wird doch kaum Einkommenssteuer gezahlt und die Vermögen wachsen jährlich um weit mehr als 10 %. Da sollte mal mit 5 % Vermögenssteuer angesetzt werden - schon aus Gründen der Steuergerechtigkeit. "Kleine Vermögen" unterhalb von 5 Mio. Euro könnten dann durchaus in Ruhe gelassen werden.

  • 05.04.2013 11:36 Uhr

    von Jared J. Myers:

    Das scheue Rehlein haut sowieso ab

    Offenbar haben die tollen Spitzen-, Erbschafts- und Kapitalertragssteuersenkungen, die Steuerfreistellungen von Veräußerungsgewinnen und die Abschaffung der Vermögenssteuern in den OECD-Ländern überhaupt nicht vermocht, die großen Kapitaleigner von den Kiesstränden, Aschekegeln und Kohlebunkern fernzuhalten. Beschiss lohnt sich stets, wenn der heimische Steuersatz verschieden von null Promille ist, so lange man mit dem Herrn Oberstaatsanwalt regelmäßig in die Sauna geht und per Hetzpresse oder Verrückterklärung (siehe Hessen) ggf. die Verfolger verfolgen darf.
    Man muss also dafür sorgen, dass das Kapital, das solche Möglichkeiten eröffnet, sich nicht mehr in Privatbesitz anhäuft.

  • 05.04.2013 09:56 Uhr

    von Wolfgang:

    "Soziale Marktwirtschaft" und Kapitalflucht gehören zusammen!

    Notwendige Wiederholungen zur Steuerunterschlagung bzw. Volks-Vermögensunterschlagung.

    Die "Soziale Marktwirtschaft" ist die Gesellschaftsordnung der (Steuer-) Unterschlagung der real herrschenden und parlamentarisch geschützten Bourgeoisie.

    Staatlich geschützte Steuerhinterziehung der Millionäre und Milliardäre gehört zur "sozialen Marktwirtschaft" der Finanz- und Monopolbourgeoisie.

    Steuerunterschlagung gehört zum kapitalistischen Gesellschafts- und Finanzsystem in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union.

    Es handelt sich um (unterschlagene) Mittel für die soziale Reproduktion der Gesellschaft.

    Ausnahmslos alle bürgerlichen Parteien, Regierungen und Parlamentsmehrheiten in Deutschland und der Europäischen Union, stehen für die herrschenden privaten Eigentums- und Vermögensverhältnisse, und damit für die Finanzspekulanten und Steuerhinterziehungen in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung bzw. der "Sozialen Marktwirtschaft" der Finanz- und Monopolbourgeoisie, der Bankenvorstände und Konzernvorstände und deren Aufsichtsräte, der Großspekulanten und Steuerhinterzieher.

    Die rechtlich-juristisch und staatlich geschützte Steuerhinterziehung im staatsmonopolistischen Kapitalismus Deutschlands und der Europäischen Union, dient der fortwährenden Unterschlagung von Mitteln für die soziale Reproduktion der Bevölkerungsmehrheit in den Ländern und Regionen. Die große Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen an den Bevölkerungen, insbesondere an der differenziert werktätigen und eigentumslosen, wert- und mehrwertschöpfenden Bevölkerungsmehrheit.

    Auch in der bundesdeutschen Gesellschaftsordnung der (A)"Sozialen Marktwirtschaft" der Bourgeoisie und Steuerunterschlagung, wird es seitens deren bürgerlichen Parteien, seitens des Staates, seitens der Lobby-Regierung und Parlamentsmehrheit, keine durchgreifenden Maßnahmen gegen die Privateigentümer, Großverdiener und deren Steuerhinterzieher geben!

    Kapitalflucht gehört zum kapitalistischen und imperialistischen Gesellschaftssystem in Deutschland und EU-Europa!

    Merke: Eine Überwindung bedürfte schon einer Emanzipation der Gesellschaft.

  • 05.04.2013 09:00 Uhr

    von arme Oase:

    Ich glaube nicht, dass sich durch "offshore-leaks" (ein fürchterlicher Begriff) im deutschen oder internationalen Steuerrecht etwas entscheidendes ändert. Aus der letzten Finanzkrise sind die internationalen Banken und Börsenspekulanten als die großen Gewinner hervorgegangen durch Unterstützung aller finanziell wichtigen Staaten und Institutionen. Das wird so bleiben. Egal wie laut jetzt international geschrien wird.

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