Ihren Kommentar finde ich stichhaltig. Die Ursache des beschriebenen Phänomens liegt meines Erachtens darin, dass Denis Yücel selber ein "Politikum" ist. Wieso das? Meine Meinung: Er ist einer der letzten interessanten, witzigen, schlauen, wilden, aufrechten Publizisten, die eine gewisse Öffentlichkeit erreichen. Für Leute wie mich dient er als Projektionsfläche und Trostspender. So traurig das ist. An jemanden mit einer solchen etwas herausgehobenen Rolle werden dann aber auch erhöhte Ansprüche gestellt. Und man wünscht sich ein sauberes Arbeiten, um die Angreifbarkeit zu minimieren.
Viele Grüße
07.04.2013 10:22 Uhr
von Clara:
@ Deniz Yücel
Zitat: All diese Erkenntnisse stammen vielmehr aus einem nordkoreanischen Propagandafilm. Zitat Ende
Sie lügen um die Reaktionen darauf zu testen? Haben sie nichts sinnvolleres zu tun?
06.04.2013 21:58 Uhr
von Mara Boo:
Leider lenkt die Diskussion in den Kommentaren über die Form des Artikel's vom eigentlichen Inhalt ab. Die vom Autor für mich erkennbar formulierte These, dass eine pauschale Kapitalismuskritk auf Mechanismen basiert, die dem vorgeblich gerechterem Anspruch der Kritiker widersprechen, also totale Kritik auf einem (immanenten) totalitären Verständnis des eigenen Weltbildnis basiert, ist eine wertvolle Anregung zum Nachdenken darüber, warum wir in welcher Form und mit welcher Absicht Kritik üben.
Ist es also wahr, dass Teile der Linken eine totale Kritik am Kapitalismus übt, weil sie sich selbst behaupten muss und nicht zwingend Veränderung will, weil tatsächliche Veränderung in unangenehme (Zwischen-)kompromisse führt?
Im Übrigen finde ich den Verweis auf die Mockumentary durchaus treffend und sinnvoll in diesem Zusammenhang. Ob gewollt oder nicht, ist eine solche fiktive Quelle in zweierlei Hinsicht interessant: Zunächst besteht mitunter eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die dort getroffenen Annahmen wahr sind und weiter ist die Fiktion gleichwohl als Selbstreflektion des Kritisierten Quelle neuer Erfahrung.
Die Kritik des Bild-Blog erscheint vor diesem Hintergrund oberflächlich. Leider hat aber auch der vorliegende Artikel die Grenzen seines Wachstums noch nicht erreicht.
Ich empfehle dem interessierten Leser die Lektüre von Stanislav Lem's Roman "Lokaltermin".
06.04.2013 21:18 Uhr
von Cudddel:
Herr YÜCEL! Zeigen Sie Stärke und akzeptieren Sie die Niederlage. Revidieren Sie Ihre schwache Ausrede oder konkretisieren Sie "Experiment". Oder beweisen Sie es, haben vielleicht in weiser Voraussicht einen datierten Umschlag bei einem Notar hinterlegt? Das wäre KLUG. Ansonsten verbrennen Sie an Ihrer heißen Luft. -hl
06.04.2013 20:19 Uhr
von gerhard Jeske:
Nordkoreas Familiendynastie sollte man nicht mit einem kommunistische Staat vergleichen, sondern mit der Entstehung einiger chinesischen Kaiserreiche. Wieso schreibt die Presse das Nordkorea ein kommunistischer Staat ist? Eine Armee und Staatssbetriebe alleine sind noch kein Ausweis dafür.
06.04.2013 18:49 Uhr
von Heidberger:
Haha, was habe ich gelacht- so einfach strukturiert ist "die Linke" oder "Die Linke"? Wenn Ersteres so wäre, benötigte niemand auch nur mehr den Begriff "Weltrevolution", weil sie schon längst umgesetzt wäre, wenn Letzeres so wäre, hätte Die Linke entweder zweistellige Ergebnisse oder solche im Promille-Bereich a la DKP (dem Autor sollte allein aufgrund der Existenz dieser "Partei" klar sein, dass es "die Linke" als einheitliches Ganzes ausserhalb von Antifa- und Anti-Atom-Aktionen und Demos nicht gibt).
Insoweit, Deniz, leider nicht wirklich nachgedacht- faktisch wäre noch zu ergänzen, dass Die Linke Hildesheim ein Kreisverband ist- etwas mehr Recherche würde auch einer Glosse gut tun.
Hätte es gut gemacht sein sollen, wäre BO Bad Salzdetfurth (Teil des KV Hildesheim) treffend gewesen- was mit der Realität auch wenig zu tun hat- nun gut, in Deutschland werden JournalistInnen- wie in Nordkorea- nicht für ihren Sinn für die Realität bezahlt- auch deswegen kaufe ich keine taz mehr (Boykott seit 1990 wg. Mainzer-Str-Hetze von euch).
06.04.2013 15:31 Uhr
von Bernd:
Offenbar ist niemand dem Link im Wort "Internetspinner" gefolgt, jedenfalls hat hier soweit ich sehen kann, niemand darüber geschrieben. jedenfalls führt de link hierhin: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/03/23/turkische-gewalt-gangs-warum-kein-protest/
Jürgen Elsässer, einst der Wortführer der Antideutschen und jetzt, Verschwörungstheoretiker, Ahmadinedschad-Fan, Dumpfbacken-Aniimperialist. Oder kurz und mit Yücel gesprochen: Internetspinner.
Ich wüsste ja gern, was Yücel in 10 oder 15 Jahren, wenn er so alt ist wie Elsässer jetzt, so von sich geben wird.
06.04.2013 13:47 Uhr
von bella ciao:
ahoi deniz, mit deiner fettarschigen selbstzufriedenheit hast du dich nachredlich für die bahamas qualifiziert. und tschüss.
06.04.2013 13:04 Uhr
von Waldmeister:
Es gibt noch bessere Filme über das Elend der westlichen Welt: North Korea tells its people how Americans live today (einfach mal im Internet suchen).
Und als jemand, der mit früher mit Propaganda traktiert wurde: die Filme sind so abgehoben. Ich erinnere nur an den Schwarzen Kanal als der Auslieferungsparkplatz von VW gezeigt wurde - als Beispiel für den faulenden, parasitären Kapitalismus (Leninzitat), der seine Waren nicht mehr loswird - in der Realität durfte ein DDR-Bürger 10 Jahre auf den Führerschein und 15 Jahre aufs Auto warten...
Darauf ein Tasse heißen Schnee!
06.04.2013 12:44 Uhr
von westernworld:
wie schön! henryk m. broder jetzt auch auf türkisch.
06.04.2013 11:30 Uhr
von Struppi:
Wer nicht in der Lage ist differenziert zu denken, sollte sich aus politischen Debatten heraushalten. Politik handelt davon, dass viele Meinungen erfüllt werden müssen. Wir alle Leben in sozialen Gemeinschaften.
Wer Politik bzw. politische Meinung lediglich als Diffamierung anders denkender begreift ist unfähig Politik zu machne oder zu moderieren. Leider sind wir an einem Punkt an dem überall solche Meinungen abgesondert werden müssen, sei es Broder, Fleischhauer oder hier Yücel.
Welches Kalkül dahinter steht erschließt sich mir nicht. Mir kommt es so vor, als ob wieder ein Hass und gegenseitige Abneigung in die Poltik gebracht werden soll. schade dass die TAZ (und andere ehemals linke Blätter) dafür eine Plattform bieten. Denn zu einem inhaltlichen politischne Diskurs trägt dieser Artikel nichts bei.
06.04.2013 10:27 Uhr
von Martin Hoefs:
Eine wunderbar inszenierte Selbstdemontage dieses selbstgerechten, überheblichen Besserwissers! Absolut brilliant, wie hier ein frei erfundener Inhalt als absolute Bestätigung der eigenen Vorurteile herhalten muß. Und als Krönung der Anhang: wie das eigene Versagen als genialer Schachzug umgedeutet wird: Wahnsinnig provozierend!
Ich schätze diese kleinen Yücel-Satiren: eine gelungene Mischung aus der Zotigkeit von Gernot Hassknecht, der Selbstgerechtigkeit von Herik Broder und dem Gonzo-Ansatz eines Franz Josef Wagner. Und dabei so realitätsnah, dass einige das alles für ernst gemeint halten. Chapeau!
06.04.2013 10:13 Uhr
von Harald:
Auweia! Der Artikel war schon peinlich, wenn man die tatsächlichen Hintergründe kannte. Aber wie Herr Yücel jetzt versucht, seine Unfähigkeit zu verbergen, das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Jaja, Herr Yücel, der Film zeigt die nordkoreanische Sicht. Was für eine bekloppte Ausrede, wo sie doch wissen sollten, daß der Regisseur etwas ganz anderes mitteilen will.
Bringen wir's einfach auf den Punkt: Sie sind drauf reingefallen. Sie haben es nicht gemerkt und den Film tatsächlich für einen Propagandafilm der nordkoreanischen Bagage gehalten. So schaut's aus und nicht anders. Und jetzt versuchen sie verzweifelt, Ihren Schmarren zu rechtfertigen. Aber darauf fällt blöderweise keiner mehr rein. Ist ja auch nicht das erste mal, daß Sie solch einen Schmarren verzapfen. Stehen Sie halt dazu!
06.04.2013 07:55 Uhr
von alex:
@@@@@ all the a´s
bier? entschuldige bitte, das mindeste ist ein anständiger wein ... und wenn ich mich entspannen soll, angesichts dieser tibetbeflackten waldorfblagen (oder soll ich lebensborn-enkel sagen?), muss es schon was anderes sein.
ihr redet von französischem imperialismus und tüdelt euch ein zwischen biomarkt und schwarz-feministischer-anti-s21-gruppe ... leute !! wer soll das denn bei bestem willen noch ernst nehmen? das soll die linke alternative sein? da ist ja frau knaul noch avantgarde.
angesichts dieses identitären post-emanzipatorischen pöbels möchte man nur rufen: "börger, sie befinden sich in der sowjetischen besatzungszone. drüben belehren wir `geht doch rüber`, aber hier, in unserem niedlichen sozialistischen kollektiv diktieren wir nur: "niemand hat die absicht einen antifaschistischen schutzwall zu bauen"".
ps:@haller dusseliges anti-ra-geschwätz wird auch mit se-zitaten nicht potenter.
06.04.2013 07:33 Uhr
von Keek:
So so eine fiktive Rezension auf einen fiktiven Propagandafilm und das wird dann noch als super Experiment verkauft. Geniale Idee oder plumpe Ausrede? Ich tendiere klar zu letzterem!
06.04.2013 05:45 Uhr
von zuschauerin:
mal wieder großes yücel-kino!
wenn er mit seiner eigentümlichen art nicht immer wieder einen nerv treffen würde, würde nicht für so viel aufmerksamkeit sorgen. yücel, weiter so!
06.04.2013 02:34 Uhr
von 1 Zeitzeuge:
@PUNK,
wohnst bestimmt in Berlin dieser post-preußischen Kloake, subventioniert von den Bayern und den Schwaben, auf die ihr gerne schimpft... Gib es endlich zu Du abhängiger Berliner-"Punker"...
Übrigens, der Punk war schon Anfang der 8oer Jahre gestorben, nicht aber bei Hertie, C&A und Co... Die haben damals "Punk-Klamotten" verkauft... Denk mal darüber nach, Du "Punker"! Kopfschüttel!
06.04.2013 02:26 Uhr
von Wagner:
Den ursprünglichen Gedanken des ursprünglichen Artikels fand ich ganz interessant, jedoch unausgereift, da fehlte noch etwas.
'Das war kein Fehler, das war Absicht! Los, fühlt Euch ertappt!' ist jedoch würdelos. Einfach mal zugeben, daß man einen Fehler gemacht hat, gar nicht schwer, passiert jedem mal.
06.04.2013 02:24 Uhr
von Krampe:
Ja, Yücel ist eine Klickhure. Er findet Suppe in Haaren, da überlegen die meisten anderen, mich eingeschlossen, noch darüber nach, wie rum sie den Löffel halten wollen.
Yücel ist eitel; bei ihm dürfen die Juden aus Israel alles, was die Arier aus Eranshahr nicht dürfen - dabei lagen die schon unterm orientalistischen Brennglas, als Mhmd, Friede sei mit ihm, noch nicht mal in Platons Paralleluniversum existierte.
Aber wäre ich ihm ob dieser trennenden Gräben im Weltbild nicht böse, müsste ich ihm hier ständig die Füße küssen für all das Talent und für die Intelligenz, und das schickte sich nun gar nicht für einen linken Abendländer, deutsch hin, deutsch her.
06.04.2013 02:03 Uhr
von PUNK:
Man muss einfach zugeben: Deniz Yüxel ist der einzige echte Punk in der deutschen Zeitungslandschaft. Er geht in jeder Hinsicht an die Grenzen, überschreitet die oft, fällt vielleicht auch mal auf die Fresse, was ihm aber offensichtlich nichts ausmacht.
Dafür wird er gehasst und geliebt. Für immer Punk, Deniz!
(Ich finde Yüxel punkiger als Yücel. Überleg dir das mal, Deniz.)
06.04.2013 01:15 Uhr
von tageslicht:
Hahahahahahahahahahahahahaha. Der Nachtrag hat mich echt zum Schmunzeln gebracht. Ich muss Ihnen zumindest lassen: Soziales Experiment, sehr interessant.
Vielleicht kaufen Ihnen das auch einige ab, aber ganz ehrlich, mal unter uns: Sie sind einfach nur peinlich. Sie sind peinlich, weil Sie so einen Mist schreiben, und die Chefredaktion ist peinlich, weil Sie sowas auch noch ins Internet stellt bzw. drucken lässt, und die Personalabteilung ist peinlich, weil die Sie immer noch nicht losgeworden sind, und vor allem ist Ines Pohl peinlich, die so vollmundig erklärt hat, die Taz noch weiter nach links rücken zu wollen, und sie stattdessen zu einem bestenfalls liberalen, antilinken Blatt für Fairtrade-Kaffee-trinkende Besserverdiender gemacht hat.
06.04.2013 00:38 Uhr
von Die Quote:
Der Yücel wieder auf Quotenfang... So sehe ich das, nach diesen 100 Kommentaren... Der Typ oder die TypInne lacht sich doch ins Fäustchen!
Leute, was regt euch denn schon wieder auf, das richtige Geld machen wieder mal andere, gerissene Köpfe, einfach mal mit Zinsen, etc... Mal nachdenken...
06.04.2013 00:31 Uhr
von 1Nachdenker:
Leute! Eure Kommentare sind so sinnlos wie eure Pisse in eurem Pissoir... Denkt mal darüber nach und spült es einfach weg...
05.04.2013 23:14 Uhr
von Patrick aus Berlin:
Langsam bin ich es leid, das Objekt von "sozialen Experimenten" zu sein. Merken Sie, lieber Herr Yücel, eigentlich nicht, wie selbstreferenziell und arrogant so was gegenüber den Lesern daher kommt? Die anderen beiden Publizisten, die mit ihren Lesern vergleichbar umgehen, sind der Martenstein und der Broder.
05.04.2013 23:04 Uhr
von bouleazero:
Soziales Experiment? Oder totale Veraschung? Es ist schon abends halb elf, als ich ahnungslos auf den Artikel surfe, weil ich mich frage, was wohl mit Wir Linkskoreaner gemeint ist.
Bis zum Ende fällt mir nichts auf, ausser dass mich die ziellose Provokation des Artikels taz-üblich wieder mal ziemlich nervt - aber das bin ich gewohnt, kann ich mit umgehen. Ich gebe mir nicht die Mühe das Video anzuschauen. Dann kommt der Nachtrag.
Was? Alles nur ein Fake? Soziales Experiment? Also, über dämliche Ausreden hat man sich ja schon öfters totgelacht. Aber dass man dieses Tja-Leute-Ihr-Habts-Echt-Nicht-Kapiert eines professionellen (nehme ich an) Journalisten als soziales Experiment verkaufen will, ist einfach nur albern.
Das einzig lobenswerte daran ist dennoch, dass der Artikel, m.E. völlig unwillentlich, die Leser dazu erzieht alles zu hinterfragen, und nicht gleich jeden Mist als bare Münze hinzunehmen.
Allerdings gelingt es dem Yüzel nicht, seine nachtragenden Worte überzeugend zu formulieren. Das sieht 200% nach 'Scheisse, reingefallen! Wie komm ich da raus?' aus. Sehr lustig!
05.04.2013 22:49 Uhr
von Medientheorie:
Wow! Das Ganze wäre eine genaue medientheoretiscche Analyse wert. Die gefakte Doku, die (angeblich absichtlich irreführende) Rezension, die Entlarvung, die Erläuterung - los Leute, an die Arbeit!
Ich würde ja ganz simpel sagen: Yücel 2 - Bildblog 1. Aber da steht die Antwort ja noch aus...
05.04.2013 22:43 Uhr
von kMfN:
Vielleicht ist Deniz Yücel ja auch nur das Pseudonym, unter dem Broder hier schreibt. Das würde auch den selbstreferenziellen Link auf eine einschlägig bekannte rechtspopulistische Hetzseite erklären. Und die Krawallschachteligkeit.
05.04.2013 22:39 Uhr
von Eine Erbse, zwei Erbsen, ...:
Ein Volk dem Freude auf erzwungen wird, zu zeigen das sich Menschen in Westlichen Staaten echt freuen dürfen, dann noch über "Konsumgüter", die ihnen ja vorgeschrieben bzw. zugeteilt werden oder die es dort gar nicht gibt! So etwas würde in Nordkorea höchst wahrscheinlich sein Ziel verfehlen. Vor allem würden sie nicht zeigen wie stark ihr Gegner die USA/Westliche Welt ist.
Außerdem scheint die Propaganda dort bei weitem nicht so komplex zu sein, sondern ist ehr einfach gehalten!
05.04.2013 22:21 Uhr
von HP Remmler:
Die Geschichte der Recherchekompetenz des Herrn Deniz Yücel, der leider immer noch nicht für den "Stern" arbeitet, muss in weiten Teilen NICHT neu geschrieben werden - der konnte das schon vorher nicht, er will es auch nicht können und wird es deshalb auch nie können.
Es interessiert ihn schlicht nicht. Was wiederum seine Jünger nicht interessiert. Es ist einfach zum Schießen.
05.04.2013 22:20 Uhr
von noirdark:
Wagner für Arme ist da noch geschmeichelt.
05.04.2013 21:56 Uhr
von Yeniz Dücel:
Für die nachgereichte Erklärung gilt dasselbe wie für die Doku selbst: Sie könnte echt sein. Wer die Texte von Deniz Yücel auf taz.de verfolgt, weiß, dass die oft etwas von einem "sozialen Experiment" haben (allen voran die WM-Kolumnen "Vuvuzela"- und "Trikottausch").
Yücel wirft was in den Raum und wartet ab was passiert. Und treten erstaunliche Dinge an die Oberflöche, der latente Fremdenhass etwa, den es auch im linksalternativen oder - siehe die Kommentare zum Papst-Kommentar - christlichen Milieu gibt.
Wie gesagt: Könnte. Vielleicht ist Yücel wirklich eine Fake auf den Leim gegangen, es war ihm peinlich und dachte sich dann: Ich berufe mich auf eine Technik, die ich schon angewendet habe, damit könnte ich durchkommen.
Wie auch immer: Doku, Fake, Fake zum Fake, Wahrheit, Fiktion - nichts ist klar. Und das passt wiederum: Was ist in diesem Nordkorea-Konlikt schon klar?
05.04.2013 21:49 Uhr
von sone tante:
öhm. herr yücel ist zu faul zum googeln und blamiert sich, gibts aber nicht zu, sondern erhöht den faux pas zum "sozialen experiment" - könnte wiederum ein soziales experiment sein, wie reagiert die meute auf so einen quatsch? oder einfach zuviel öko-kokain probiert?
05.04.2013 21:46 Uhr
von Der Uli:
Tja, Deniz ...
wären da nicht die "Kommentare" der "LeserInnen", wäre die Sache ein Flop. Aber immerhin: Du beweist mal wieder, wie sehr man sich auf sein Publikum verlassen kann - auch und besonders auf den stalinistisch-antihumorigen Teil dessen, was man "Links" nennt (der sich nicht entblödet, sich als BILDungsbürger zu outen, wenns an die eigene Figur geht).
Wirklich genial. Manchmal beneide ich dich wirklich um diese Kaltschnäutzigkeit und bleibe, mit lieben Grüßen, dein Fan.
05.04.2013 21:34 Uhr
von Thomas M.:
Um einmal ein Zeichen zu setzen, boykottiere ich die "taz.zahl ich" bis auf weiteres. Mir sind die Artikel von diesem Herrn Yüchel schon lange ein Dorn im Auge. Schon allein weil wir für dumm verkauft werden, mit diesem lügenhaften Nachtrag!
05.04.2013 21:14 Uhr
von Udo:
Gibt es eigentlich wirklich so viel Narrenfreiheit bei der taz, dass sowohl so eine durch und durch missratene Kolumne erscheinen kann wie auch die nachgeschobene Erklärung, die durchschaubar erstunken und erlogen ist?
Grundsätzlich finde ich es okay, dass verschiedene Meinungen zugelassen werden. Aber der Müll, den Herr Yücel hier - nicht zum ersten Mal - verzapft, ist doch geschäftsschädigend für ein Blatt. Wenn ich so etwas lese, geht mir jegliche Lust abhanden, das durch einen Zeitungskauf auch noch zu finanzieren.
05.04.2013 20:52 Uhr
von Vorderfront:
Herr Yücel,
ich vermisse Ihr Foto in dem Artikel, ich meine das Foto mit diesem ausgemergelten, unrasierten und mit dieser ätzenden Sonnenbrille bewaffneten TAZ-Schreiberling...
Ja die Linke, die Linke tut sich schwer in diesen schweren Zeiten; wohin man blickt nur Elend, auch in den Konzentrationslagern in Nord Korea und so...
05.04.2013 20:48 Uhr
von irgendn typ:
schwach, yücel.
beim nächsten mal: "hoppla, vertan!" sagen und haltung bewahren. die ausrede da glaubt dir doch kein mensch. ist ja peinlich, mannmann.
05.04.2013 20:43 Uhr
von Meja:
Was ist denn das für ein Quatsch? Eben noch war ich fasziniert von einem nordkoreanischen Propagandafilm, dann isses keiner, sondern nur ein vages Gedankenexperiment, was mein Gedankengut mit dem von Stalin gleichstellt.
Diese 10 Minuten hätte ich auch besser nutzen können. Für eine Zeitung, mit der ich prinzipiell oft übereinstimme, lässt manchmal die journalistische Qualität echt zu wünschen übrig.
05.04.2013 20:42 Uhr
von ck.:
Mann, Mann, Deniz Yücel, Du nimmst die Wahrheit so wenig wahr wie die Nordkoreaner. Machen wir´s kurz: Du bist einem Fake aufgesessen. Spar Dir doch bitte Dein Rumgeeier.
Zu einer anständigen Recherche hätte nicht nur Googeln gehört. Einfach mal Leute fragen, die eigene Nordkoreanische Erfahrungen gemacht haben, die dort waren. Schade, das hier ist für die taz kein Ruhmesblatt.
Nein, Deniz Yücel, das was Du unter Journalismus verstehst, passt vielleicht in die BILD. Aber bitte nicht in meine taz!
05.04.2013 20:06 Uhr
von teekay:
Eigentlich haette ich mir das Lesen sparen koennen: Wer in Beitraegen Links zu 'AchGut' setzt hat meinen Respekt und meine zukuenftige Aufmerksamkeit sowieso gleich verloren.
05.04.2013 19:50 Uhr
von Glucke:
Gibt es noch kein Esowatch Beitrag zum Fake Video? Ach ne das heißt nun ja anders.
05.04.2013 19:38 Uhr
von BildBlog:
Ein Propagandaartikel zeigt, wie Deniz Yücel die Welt sieht. Das Ergebnis: Ungefähr so, wie viele Rechte in aller Welt auch. Herr Augstein, übernehmen Sie seine Kolumne! MuHaHaHa...
05.04.2013 19:35 Uhr
von thomala:
Schon blöd daß das gar kein Nord-koreanischer Film ist, sondern von einem Neuseeländer stammt!
05.04.2013 19:10 Uhr
von @El Moro:
Wer hat denn gesagt, dass Umkehrschlüsse erlaubt sind? Immer muss einer seine Fragen stellen? But aren´t we allowed to ask questions?
05.04.2013 18:15 Uhr
von andre:
Herzlichen Glueckwunsch, 10 Sekunden Kommentare lesen haetten gezeigt, dass es sich um einen Fake handelt: http://www.youtube.com/watch?v=SVwPs-3nlYc
Investigativer Journalismus at its best.
05.04.2013 17:39 Uhr
von Etone:
Ich verstehe nicht ganz, warum man Pseudofakten beiziehen muss, wenn man eine Linkenbeschimpfung schreiben möchte. Für ein Deniz voller Lügen reicht doch die enorme fiktive Kraft von Herrn Yücel.
05.04.2013 17:26 Uhr
von Hundelunge:
Anhand dieses und vieler anderer Artiel von Herrn Yücel (schlechter Journalismus, gepaart mit sozialer Ignoranz) wäre ich dafür, ihn zu boycottieren. Ich hoffe jedesmal, dass er seine Texte vollständig ironisch meint...
05.04.2013 17:19 Uhr
von El Moro:
@RedHead: "Leute, die mehr wissen" - meinst du damit Leute wie dich ? :) Zu lustig... Du solltest weiter Verständnis für Unwissen haben, damit du dich ertragen kannst.
Ich liebe Leute, die mehr wissen als ich: ich habe früher meine Lehrer geliebt, und danach meine Professoren. Leute aber, die nur den Mainstream-Brei nachlabern,nach dem Motto: "es geht mir hier gut, also ist es das beste System und alles ist gut" sind mir zuwider!
Leute wie du, die nur oberflächlich auf Länder wie Iran, Nordkorea oder Kuba schauen und mit verächtlicher Überheblichkeit die autoritären Strukturen in diesen Ländern kommentieren, ohne darüber nachzudenken, dass diese Staaten und alle anderen Staaten dieser Erde gar keine andere Wahl haben, wenn sie denn einen anderen Weg als den vom Westen vorgegebenen gehen wollen.
Du kannst die Presse nicht völlig privat lassen, weil sie sonst von den Springers, Murdochs und Co. aufgekauft und das Volk gegen dich aufgewiegelt oder mit sonstiger Propaganda verdummt wird (Personen wie du sind das beste Beispiel). Genauso ist es mit der Wirtschaft und der Parteienbildung. In einer Welt, in der das meiste Kapital in den Händen von einigen wenigen Ländern ist, ist eine Öffnung deiner Märkte, deiner politischen Strukturen und deiner Presse eine Kapitulation vor eben diesen Ländern. Und wenn man dann noch ein wenig historisch an die Sache rangeht, versteht man auch, warum diese Länder gerade vor dem Westen nicht kapitulieren wollen.
Im Übrigen ist der einzige Vorteil, den wir hier im Westen haben ein Arbeitsmarkt, der uns unabhängig von unserer Qualifikation Beschäftigung anbietet - obwohl uns auch da klar sein muss, dass dieser Umstand nicht unabhängig von der Ausbeutung der Welt der letzten paar hundert Jahre durch die Europäer ist.
Was unser demokratisches Mitspracherecht angeht, so ist das nur Opium für das Volk, denn niemand fragt uns, wenn unsere Steuergelder in Banken gesteckt wird, die uns, dem kleinen Mann vom Volke, völlig egal sind; uns fragt niemand, wenn es darum geht, Waffen an die Israelis zu verschenken oder den Saudis zu verkaufen; uns fragt niemand, wenn es darum geht, unsere Steuergelder in sinnlose Kriege wie den in Afghanistan zu stecken...etc, etc....
Uns geht es besser als den Nordkoreanern, weil wir Arbeit haben, die vernünftig bezahlt wird - und das haben wir den Genoziden auf den amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinenten, sowie der Sklaverei und dem Kolonialismus zu verdanken.
Das ist Basiswissen - wenn du nicht mal das einsehen kannst, weiss ich nicht, was ich von dir lernen könnte, oder von Deniz...
05.04.2013 17:16 Uhr
von Mein Name:
Ein Türke als Zionistenfreund? Ich wundere mich jedes Mal, wenn ich die Pro-Israel-Propaganga von Yüxel lese.
05.04.2013 17:04 Uhr
von Hannes Richter:
Schon allein für diesen Satz muss man Lukas Heinser lieb haben: "Womöglich hat es Deniz Yücel von der "taz" auch nicht gefallen, dass wir ihn in einem einzigen Satz schon mit Wagner, Martenstein und Henryk M. Broder verglichen haben. Andererseits hat sich Yücel seinen Platz in der Ruhmeshalle der meinungsstarken, aber faktenschwachen Lautsprecher redlich verdient. "
Dass er dann auch noch zeigt, wie der tumbe Draufhauer einem schönen Fake auf dem Leim geht. Köstlich. Danke, Bildblog.
05.04.2013 17:00 Uhr
von Hannes Richter^:
Ertappt, würde ich eher sagen, Deniz.
05.04.2013 16:56 Uhr
von P.Haller:
@alex Verachtung, Ekel, Würgen, Kotzen.... Könnten alles Buchtitel von Stieg Larsson sein, das wars dann aber auch schon ! Ich würde mal in aller Ruhe ein Bierchen trinken !! Dann geht's evtl. wieder.
05.04.2013 16:55 Uhr
von babel99:
Wirklich traurig ist eigentlich, das niemand sich die 3 Minuten Zeit nimmt die für eine Google-Suche nötig sind. Dann würde er nämlich rausfinden das der zitierte Film ein Mockumentary (ein Fake) eines Neuseeländischen Regisseurs ist:
http://www.youtube.com/watch?v=SVwPs-3nlYc
Der einzige der darauf aufmerksam geworden ist war bisher Jan, in seinen Kommentar von 14:27. (Der andere Dokumentarfilm den er zitiert ist übrigens auch ein Fake: http://www.reuters.com/article/2010/06/03/us-film-juche-idUSTRE65200M20100603 )
Also ist der Artikel selber nur ein Beispiel von Propaganda, oder vielleicht auch nur von schlechten Journalismus, was oft aufs gleiche hinausläuft.
05.04.2013 16:48 Uhr
von Deniz:
Bild? Bildblog? Alles Propaganda!
05.04.2013 16:47 Uhr
von Kim:
Ich lach mich schlapp: http://www.bildblog.de/48096/das-kommt-ihm-nordkoreanisch-vor
05.04.2013 16:46 Uhr
von hennes:
Leute, beruhigt euch mal. Das video ist ein fake.das meiste was dort gezeigt wird würde der durchschnittliche nordkoreaner sowieso nicht verstehen. http://www.bildblog.de/48096/das-kommt-ihm-nordkoreanisch-vor/
05.04.2013 16:45 Uhr
von Marvin M. Ehrkorn:
Das Video könnte auch aus der Truther-Szene stammen. Es sind einige gute Ansätze vorhanden, die garnicht so falsch sind. Aber diese werden dann mit fiktiven "Fakten" geschmückt und zur Verschwörungstheorie ausgebaut.
Gerade sowas wie: - Konsumterror - Globalisierung und Ausbeutung - Krieg gegen den Terror - religiöser Fanatismus (auch Christlich) - Die Macht der Konzerne und Banken
sind Themen die in unserer Gesellschaft zum Diskurs gestellt werden sollten.
Die Antwort darauf ist kein kommunistischer Staat und keine totalitäre Diktatur. Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur hat Fehler und ist nicht perfekt. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten dass dies besser wird.
05.04.2013 16:44 Uhr
von Statistiker:
Bisher dachte ich immer: Dumm, dümmer, Söder..... Seit heute denke ich dumm, dümmer, Yücel..... Spwas von gehirnamputiert kann ein normaler Mensch nicht sein......
05.04.2013 16:37 Uhr
von so amused:
Nur um die Grundlage dieses Artikels, das "nordkoreanische Propagandavideo", nochmal zu beleuchten hier eine interessante Information:
Gehört eine vernünftige Quellenprüfung eigentlich nicht mehr zur journalistischen Ausbildung oder fällt sie dem, auch dem Internet geschuldeten, Zwang zum Opfer in der schnelllebigen Nachrichtenwelt immer der erste sein zu wollen/müssen?
05.04.2013 16:35 Uhr
von @@@alex:
Ganz ehrlich: Ihrer Formulierung war keineswegs zu entnehmen, dass Sie an einer ernsthaften Debatte interessiert sind. Hereingelegt haben da wohl Sie sich selbst.
Abgesehen davon trieft Ihre Antwort, was mich allerdings überhaupt nicht wundert, vor pauschalen Verunglimpfungen, Halbwahrheiten und Beschimpfungen. Dass ich Ihnen mit meiner zugegebenermaßen etwa augenzwinkernden Reaktion nicht auch noch eine Steilvorlage geben wollte, weiteren Unsinn von sich zu geben, gebe ich gerne zu. Unabhängig des Zustandes der deutschen "Linken", gehört eine gute Portion Antiimperialismus meiner Meinung nach im Jahr 2013 zur Denke einfach dazu.
Dass sich im 21. Jahrhundert Länder wie Frankreich noch Staaten wie Kolonien halten, ein blutiger Bürgerkrieg in Syrien angezettelt wird, nur um den Iran zu schwächen und die Rüstungsexporte anzukurbeln, das ekelt MICH an. Das hat nichts mit Diktatorenverehrung zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Dass es in der Linken zahlreiche bonierte Betonköpfe gibt, ist nichts Neues und ein Problem, dem man ber nicht mit bloßer Linksistscheisse-Mentalität beikommt, ebenso wenig, und damit beziehe ich mich auf den Autoren, mit dümmlichen Kommentaren.
Vor allem weiss ich bei Herrn Yücel nicht, wo er eigentlich hinwill, seine Fußballkolumnen waren ja ganz witzig, aber mittlerweile kloppt Yücel einfach auf alles was sich bewegt, zur Not auch wie Sie, nur rhetorisch deutlich geschickter, auf die gesamte deutsche Linke. Klar, dass erfüllt rechte Kommentatoren hier mit Häme und sie jubeln ihm zu, nur, ist das die Absicht vom Deniz gewesen?
Die Entwicklung der Taz wurde ja von anderen Kommentatoren hier schon ganz gut aufgezeigt, ich glaube auch nicht, dass sich hier die meisten Kritiker des Artikels persönlich beleidigt fühlen, wie das immer wieder unterstellt wird, nur kann ich viele User verstehen, die vor 20 Jahren bereits Taz gelesen haben und hier nur noch dümmliches Geschwafel im Pi-News Stil sehen und darüber zu Recht irritiert sind.
05.04.2013 16:22 Uhr
von Linksverblendeter:
Mensch, Deniz Yücel, passen Sie bloß gut auf, denn auch die taz wird von GenossInnen vertrieben. Vielleicht sitzt eine/r gar in der Ortsgruppe Hildesheim. Merke, wer im Glashaus ...
05.04.2013 15:48 Uhr
von alex:
@ @alex wenn sie eine frage stellen, die sie sich gleich selbst beantworten, wundere ich mich über die notwendigkeit diese frage öffentlich zu stellen. sie intendieren eine antworten und finden diese dann auch noch schade? da haben sie sich wohl selbst herein gelegt. vielleicht wäre es besser gewesen meine antwort abzuwarten :)
meine verachtung für die "genossen_innen" der "anti-imperalistischen" internationale rührt aus ihrem dogmatischen phlegma heraus. ihre unfähigkeit anzuerkennen, dass analoges denken im jahr 2013 nicht sonderlich hilfeich ist. sie ekeln mich auf grund ihrer verehrung für die diktatoren und autoritären führer dieser welt an. ihre verkennung des islams als antikapitalistische bewegung macht mich würgen. ihr anti-individualismus, ihre sehnsucht nach dem großen kollektiv und ihr millitanter antiintellektualismus kotzt mich an. sie schwafeln von emanzipation und verorten ihn in der scharia, in der faschistischen hamas und in solch absurden sonnenkönigen wie chavez und dem feisten frettchen aus nordkorea. -- ich hoffe, dass reicht ihnen.
05.04.2013 15:30 Uhr
von RedHead:
@El Moro: Unwissen ist etwas, wofür ich Verständnis habe, deine Feindseligkeit gegenüber Leuten die mehr wissen allerdings nicht.
05.04.2013 15:15 Uhr
von Jüppchen:
Die hier versammelte linke Humor- und Espritlosigkeit rechtfertigt nachträglich den Yücelschen Artikel, zeigt er doch die Renovierungsbedürftigkeit unserer (erb)ärmlich gewordenen Linken überdeutlich. 45 Jahreselbstgefällige Deutungshoheit über Gutmenschendenken machen eben einen breiten Ar$ch..
Bravo, Deniz Yücel - Sie haben der TAZ einen großen Dienst erwiesen - weiter so.
05.04.2013 14:56 Uhr
von @alex:
Können Sie mir erklären, warum "Anti-Imp" per se Geschmeiß sein sollen, und vor allem, und das ist viel wichtiger, warum es schlecht ist, antiimperialistisch zu sein? Können Sie nicht? Ach, sie wollten nur mal ein bisschen ihrem Ärger Luft lassen? Okay, alles klar, schade eigentlich!
05.04.2013 14:48 Uhr
von El Moro:
@RedHead: erstens hat nach deinem "Expertenrat" niemand gefragt, und zweitens ist dieser Rat darüber hinaus noch völlig substanzlos, wie alles was du hier postest, by the way....dein "Expertenrat" ist kein Griff ins Klo, sondern das Plumpsklo selbst...
05.04.2013 14:41 Uhr
von henriette_1:
Deniz, ich sehe, dass mein Geld bei der TAZ gut angelegt ist! Danke
05.04.2013 14:27 Uhr
von Jan:
Liebe taz,
recherchiert doch bitte mal ordentlich. Es ist die Strategie Nordkoreas seinen Bürgern (oder besser gesagt Staatsinsassen) das Ausland als noch ärmer als Nordkorea selbst darzustellen. Das sieht dann so aus: http://www.liveleak.com/view?i=3a8_1362925707
Möglich ist so ein völliges Zerrbild nur durch die vollkommende Isolierung des Landes. Bei dem Film "Propaganda" handelt es sich um das Werk neuseeländischer Filmemacher: http://www.stuff.co.nz/the-press/news/8325219/Shunned-as-North-Korean-spy
Der Vorwurf, im Westen würden alle nur an Shopping denken, würde bei Nordkoreanern wohl eher (zurecht) Neidgefühle auslösen.
05.04.2013 14:23 Uhr
von W.C.:
Ich fand den Artikel schon sehr unterhaltsam, weil er recht treffsicher auf das hinweist, was sich hier, mein Amüsement ins Unendliche steigernd, in den Kommentaren fortsetzt, nämlich die undifferenzierte, ideologische Propaganda "der Linken". Das hat Herr Yücel, so wie ich seinen Text verstehe, sehr gut auf den Punkt gebracht.
Dieses dramatisch flache, indifferente Bild, die extremen Vereinfachungen von komplexen Zusammenhängen, eine Weltsicht, die kaum bis keine Zwischentöne kennt, zeigt sich sowohl in dem Propagandafilm, als auch - sehr exemplarisch - hier im Kommentarbereich. Anstatt darüber NACHZUDENKEN was mit der Kritik von Yücel gemeint sein könnte, zeigen die meisten Kommentator(inn)en, dass sie weder verstanden (oder darüber nachgedacht) haben, was der Artikel sagen möchte, noch das sie Humor besitzen oder (ernsthafte) Selbstreflexion betreiben.
Es ist genau diese Indifferenz und z.T. wirkliche Denkfaulheit, die mir einerseits auf den Geist geht, mich aber auch sehr amüsiert, letztlich aber "der linken Sache" zuwider läuft, denn mit SOLCHEN "Linken" ist eben auch kein Staat zu machen.
Meistens nervt mich die taz, manchmal bin ich aber wirklich positiv überrascht und zwar nicht, wegen dem "linken bashing", sondern wegen der Selbstkritik und (humorvollen) Anregungen zum Nachdenken, auch wenn diese von der "linken" Leserschaft leider zu selten genutzt wird.
05.04.2013 14:16 Uhr
von alex:
Und da schäumen und kläffen sie, die Links-Identitären :)
Es gibt nichts in dem Text, was auch nur ansatzweise anstößig wäre. Und dass Yücels Ironie diesem Anti-Imp-Geschmeiß und diversen antisemitischen Ideologie-opfern richtig weh tut, kann mich nur freuen. Über den Phantom-Schmerzen labern sie im Ton eines Karl-Eduard von S. im "schwarzen Kanal" von westlicher Propaganda, freien Ländern wie Venezuela, Cuba und Iran und entblöden sich, mit einer Tasse fair-gehandelten Kaffee und einer selbgerollten "indian spirit" über die Verwerflichkeit des Westens zu philosophieren.
Natürlich ist Hessel mit seinem Heftchen "Empört Euch" ein alberner Schwätzer. Schlimm, dass das im links-völkischen Mainstream noch niemand gemerkt hat. Und dass die üblichen Antisemiten und Antiliberalen hier ihren üblichen Blödsinn posten verwundert niemanden. Schließlich sind wir bei der Taz, dem Kampfblatt von S. Knaul, wo man gern auch mal das Wort Genosse in den Mund nimmt (spuck).
Ich kann nur sagen: Deniz bleib dran, denn auch die linken Ideologie-Opfer haben es verdient geliebt und mit der Aufklärung konfrontiert zu werden. Kritik ist das einzige Mittel was hilft - Bleib dran - Meine Solidarität hast du.
05.04.2013 13:58 Uhr
von RedHead:
@El Moro: Das ist keine Kontraposition, sondern Non sequitur.
Dein Versuch, Aussagenlogik anzuwenden ist lobenswert, aber mein Expertenrat dazu ist: du solltest das noch etwas üben. Dein erster Versuch war ein Griff ins Klo, metaphorisch gesprochen.
05.04.2013 13:58 Uhr
von Dr. No:
Hallo liebe taz,
hat eigentlich für euch mal ein gewisser Christian Semler geschrieben? Ja? Gestorben ist der? Schade. Und jetzt schreibt Deniz Yücel für euch. Das ist nicht Schade. Das ist eine Schande.
05.04.2013 13:49 Uhr
von tageslicht:
Glückwunsch, Herr Yücel. Zustimmung bekommen Sie von jemandem, der bereitwillig Pim Fortuyn zitiert, was für Sie vermutlich nicht mal ein Problem ist. Fein gemacht. Und jetzt gehen SIe doch bitte wieder auf der Kreuzung spielen ja?
05.04.2013 13:44 Uhr
von Ulli Müller:
Wo ist die TAZ geblieben, die angetreten war um auch ein wenig Gegenöffentlichkeit in einer staatstragenden Medienlandschaft zu sein. Wo ist die TAZ geblieben, für die ich in den 80gern den Verkäufer machte, weil sie anders berichtete als die versammelte Restjournalie.
Heute ist sie dabei, (schade ums Papier[die Bäume]) staatstragend, bürgerlich, antilinks, antidemokratisch. Nur ein bisschen mehr für den Schutz der Eisbären als die anderen.
05.04.2013 13:34 Uhr
von tageslicht:
@kfmn: "Offenbar ist die rechtsgerichtete zionistische Krawallschachtel Yücel jetzt gänzlich dem Broderline-Syndrom verfallen."
Mein persönliches Zitat des Tages!
05.04.2013 13:21 Uhr
von (Noch-)Abonnent:
Das einzige, was ich mich bei Texten von Deniz Yüzel frage, ist: Warum holt Springer nicht diesen Mann? Der ist H.M.Broder, F.J. Wagner und H.Zippert (Seite-1-Kasper der "Welt") in einem.
Springer könnte gleich drei seiner "alten Säcke" loswerden. Und wir taz-Leser wären Yüzel endlich los. Friede, bitte, erbarme dich!
05.04.2013 13:20 Uhr
von El Moro:
Im Umkehrschluss bedeutet dieser Artikel also: - Nordkorea ist böse und verdient einen Angriffskrieg; - Israel ist friedliebend; - die linksdenkenden Mitbürger sind alle Spinner, und Stéphane Hessel sowieso; - wir werden nicht von der Elite eingelullt und unsere Nahrung ist supergesund; - 68 war natürlich scheisse und wir leben in einer wahren Demokratie wo wir alle ein echtes Mitspracherecht haben !
Deniz, für diesen Artikel werden dir die Reichen und Mächtigen dieser Welt auf ewig dankbar sein. Du bist ein braves Schaf der Herde...folge nur weiter dem Hirten mit den 50 Sternen auf der Fahne.
Wenn du willst, dass die Springers und Netanjahus dieser Welt dir ihre Tochter anbieten, fehlt nur noch ein Artikel über die bösen Ausländer oder einer über die noch übleren Palästinenser, wahlweise auch über die blutrünstigen Iraner...
05.04.2013 13:17 Uhr
von El Moro:
Im Umkehrschluss bedeutet dieser Artikel also: - Nordkorea ist böse und verdient einen Angriffskrieg; - Israel ist friedliebend; - die linksdenkenden Mitbürger sind alle Spinner, und Stéphane Hessel sowieso; - wir werden nicht von der Elite eingelullt und unsere Nahrung ist supergesund; - 68 war natürlich scheisse und wir leben in einer wahren Demokratie wo wir alle ein echtes Mitspracherecht haben!
Deniz, für diesen Artikel werden dir die Reichen und Mächtigen dieser Welt auf ewig dankbar sein. Du bist ein braves Schaf der Herde... folge nur weiter dem Hirten mit den 50 Sternen auf der Fahne.
Wenn du willst, dass die Springers und Netanjahus dieser Welt dir ihre Tochter anbieten, fehlt nur noch ein Artikel über die bösen Ausländer oder einer über die noch übleren Palästinenser, wahlweise auch über die blutrünstigen Iraner...
05.04.2013 13:13 Uhr
von tommy:
Yücel macht es sich aber irgendwie auch zu einfach - er sucht sich immer irgendwelche abwegigen Extremmeinungen raus, die er dann verspottet (in dem Sinne ist der Vergleich zu Broder, den andere gezogen haben, durchaus angebracht). Das ist durchaus amüsant, bringt aber auf Dauer auch keinen Erkenntnisgewinn.
Und irgendwie ist es auch ein bißchen billig, denn diese bloße Anti-Haltung ist natürlich intellektuell weniger anstrengend als sich mal zu ein fundierten Darlegung der eigenen Position (bei der dann vielleicht auch nicht alles so schwarz-weiß wäre) durchzuringen.
Was Nordkorea angeht: Das zeigt wie gefährlich Konsumkritik sein kann. Mich würde nicht wundern, wenn z.B. viele Veganer die nordkoreanische Ernährungslage (wo die Menschen teilweise nur von Wurzeln und Kräutern leben müssen) insgeheim als Endziel haben.
05.04.2013 12:55 Uhr
von Gänschen:
Deniz Yücel, shala-lala-la! Deniz Yücel, shala-lala-la! Deniz Yücel, shala-lala-la! Deniz Yücel, du bist der beste Mann!
Ich wundere mich nur, dass du das immer noch bei der taz sein darfst. Entweder wandelst du hart an der Grenze zur Kündigung. Oder ich muss meine - nicht sehr positive - Meinung gründlich revidieren.
05.04.2013 12:54 Uhr
von Ernesto:
Ich hatte bisher noch keine Meinung über Nordkorea. Dieser Artikel hat mir gezeigt, dass wir schon wieder auf der falschen Seite sind. Unsere Regierungen in der EU und unsere Medien hier sind schon wieder auf der falschen Seite. Es gibt absolut nichts in den Videos, was falsch wäre!!! Alles richtig.
Ich bin ab heute vollkommen Nordkoreaner. Wir sind bestimmt ganz viele, die still sind, aber absolut solidarisch mit Nordkorea (aber auch Kuba, Venezuela, Palästina und Iran). Wir sind still, nicht weil wir feige sind, sondern weil wir wissen, dass uns in unserer "Demokratie" alles genommen wird (Job, Wohnung, guter Ruf), wenn wir lautstark sagen, dass wir antiamerikanisch/antiisraelisch oder antikapitalistisch sind.
Ganz ehrlich und Hand aufs Herz: wenn Deniz Yücel einen Artikel gegen die westliche Politik und gegen die westlichen Medien, oder einfach nur für die Souveranität von Nordkorea oder Iran geschrieben hätte, wäre er jetzt schon seinen Job los...das wissen wir alle. Aber lasst uns ruhig weiter heucheln, sonst schmeckt uns unser Konsum nicht mehr...
05.04.2013 12:52 Uhr
von kMfN:
Offenbar ist die rechtsgerichtete zionistische Krawallschachtel Yücel jetzt gänzlich dem Broderline-Syndrom verfallen.
Anstatt sich in beifallheischendem, selbstverliebtem Spott zu ergehen, sollten Sie doch besser einmal Ihre Feigheit überwinden und Ihre eigene Meinung zu den angesprochenen Themen darlegen. Oder ist durch Ihre rosarote Brille die Welt vollkommen in Ordnung, und wer anderes behauptet, muss ein Propagandist und Verschwörungstheoretiker sein?
05.04.2013 12:48 Uhr
von DearLeader:
Herr Yücel, ich habe noch keinen sinnvollen Artikel von Ihnen in dieser Zeitung/taz.de lesen können. Bitte suchenh Sie sich ein neues Blatt wie etwa die Bild-"Zeitung".
05.04.2013 12:44 Uhr
von Konrad:
Wow, Herr Yücel,
Sie können ja doch noch über etwas anderes als Hitler schreiben. Und dann auch noch Kritik an Linken-Verschwörungstheorien... Chapeau! Ich sehe Sie jetzt grundsätzlich in einem anderen Licht.
Wenn man nach den Kommentaren hier geht, hat die Linke in Deutschland ein Antisemitismusproblem. Seltsam, das mir dieses nur in den Medien begegnet, nicht aber bei den ganzen Linken, mit denen ich mich alltäglich als Linker so gerne zum Banden bilden treffe.
Kritik an der israelischen Besatzungspolitik und der politischen Führung Israels, aber Ablehnung auch der Gewalt der Palästinenser - das ist bei den meisten Linken Konsens. Dagegen kann man eigentlich wenig haben. Man muss hier so haarspalterisch sein, antiisraelische Aussagen von antisemitischen zu trennen - denn dass die Besatzung Palästinas ein toleriertes Unrecht darstellt, steht außer Frage!
05.04.2013 12:29 Uhr
von Robert Defcon:
Lustig - stalinistische Propaganda als Folie für heimisches Linkenbashing. Das ist in etwa so schlüssig wie ein Vergleich zwischen Hitler und Ramsauer, weil beide Autobahnen bauen.
Liebe taz, merkst du eigentlich was? Artikel wie dieser sind früher in der BILD erschienen und waren ein Grund für die Gründung der taz. Leute, ihr seid echt peinlich.
05.04.2013 12:28 Uhr
von vergesst mal die autoren:
... ich finde ehrlich gesagt an der ersten viertelstunde (= teil 1) weniger auszusetzen als an vielen produktionen unseres bldungsfernsehens. Und deniz ist wohl für imperialismus, oder wovon distanziert er sich?
05.04.2013 12:26 Uhr
von end.the.occupation:
>> die Gründung des Staates Israel geschildert wird, ein „bösartiges wie unnötiges“ Unterfangen, das die britischen Imperialisten gemeinsam mit den „Rothschild-Zionisten“ ausgeheckt haben, um die arabische Bevölkerung zu kolonialisieren
Zutreffend, abgesehen von der fragwürdigen Vereinnahmung des Zionismus durch die Rothschilds, dem antideutschen Standardverfahren um die Realität hinter einer Antisemitismus-Nebelwand zum verschwinden zu bringen.
Wenn der Linken etwas vorzuwerfen ist, dann das sie A. nicht mehr existiert und B. Kreaturen wie diesen Trash-Journalisten vorgebracht hat.
05.04.2013 12:21 Uhr
von Paul:
Unsinn!
05.04.2013 12:20 Uhr
von bikeforfun:
Und was soll uns dieser Beitrag jetzt sagen? Wo ist der informative Mehrwert? Was die Kernaussage? Das Filmchen kannte ich schon. So?
05.04.2013 12:04 Uhr
von RedHead:
@Kritiker_in: Sind Anti-imps mittlerweile eine Minderheit unter linken? Das wäre ja erfreulich, deckt sich aber überhaupt nicht mit meiner Wahrnehmung.
05.04.2013 11:57 Uhr
von reblek:
Nun ja, selbst ein Papst hat schon einmal Dinge ausgesprochen, die stimmen, weshalb sollte es den Hornochsen in Nordkorea nicht möglich sein, so zu tun, als meinten sie das, was da in den Filmen zu sehen ist, ernst? Zur Diskreditierung von irgendwem im Westen ist das allerdings wenig bis nicht geeignet, wenn es um eine ernsthafte Auseinandersetzung gehen soll.
Apropos "Anhänger der Juche-Ideologie". Ich vermute mal, es ist eine "Juchhe-Ideologie" gemeint.
05.04.2013 11:56 Uhr
von tommy:
Was mich mal interessieren würde: Wofür steht Yücel politisch? Bei seinen Artikeln bekommt man den Eindruck, dass er vorwiegend anti- ist: antideutsch, anti-deutscheLinke, antinational, wahrscheinlich auch irgendwie antireligiös (und wohl sogar anti-Islam, auch wenn das viele der Leute, die ihm Hassmails schicken, irgendwie nicht verstehen).
Aber hat er auch irgendwie konstruktive Ideen oder gefällt er sich nur in der Rolle des ätzenden Kritikers?
Was Nordkorea angeht: Das zeigt, wie tendenziell totalitär Konsumkritik sein kann (und ich bin wahrlich selbst kein Freund übermäßigen Konsums). All den Konsumkritikern, Veganern etc. sollte man mal Dokus über nordkoreanische Lager zeigen, damit sie sehen, was der logische Endpunkt ihrer Verzichtsideologie ist. Wobei manchen der radikaleren Veggies die Ernährungssituation in Nordkorea wahrscheinlich sogar gar nicht so schlecht vorkommt.
05.04.2013 11:51 Uhr
von Dj_JEM:
Viele Grüsse an ihre Antalntikbrückler Freunde, Herr Deniz Yücel und ich hoffe sie werden dafür gut bezahlt ;)
05.04.2013 11:49 Uhr
von Hans:
@Fritz: Ich weiß ja nicht, was Sie für ein Bild der "deutschen Linken" haben oder welche Sie kennen, doch möchte ich ihrem Eindruck widersprechen. Es mag Ideologien in der politischen Linken in Deutschland geben, doch würde ich dies als Mindermeinung ansehen.
Die meisten "Linken", die ich kenne, wie auch ich lehnen weder die Demokratie, noch die Konsumgesellschaft ab. Sie hinterfragen vielleicht Letztere häufiger, doch kaufen am Ende doch bei Amazon.
Und was ist verkehrt daran, wenn kritisiert wird, dass die demokratisch gewählten Vertreter sich gegen die Mehrheitsmeinung des Souverän wenden (wobei man auch zugestehen muss, dass bei der Wahl trotzdem wieder jedeR Vierte die CDU wählt). Nur weil es verquaste koreanische Propaganda ist, muss sie nicht völlig der Wahrheit entbehren.
Aber es ist durchaus interessant zu sehen, wie die Filme die Forderungen der politischen Linken des "Westens" aufgreifen und einbinden.
Mich würde aber wirklich mal interessieren, ob der Film authentisch ist, oder ein Fake um den Nordkoreanern verquaste Propaganda zu unterstellen. Es passt nämlich nicht zum sonstigen Stile dieser politischen Führung. Sieht mehr aus wie eine Doku von Politkritikern aus dem Westen für die Kommunisten gemacht.
05.04.2013 11:44 Uhr
von Teermaschine:
Es sind die inzwischen leider raren Momente, in denen der anatole Kanalarbeiter Yücel den Polit-Esoterikern um D. Bax den Griffel aus den Fingern stibitzt und ohne Scheuklappen durch die Kloake watet, die die taz immer noch lesenswert macht.
05.04.2013 11:35 Uhr
von BalastPalast:
@Fritz: "Die Taz beschreibt unbewusst und über ein nordkoreanisches Propagandavideo [] die Denk- und Weltsicht der deutschen Linken."
Wieso unbewusst? Stand doch genauso im Text. Wenn du davon ausgehts, dass andere Menschen gerade eben gelesenes für eigene Gedanken halten, ebenso wie du, ist es kein Wunder, dass sie dir wie marionettierte Spinner vorkommen.
05.04.2013 11:31 Uhr
von Kritiker_in :
Also, dass das der Blick der meisten Linken in Deutschland sein soll , will ich mal bezweifeln. Dann hat man wohl noch nie sich mit der linken szene auseinander gesetzt wenn man so einen bescheuerten Vergleich zieht ... Das ist vllt. der Blick von irgendwelchen Anti-imps aber mehr auch nicht.
05.04.2013 11:30 Uhr
von kleiner Spinner:
Ja, und? Wenn ich etwas über den Irrsinn (m)einer Gruppe oder Gesellschaft lernen möchte, hole ich meine Informationen bei ihrem Gegner und ziehe davon deren eigenen Irrsinn ab. Was dann übrig bleibt, ist oft recht erhellend.
05.04.2013 11:23 Uhr
von RedHead:
Klingt nach dem, was ich Bauchgefühl-Linke oder auch Emo-Linke nenne. Die sind durchaus ein Problem, denn sie tragen gut dazu bei, dass die Linke wirkungslos bleibt. Andererseits ist das angesichts der antisemitischen Auswüchse vielleicht auch gar nicht so schlecht. Besser wäre natürlich, wenn Nachdenken zum neuen Trend in der Linken wird.
Ich denke aber, Nordkorea hat schwerwiegendere Probleme als eine schlechte Analyse über den Kapitalismus, die sich Verschwörungstheoretischer Elemente bedienen muss, um die Lücken in der Ideologie zu kitten und zwar ihre Selbstwahrnehmung. Kapitalismus ist zu kritisieren und konsequenterweise auch irgendwann abzuschaffen, aber dann ist es durch etwas besseres zu ersetzen, die Nordkoreanische Militärdiktatur betreibt allerdings das Gegenteil.
Bei der Abwägung zwischen bürgerlichem Staat und einer Militärdiktatur ist der bürgerliche Staat das geringere Übel. Dass die Militärdiktatur es schafft, sich von ihrer Bedrohung durch die westliche Welt zu befreien und sich dann plötzlich zu einer befreiten Gesellschaft wandelt ist komplett unrealistisch. Die einzige vernünftige Konsequenz daraus ist, das Projekt zu beenden und vorerst Frieden mit der westlichen Welt zu schließen, auch wenn das bedeutet, westlichen Kapitalismus die Tür zu öffnen.
05.04.2013 11:08 Uhr
von Waldemar Roth:
Es ist schon ein starkes Stück, wenn man Menschen die ein Land seit 3000 Jahren bewohnt haben nun plötzlich als Kolonisten zu beszeichnen. Auch wenn einige von ihnen zeitweise - unfreiwillig - in anderen Ländern gelebt haben.
Wenn man diese Logik mal anwendet, dann sind Türken in Deutschland aber erst recht Kolonisten. Und Deutsche sind auch Kolonisten in Deutschland und Koreaner sind dann auch Kolonisten in Korea. Jeder ist dann ein Kolonist und jeder ist Unterdrückter. So ein Schwachsinn.
Ich war heute joggen im bösen, kapitalistischen Japan. Ich sah lachende, tanzende, spielende Kinder. Menschen haben am Flussufer musiziert und unter den Sakurablüten Piknick gemacht. Auch wenn das Leben hier hart ist und nicht alles Gold ist was glänzt, aber man kann hier glücklich sein. Wie sieht es wohl gerade in Nordkorea aus und wie würde es in Europa aussehen, wenn die Betopnkommunisten gewonnen hätten? Arbeitslager und Haft für alle! So würde es aussehen! Nein Danke.
05.04.2013 11:06 Uhr
von Rarkh:
Was soll der Kommentar? Mir ist auch nach mehrmaligen Lesen nicht ganz klar was der Kommentar aufzeigen will. Soll er Linkes Denken mit der "Denke" der Nordkoreanischen Regierung vergleichen oder gar gleichsetzen? So oder so finde ich ihn unangebracht.
Nordkorea ist nicht geeignet um sich darüber lustig zu machen, noch ist die "Denke" der dortigen Machthaber auch nur ansatzweise vergleichbar mit einem freiheitlich geprägten Weltbild. Sicher gibt es in der Linke Szene sogar Stalinisten und Anhänger der Juche-Ideologie. Dies sind aber nichts anderes, als Faschisten mit rotem Anstrich.
Das, was mich oft bei Diskussionen und Beiträgen über Nordkorea unglaublich ärgert und auch traurig macht ist, dass es immer noch Menschen gibt, die dieses System belächeln. Meiner Meinung nach gibt es da nichts zu lächeln.
Bei geschätzten 200.000 in Konzentrationslagern inhaftierten und den seit 1994 an Hunger gestorbenen 2 Millionen Menschen ist eine Verniedlichung dieser Ideologie reiner Zynismus. Das gilt im Übrigen auch für den Vergleich mit Cuba oder dem Iran....
So ziemlich jedes unterdrücke Volk hat seine Lobby in der westlichen Welt. Ein Herr Clooney kämpft für den Sudan und der Herr Gere hat sogar eine Fundation für Tibet gegründet. Schade, Nordkorea schient nicht sympathisch genug zu sein, als dass sich irgendein Promi dafür einsetzen würde.
Ich würde jedem empfehlen sich erst mal über die Geschichte und Situation Nordkoreas zu informieren, BEVOR er einen Kommentar abgibt. Als guten Anfang empfehlen ich Shin Dong-hyuk's "Escape from Camp 14"
Bitte entschuldigen Sie meine Aufgebrachtheit, aber ich beschäftige mich schon sehr lange mit Nord-/Südkorea und gerade bei der derzeitigen Krise gehen mir solche unreflektierte bzw. naive Kommentare gegen den Strich.
05.04.2013 11:02 Uhr
von Christoph:
Wenn die ach so tolle Schreiberin auch noch erklären könnte was an den Filmen falsch ist?! Ansonsten nur ein weiteres Beispiel wie weit sich die TAZ mittlerweile von ihrem Ursprung entfernt hat, hätte man einen solchen Artikel doch früher eher bei Springer vermutet...
05.04.2013 10:49 Uhr
von Reaktionärer Sack:
Hätte nicht gedacht, dem Herrn oder dem Autorenkollektiv Yücel mal ein Lob aussprechen zu können. Der Artikel atmet Selbstironie, welchem der verbitterten "church-of-left"(Pim Fortuyn) sonst schmerzhaft fehlt.
Danke hierfür
Ihr reaktionärer mittelalter Sack und Achse-des-Gute Stammleser
05.04.2013 10:45 Uhr
von think about it!:
Also dieses Video gibt es schon seit Ewigkeiten und ist sicher nicht zum ersten Mal diskutiert worden. ch finde es trotzdem sehr interessant und man sollte jetzt nicht nur sagen, ihr bösen Nordkoreaner seid doch selber so voll Propaganda usw.
Ich meine, man sollte diesen Beitrag nutzen, um sich wieder einmal Gedanken zu machen, warum die Welt so ist, wie sie ist und was dran ist am modernen Sklaventum. Wir suchen uns immer Feindbilder (oder werden sie für uns ausgesucht..) und bilden dann das Fundament für unsere Meinung. Oft nur auf gefährlichem Halbwissen.
Ich möchte gern, dass sich jeder für sich mal dieses Youtube-Video anschaut, ich fand es wirklich hochinteressant und man kann ich gar nicht satt daran sehen: http://www.youtube.com/watch?v=l2ApFesIGdc viel Spaß
"-think about it, think-think about it!" (Flight of the Conchords- Think About it)
05.04.2013 10:45 Uhr
von mikeondoor:
nur weil ein psychopath etwas sagt, muss es nicht falsch sein. im gegenteil. z.B. hofnarren hatten in vielen kulturen die aufgaben, wahrheiten zu verkünden, die ein normalsterblicher nicht verlauten lassen durfte. 95% dieses video´s entsprechen m.e. der traurigen wahrheit.
der kleine, aber wesentliche unterschied ist der, dass in der gesteuerten kapitalistischen welt eben solche informationen (noch) gezeigt werden können, während für nordkorea pressefreiheit ein fremdwort ist. für ein land, welches weder internet noch reisefreiheit für seine hungernde bevölkerung erlaubt, sind solche filmchen- mögen sie auch noch so viel wahrheiten enthalten - doch offensichtlich nur ablenkungsmanöver oder sollen als alibifunktionen dienen, die eigene brutale und menschenverachtende politik der abschottung und aufrüstung zu rechtfertigen.
05.04.2013 10:40 Uhr
von Dani:
So was nennt man Trugschluss. Herr X aus K ist ein Depp (Diktator, Dieb, Düsseldorfer usw.), was beweist, dass These Y falsch sein muss, weil er sie auch vertritt...
So billige Pseudoargumente bin ich sonst nur von Antideutschen gewohnt. Irgendwie erinnert mich dieses (ja was denn? Glosse? Meinungsäußerung?) Geschreibsel an Leute, die ernsthaft behaupten, Veganer seine Antisemiten, weil Hitler auch Vegetarier gewesen sei. Was schon mindestens drei Trugschlüsse beinhaltet.
Wie wäre es mit einer erwachsenen Auseinandersetzung mit den durchaus vorhandenen Unzulänglichkeiten der "Linken"?
05.04.2013 10:38 Uhr
von Clara:
Weil auch Nordkorea behauptet das wir abgelenkt, eingelullt und ruhiggestellt werden soll das grundsätzlich falsch sein? Die USA sind doch tatsächlich für eine Vielzahl von Kriegen die seit 1945 geführt wurden verantwortlich, ihre Militärbasen umspannen nahezu die ganze Welt und es scheint so als ob sie nach wie vor die Weltherrschaft anstreben.
Das ist doch tatsächlich total daneben und wird nur weil auch Nordkorea dieses Vorgehen kritisiert nicht richtiger. Die nordkoreanische Schlussfolgerung aus die zum Teil berechtigte Kritik ist doch viel eher das Problem als die Kritik an sich, bis auf die Positionierung zu Israel, die ist m.E. komplett daneben.
Die nordkoreanische Führung nimmt sich das Recht heraus die Menschen umzuerziehen, was sie komplett auslässt ist das wir uns freiwillig vor dem Fernseher setzen, Fast Food essen und uns dem Konsum hingegeben, weil uns das Spaß macht, würde man der nordkoreanischen Bevölkerung diese Möglichkeit bieten, wäre das in Nordkorea nicht anders.
Die Menschen wollen nun mal ein unbeschwertes Leben in Wohlstand führen und sich von den Problemen der Welt ablenken, Nordkorea muss sehr viel Energie dafür aufbringen sie mittels Umerziehung davon abzubringen.
Würden die USA sich aus der Region um Nordkorea zurückziehen, würde Nordkorea sich aber doch jetzt gar nicht so aufführen. Wenn jemand Angst davor hat angegriffen zu werden dann kann man ihm die doch am besten nehmen indem man ihm versichert das er nicht angegriffen wird und das dann auch ehrlich meint. Wenn man stattdessen Bomber schickt, dann nährt man die Furcht und die damit einhergehenden unvernünftigen Reaktionen doch nur.
05.04.2013 10:37 Uhr
von Pippifax:
Stéphane Hessel in einem Atemzug mit "Internetspinnern" zu nennen ist eine Unverschämtheit!
05.04.2013 10:37 Uhr
von neubau:
@Fritz: Fritz, merkst du's? Ideologisch ist der Westen dabei, sich wieder in Richtung Absolutismus zu entwickeln, allerdings nicht mit dem König oder Kaiser an der Spitze, sondern der entpersonalisierten Form der Macht, die man den "Markt" nennt.
Die Gründung Israels als "Kolonialisierung der arabischen Welt" zu verstehen, mag vielleicht ideologisch fragwürdig sein. Der Westen hat aber eben auch nicht immer das Recht und die Wahrheit für sich gepachtet.
Wie geht man mit diesem postmodernen Dilemma um,das entsteht, wenn man bemerkt, dass ALLE Ideologien, auch die vermeintlich beste bekannte Gesellschafstform der parlamentarischen Demokratie, ungeeignet sind, menschliches Zusammenleben gerecht zu organisieren?
05.04.2013 10:36 Uhr
von Vita Orlando:
Dass die westliche Werbeindustrie Propaganda perfektioniert hat, ist ja wohl weder bestreitbar noch ein sonderlich großes Geheimnis. Dass Berichterstattung nur selten objektiv ist, und Bilder sehr geschickt ausgewählt werden, um die gewünschte Wertung durch den Betrachter zu erzielen, ebenso.
Jetzt zu behaupten, das stimme alles nicht, weil eine irrsinnige Diktatur auch darauf verweise, ergibt in etwa so viel Sinn wie zu bekräftigen, vegetarische Ernährung und Nicht-Rauchen müsse aufs Schärfste verurteilt werden, weil ein gewisser Adolf Hitler (aus Gesundheitsgründen) auf Fleisch verzichtete und den Tabakkonsum bekämpfte.
Wenn uns dieser Film irgend etwas lehrt, dann doch wohl, dass die koreanische Propaganda sich mit ihrem westlichen Äquivalent nach wie vor nicht messen kann, sondern sofort als das zu durchschauen ist, was sie darstellt - plumpe, ja schon unfreiwillig komische Manipulation.
05.04.2013 10:32 Uhr
von Horst:
Und mindestens "12.552 GenossInnen" unterstützen diese Denke mit ihrem Geld, wie ich hier täglich lesen muß. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die Abonnenten der `Neues Deutschland´ erst drauf sind.
05.04.2013 10:29 Uhr
von HP Remmler:
Mal wieder ein echter Broderle. Der Kampfauftrag lautete hier wohl "Bringe den Namen Augstein in einem Artikel über Nordkorea unter". Kein Wunder, dass dann so'n Scheiß dabei rauskommt. Das Ganze erinnert mich irgendwie an die Sache mit dem Seitenschneider, den BILD weiland dem Herrn Trittin angedichtet hat, frei nach dem Motto "irgendwas bleibt immer hängen".
Wie auch immer: Selbst als mählich ergrauter Mittfünfziger will ich doch festhalten, dass ich die Haare, an denen der groteske Bezug zu Augstein herbeigezogen ist, wirklich nicht haben möchte, die dürfen Sie gerne behalten.
05.04.2013 10:17 Uhr
von Sebastian:
Es ist interessant, wie nahtlos sich die Behauptungen, die ich (und viele andere wohl auch) durchaus als plausibel bezeichnen würde, mit unhaltbaren Populismen vermischen. Es ist ein Lehrstück dafür, wie das Informationszeitalter immer mehr zu einem Desinformationszeitalter entwickelt.
Information so zusammenzustellen, dass man mit ihr Menschenmassen kontrollieren kann, ist ein mächtigeres Mittel als jede militärische Waffe. Deshalb: Immer hinterfragen, was und wieviel davon wahr ist.
Sei es seitens der westlichen Medien, sei es seitens der nordkoreanischen Propaganda oder auch der Verschwörungstheoretiker. Es ist ein Krieg um die Meinung. Wir sollten uns nicht von einer dieser Seiten vereinnahmen lassen!
05.04.2013 10:12 Uhr
von Jens Mauser:
Sprechen deutsche Linke dann bald auch wieder - ebenso wie deutsche Sozialisten im dritten Reich - vom 'geliebten Führer'? Wer jetzt nicht merkt, dass dieser ganze linke Mist, ob dunkelrot oder braun, letzten Endes nur antifreiheitliche Pampe ist, der hat den Schuss nicht gehört.
Wir sollten eine Welt der freien Völker anstreben, ohne Führer und ohne Volkspädagogen, die uns erklären wollen was richtig und was falsch ist. Die Konsumkritik geht ja in Ordnung. Ich kaufe auch nur das Nötigste, und einen Fernseher habe ich noch nie besessen, aber das ist ja nur eine Randnotiz hier. Der Kernpunkt dieses Denkens ist doch, dass Menschen strikte Führung brauchen und hinter jeder Ecke das Böse vermutet wird, wenn irgendwelche Politkommissare oder Blockwarte nicht nach dem Rechten (haha) sehen.
Es reicht anscheinend nicht mehr, dass man sich als redlicher, Steuern zahlender Bürger an die zehn Gebote und die von ihnen abgeleiteten Regeln des weltlichen Zusammenlebens hält. Nein, die Regierung will auch bestimmen wer daheim den Abwasch macht, wie oft wir für wie lange das Fenster lüften, was unser Auto so verbraucht, welche Vokabeln wir noch benutzen dürfen, welche Witze man machen kann, wo wir rauchen, was wir essen, welche Zeitungen und Bücher wir lesen, wann wir unsere Kinder in staatliche Obhut geben und wo unsere Kleidung herkommt.
Es wird bis ins Private hineinregiert. Fehlt nur noch, dass wirklich Kameras in den Schlafzimmern installiert werden.
05.04.2013 09:55 Uhr
von Tantris:
Ein Glück,dass es noch ein Land gibt, in dem es besser ist ,als im Westen: Nordkorea, nachdem schon die Sowjetunion,die DDRu.viele andere vorbildlich geführte Staaten wegen übermässigem Luxus zusammengebrochen sind
05.04.2013 09:50 Uhr
von ilmtalkelly:
Auch wenn vieles an diesem Film als richtig empfunden wird, kann die Erkenntnis nur aus jedem selbst entspringen, und nicht aus dem Dogma eines Vordenkers. Nur dann ist die Befreiung vom Materialismus auch mit der unverzichtbaren Demokratie als Insigne der Freiheit vereinbar.
So bleibt die schiere Aufzählung der Missstände des Kapitalismus eine Phrase. Ein wirklicher Paradigmenwechsel wird damit nicht erreicht, da vor der Befreiung der gesellschaftl. Verhältnisse die Befreiung des Individuums stattfinden muss.
Die nordkorean. Administratoren predigen einen Wechsel vom latent Konsum-totalitären Auslese-Model zum Indivduum- verachtenden totalitären "Bienenstaat". Doch es ist offensichtlich, ihr Honig ist bitter, wie der vorangegangener Versuche, Kommunismus umzusetzen.
05.04.2013 09:49 Uhr
von Korea:
Dieser Text besteht nur aus Lügen und Kriegspropaganda!
05.04.2013 09:46 Uhr
von Don Aloysio:
Gut kommentiert Deniz Yücel. Was mir dazu noch einfällt, aber leider mangels Material nicht zu realisieren ist. Spieß umdrehen und das Filmmaterial austauschen, den Kommentar aber übernehmen. Das wär doch mal eine Rück(-satire)propagandea.
05.04.2013 09:35 Uhr
von Fritz:
Mein Gott das ich das noch erleben darf! Die Taz beschreibt unbewusst und über ein nordkoreanisches Propagandavideo vermittelt die Denk- und Weltsicht der deutschen Linken.
Leute merkt Ihr's? Es ist eine totalitäre, antidemokratische und rückwärtsgewandte Weltsicht. Also entweder ändern oder von den Rechten endgültig marginalisiert werden.
05.04.2013 09:23 Uhr
von johan Schreuder:
Habe den Film vor eine Woche gesehen. Ich gehe davon aus das es in Nordkorea den menschen nicht gut geht, wie kann es auch anders nach so viele Jahre Boykott, wie Cuba und der Iran? Eins jedoch stimmt, meiner Meinung nach und das ist so wie der Westen dargestellt werd in diesen Film.
Leserkommentare
07.04.2013 11:25 Uhr
von sone tante:
@Mara Boo
Ihren Kommentar finde ich stichhaltig. Die Ursache des beschriebenen Phänomens liegt meines Erachtens darin, dass Denis Yücel selber ein "Politikum" ist. Wieso das? Meine Meinung: Er ist einer der letzten interessanten, witzigen, schlauen, wilden, aufrechten Publizisten, die eine gewisse Öffentlichkeit erreichen. Für Leute wie mich dient er als Projektionsfläche und Trostspender. So traurig das ist. An jemanden mit einer solchen etwas herausgehobenen Rolle werden dann aber auch erhöhte Ansprüche gestellt. Und man wünscht sich ein sauberes Arbeiten, um die Angreifbarkeit zu minimieren.
Viele Grüße
07.04.2013 10:22 Uhr
von Clara:
@ Deniz Yücel
Zitat: All diese Erkenntnisse stammen vielmehr aus einem nordkoreanischen Propagandafilm. Zitat Ende
Sie lügen um die Reaktionen darauf zu testen? Haben sie nichts sinnvolleres zu tun?
06.04.2013 21:58 Uhr
von Mara Boo:
Leider lenkt die Diskussion in den Kommentaren über die Form des Artikel's vom eigentlichen Inhalt ab. Die vom Autor für mich erkennbar formulierte These, dass eine pauschale Kapitalismuskritk auf Mechanismen basiert, die dem vorgeblich gerechterem Anspruch der Kritiker widersprechen, also totale Kritik auf einem (immanenten) totalitären Verständnis des eigenen Weltbildnis basiert, ist eine wertvolle Anregung zum Nachdenken darüber, warum wir in welcher Form und mit welcher Absicht Kritik üben.
Ist es also wahr, dass Teile der Linken eine totale Kritik am Kapitalismus übt, weil sie sich selbst behaupten muss und nicht zwingend Veränderung will, weil tatsächliche Veränderung in unangenehme (Zwischen-)kompromisse führt?
Im Übrigen finde ich den Verweis auf die Mockumentary durchaus treffend und sinnvoll in diesem Zusammenhang. Ob gewollt oder nicht, ist eine solche fiktive Quelle in zweierlei Hinsicht interessant: Zunächst besteht mitunter eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die dort getroffenen Annahmen wahr sind und weiter ist die Fiktion gleichwohl als Selbstreflektion des Kritisierten Quelle neuer Erfahrung.
Die Kritik des Bild-Blog erscheint vor diesem Hintergrund oberflächlich. Leider hat aber auch der vorliegende Artikel die Grenzen seines Wachstums noch nicht erreicht.
Ich empfehle dem interessierten Leser die Lektüre von Stanislav Lem's Roman "Lokaltermin".
06.04.2013 21:18 Uhr
von Cudddel:
Herr YÜCEL! Zeigen Sie Stärke und akzeptieren Sie die Niederlage. Revidieren Sie Ihre schwache Ausrede oder konkretisieren Sie "Experiment". Oder beweisen Sie es, haben vielleicht in weiser Voraussicht einen datierten Umschlag bei einem Notar hinterlegt? Das wäre KLUG. Ansonsten verbrennen Sie an Ihrer heißen Luft. -hl
06.04.2013 20:19 Uhr
von gerhard Jeske:
Nordkoreas Familiendynastie sollte man nicht mit einem kommunistische Staat vergleichen, sondern mit der Entstehung einiger chinesischen Kaiserreiche. Wieso schreibt die Presse das Nordkorea ein kommunistischer Staat ist? Eine Armee und Staatssbetriebe alleine sind noch kein Ausweis dafür.
06.04.2013 18:49 Uhr
von Heidberger:
Haha, was habe ich gelacht- so einfach strukturiert ist "die Linke" oder "Die Linke"? Wenn Ersteres so wäre, benötigte niemand auch nur mehr den Begriff "Weltrevolution", weil sie schon längst umgesetzt wäre, wenn Letzeres so wäre, hätte Die Linke entweder zweistellige Ergebnisse oder solche im Promille-Bereich a la DKP (dem Autor sollte allein aufgrund der Existenz dieser "Partei" klar sein, dass es "die Linke" als einheitliches Ganzes ausserhalb von Antifa- und Anti-Atom-Aktionen und Demos nicht gibt).
Insoweit, Deniz, leider nicht wirklich nachgedacht- faktisch wäre noch zu ergänzen, dass Die Linke Hildesheim ein Kreisverband ist- etwas mehr Recherche würde auch einer Glosse gut tun.
Hätte es gut gemacht sein sollen, wäre BO Bad Salzdetfurth (Teil des KV Hildesheim) treffend gewesen- was mit der Realität auch wenig zu tun hat- nun gut, in Deutschland werden JournalistInnen- wie in Nordkorea- nicht für ihren Sinn für die Realität bezahlt- auch deswegen kaufe ich keine taz mehr (Boykott seit 1990 wg. Mainzer-Str-Hetze von euch).
06.04.2013 15:31 Uhr
von Bernd:
Offenbar ist niemand dem Link im Wort "Internetspinner" gefolgt, jedenfalls hat hier soweit ich sehen kann, niemand darüber geschrieben. jedenfalls führt de link hierhin: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/03/23/turkische-gewalt-gangs-warum-kein-protest/
Jürgen Elsässer, einst der Wortführer der Antideutschen und jetzt, Verschwörungstheoretiker, Ahmadinedschad-Fan, Dumpfbacken-Aniimperialist. Oder kurz und mit Yücel gesprochen: Internetspinner.
Ich wüsste ja gern, was Yücel in 10 oder 15 Jahren, wenn er so alt ist wie Elsässer jetzt, so von sich geben wird.
06.04.2013 13:47 Uhr
von bella ciao:
ahoi deniz, mit deiner fettarschigen selbstzufriedenheit hast du dich nachredlich für die bahamas qualifiziert. und tschüss.
06.04.2013 13:04 Uhr
von Waldmeister:
Es gibt noch bessere Filme über das Elend der westlichen Welt: North Korea tells its people how Americans live today (einfach mal im Internet suchen).
Und als jemand, der mit früher mit Propaganda traktiert wurde: die Filme sind so abgehoben. Ich erinnere nur an den Schwarzen Kanal als der Auslieferungsparkplatz von VW gezeigt wurde - als Beispiel für den faulenden, parasitären Kapitalismus (Leninzitat), der seine Waren nicht mehr loswird - in der Realität durfte ein DDR-Bürger 10 Jahre auf den Führerschein und 15 Jahre aufs Auto warten...
Darauf ein Tasse heißen Schnee!
06.04.2013 12:44 Uhr
von westernworld:
wie schön! henryk m. broder jetzt auch auf türkisch.
06.04.2013 11:30 Uhr
von Struppi:
Wer nicht in der Lage ist differenziert zu denken, sollte sich aus politischen Debatten heraushalten. Politik handelt davon, dass viele Meinungen erfüllt werden müssen. Wir alle Leben in sozialen Gemeinschaften.
Wer Politik bzw. politische Meinung lediglich als Diffamierung anders denkender begreift ist unfähig Politik zu machne oder zu moderieren. Leider sind wir an einem Punkt an dem überall solche Meinungen abgesondert werden müssen, sei es Broder, Fleischhauer oder hier Yücel.
Welches Kalkül dahinter steht erschließt sich mir nicht. Mir kommt es so vor, als ob wieder ein Hass und gegenseitige Abneigung in die Poltik gebracht werden soll. schade dass die TAZ (und andere ehemals linke Blätter) dafür eine Plattform bieten. Denn zu einem inhaltlichen politischne Diskurs trägt dieser Artikel nichts bei.
06.04.2013 10:27 Uhr
von Martin Hoefs:
Eine wunderbar inszenierte Selbstdemontage dieses selbstgerechten, überheblichen Besserwissers! Absolut brilliant, wie hier ein frei erfundener Inhalt als absolute Bestätigung der eigenen Vorurteile herhalten muß. Und als Krönung der Anhang: wie das eigene Versagen als genialer Schachzug umgedeutet wird: Wahnsinnig provozierend!
Ich schätze diese kleinen Yücel-Satiren: eine gelungene Mischung aus der Zotigkeit von Gernot Hassknecht, der Selbstgerechtigkeit von Herik Broder und dem Gonzo-Ansatz eines Franz Josef Wagner. Und dabei so realitätsnah, dass einige das alles für ernst gemeint halten. Chapeau!
06.04.2013 10:13 Uhr
von Harald:
Auweia! Der Artikel war schon peinlich, wenn man die tatsächlichen Hintergründe kannte. Aber wie Herr Yücel jetzt versucht, seine Unfähigkeit zu verbergen, das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Jaja, Herr Yücel, der Film zeigt die nordkoreanische Sicht. Was für eine bekloppte Ausrede, wo sie doch wissen sollten, daß der Regisseur etwas ganz anderes mitteilen will.
Bringen wir's einfach auf den Punkt: Sie sind drauf reingefallen. Sie haben es nicht gemerkt und den Film tatsächlich für einen Propagandafilm der nordkoreanischen Bagage gehalten. So schaut's aus und nicht anders. Und jetzt versuchen sie verzweifelt, Ihren Schmarren zu rechtfertigen. Aber darauf fällt blöderweise keiner mehr rein. Ist ja auch nicht das erste mal, daß Sie solch einen Schmarren verzapfen. Stehen Sie halt dazu!
06.04.2013 07:55 Uhr
von alex:
@@@@@ all the a´s
bier? entschuldige bitte, das mindeste ist ein anständiger wein ... und wenn ich mich entspannen soll, angesichts dieser tibetbeflackten waldorfblagen (oder soll ich lebensborn-enkel sagen?), muss es schon was anderes sein.
ihr redet von französischem imperialismus und tüdelt euch ein zwischen biomarkt und schwarz-feministischer-anti-s21-gruppe ... leute !! wer soll das denn bei bestem willen noch ernst nehmen? das soll die linke alternative sein? da ist ja frau knaul noch avantgarde.
angesichts dieses identitären post-emanzipatorischen pöbels möchte man nur rufen: "börger, sie befinden sich in der sowjetischen besatzungszone. drüben belehren wir `geht doch rüber`, aber hier, in unserem niedlichen sozialistischen kollektiv diktieren wir nur: "niemand hat die absicht einen antifaschistischen schutzwall zu bauen"".
ps:@haller dusseliges anti-ra-geschwätz wird auch mit se-zitaten nicht potenter.
06.04.2013 07:33 Uhr
von Keek:
So so eine fiktive Rezension auf einen fiktiven Propagandafilm und das wird dann noch als super Experiment verkauft. Geniale Idee oder plumpe Ausrede? Ich tendiere klar zu letzterem!
06.04.2013 05:45 Uhr
von zuschauerin:
mal wieder großes yücel-kino!
wenn er mit seiner eigentümlichen art nicht immer wieder einen nerv treffen würde, würde nicht für so viel aufmerksamkeit sorgen. yücel, weiter so!
06.04.2013 02:34 Uhr
von 1 Zeitzeuge:
@PUNK,
wohnst bestimmt in Berlin dieser post-preußischen Kloake, subventioniert von den Bayern und den Schwaben, auf die ihr gerne schimpft... Gib es endlich zu Du abhängiger Berliner-"Punker"...
Übrigens, der Punk war schon Anfang der 8oer Jahre gestorben, nicht aber bei Hertie, C&A und Co... Die haben damals "Punk-Klamotten" verkauft... Denk mal darüber nach, Du "Punker"! Kopfschüttel!
06.04.2013 02:26 Uhr
von Wagner:
Den ursprünglichen Gedanken des ursprünglichen Artikels fand ich ganz interessant, jedoch unausgereift, da fehlte noch etwas.
'Das war kein Fehler, das war Absicht! Los, fühlt Euch ertappt!' ist jedoch würdelos. Einfach mal zugeben, daß man einen Fehler gemacht hat, gar nicht schwer, passiert jedem mal.
06.04.2013 02:24 Uhr
von Krampe:
Ja, Yücel ist eine Klickhure. Er findet Suppe in Haaren, da überlegen die meisten anderen, mich eingeschlossen, noch darüber nach, wie rum sie den Löffel halten wollen.
Yücel ist eitel; bei ihm dürfen die Juden aus Israel alles, was die Arier aus Eranshahr nicht dürfen - dabei lagen die schon unterm orientalistischen Brennglas, als Mhmd, Friede sei mit ihm, noch nicht mal in Platons Paralleluniversum existierte.
Aber wäre ich ihm ob dieser trennenden Gräben im Weltbild nicht böse, müsste ich ihm hier ständig die Füße küssen für all das Talent und für die Intelligenz, und das schickte sich nun gar nicht für einen linken Abendländer, deutsch hin, deutsch her.
06.04.2013 02:03 Uhr
von PUNK:
Man muss einfach zugeben: Deniz Yüxel ist der einzige echte Punk in der deutschen Zeitungslandschaft. Er geht in jeder Hinsicht an die Grenzen, überschreitet die oft, fällt vielleicht auch mal auf die Fresse, was ihm aber offensichtlich nichts ausmacht.
Dafür wird er gehasst und geliebt. Für immer Punk, Deniz!
(Ich finde Yüxel punkiger als Yücel. Überleg dir das mal, Deniz.)
06.04.2013 01:15 Uhr
von tageslicht:
Hahahahahahahahahahahahahaha. Der Nachtrag hat mich echt zum Schmunzeln gebracht. Ich muss Ihnen zumindest lassen: Soziales Experiment, sehr interessant.
Vielleicht kaufen Ihnen das auch einige ab, aber ganz ehrlich, mal unter uns: Sie sind einfach nur peinlich. Sie sind peinlich, weil Sie so einen Mist schreiben, und die Chefredaktion ist peinlich, weil Sie sowas auch noch ins Internet stellt bzw. drucken lässt, und die Personalabteilung ist peinlich, weil die Sie immer noch nicht losgeworden sind, und vor allem ist Ines Pohl peinlich, die so vollmundig erklärt hat, die Taz noch weiter nach links rücken zu wollen, und sie stattdessen zu einem bestenfalls liberalen, antilinken Blatt für Fairtrade-Kaffee-trinkende Besserverdiender gemacht hat.
06.04.2013 00:38 Uhr
von Die Quote:
Der Yücel wieder auf Quotenfang... So sehe ich das, nach diesen 100 Kommentaren... Der Typ oder die TypInne lacht sich doch ins Fäustchen!
Leute, was regt euch denn schon wieder auf, das richtige Geld machen wieder mal andere, gerissene Köpfe, einfach mal mit Zinsen, etc... Mal nachdenken...
06.04.2013 00:31 Uhr
von 1Nachdenker:
Leute! Eure Kommentare sind so sinnlos wie eure Pisse in eurem Pissoir... Denkt mal darüber nach und spült es einfach weg...
05.04.2013 23:14 Uhr
von Patrick aus Berlin:
Langsam bin ich es leid, das Objekt von "sozialen Experimenten" zu sein. Merken Sie, lieber Herr Yücel, eigentlich nicht, wie selbstreferenziell und arrogant so was gegenüber den Lesern daher kommt? Die anderen beiden Publizisten, die mit ihren Lesern vergleichbar umgehen, sind der Martenstein und der Broder.
05.04.2013 23:04 Uhr
von bouleazero:
Soziales Experiment? Oder totale Veraschung? Es ist schon abends halb elf, als ich ahnungslos auf den Artikel surfe, weil ich mich frage, was wohl mit Wir Linkskoreaner gemeint ist.
Bis zum Ende fällt mir nichts auf, ausser dass mich die ziellose Provokation des Artikels taz-üblich wieder mal ziemlich nervt - aber das bin ich gewohnt, kann ich mit umgehen. Ich gebe mir nicht die Mühe das Video anzuschauen. Dann kommt der Nachtrag.
Was? Alles nur ein Fake? Soziales Experiment? Also, über dämliche Ausreden hat man sich ja schon öfters totgelacht. Aber dass man dieses Tja-Leute-Ihr-Habts-Echt-Nicht-Kapiert eines professionellen (nehme ich an) Journalisten als soziales Experiment verkaufen will, ist einfach nur albern.
Das einzig lobenswerte daran ist dennoch, dass der Artikel, m.E. völlig unwillentlich, die Leser dazu erzieht alles zu hinterfragen, und nicht gleich jeden Mist als bare Münze hinzunehmen.
Allerdings gelingt es dem Yüzel nicht, seine nachtragenden Worte überzeugend zu formulieren. Das sieht 200% nach 'Scheisse, reingefallen! Wie komm ich da raus?' aus. Sehr lustig!
05.04.2013 22:49 Uhr
von Medientheorie:
Wow! Das Ganze wäre eine genaue medientheoretiscche Analyse wert. Die gefakte Doku, die (angeblich absichtlich irreführende) Rezension, die Entlarvung, die Erläuterung - los Leute, an die Arbeit!
Ich würde ja ganz simpel sagen: Yücel 2 - Bildblog 1. Aber da steht die Antwort ja noch aus...
05.04.2013 22:43 Uhr
von kMfN:
Vielleicht ist Deniz Yücel ja auch nur das Pseudonym, unter dem Broder hier schreibt. Das würde auch den selbstreferenziellen Link auf eine einschlägig bekannte rechtspopulistische Hetzseite erklären. Und die Krawallschachteligkeit.
05.04.2013 22:39 Uhr
von Eine Erbse, zwei Erbsen, ...:
Ein Volk dem Freude auf erzwungen wird, zu zeigen das sich Menschen in Westlichen Staaten echt freuen dürfen, dann noch über "Konsumgüter", die ihnen ja vorgeschrieben bzw. zugeteilt werden oder die es dort gar nicht gibt! So etwas würde in Nordkorea höchst wahrscheinlich sein Ziel verfehlen. Vor allem würden sie nicht zeigen wie stark ihr Gegner die USA/Westliche Welt ist.
Außerdem scheint die Propaganda dort bei weitem nicht so komplex zu sein, sondern ist ehr einfach gehalten!
05.04.2013 22:21 Uhr
von HP Remmler:
Die Geschichte der Recherchekompetenz des Herrn Deniz Yücel, der leider immer noch nicht für den "Stern" arbeitet, muss in weiten Teilen NICHT neu geschrieben werden - der konnte das schon vorher nicht, er will es auch nicht können und wird es deshalb auch nie können.
Es interessiert ihn schlicht nicht. Was wiederum seine Jünger nicht interessiert. Es ist einfach zum Schießen.
05.04.2013 22:20 Uhr
von noirdark:
Wagner für Arme ist da noch geschmeichelt.
05.04.2013 21:56 Uhr
von Yeniz Dücel:
Für die nachgereichte Erklärung gilt dasselbe wie für die Doku selbst: Sie könnte echt sein. Wer die Texte von Deniz Yücel auf taz.de verfolgt, weiß, dass die oft etwas von einem "sozialen Experiment" haben (allen voran die WM-Kolumnen "Vuvuzela"- und "Trikottausch").
Yücel wirft was in den Raum und wartet ab was passiert. Und treten erstaunliche Dinge an die Oberflöche, der latente Fremdenhass etwa, den es auch im linksalternativen oder - siehe die Kommentare zum Papst-Kommentar - christlichen Milieu gibt.
Wie gesagt: Könnte. Vielleicht ist Yücel wirklich eine Fake auf den Leim gegangen, es war ihm peinlich und dachte sich dann: Ich berufe mich auf eine Technik, die ich schon angewendet habe, damit könnte ich durchkommen.
Wie auch immer: Doku, Fake, Fake zum Fake, Wahrheit, Fiktion - nichts ist klar. Und das passt wiederum: Was ist in diesem Nordkorea-Konlikt schon klar?
05.04.2013 21:49 Uhr
von sone tante:
öhm. herr yücel ist zu faul zum googeln und blamiert sich, gibts aber nicht zu, sondern erhöht den faux pas zum "sozialen experiment" - könnte wiederum ein soziales experiment sein, wie reagiert die meute auf so einen quatsch? oder einfach zuviel öko-kokain probiert?
05.04.2013 21:46 Uhr
von Der Uli:
Tja, Deniz ...
wären da nicht die "Kommentare" der "LeserInnen", wäre die Sache ein Flop. Aber immerhin: Du beweist mal wieder, wie sehr man sich auf sein Publikum verlassen kann - auch und besonders auf den stalinistisch-antihumorigen Teil dessen, was man "Links" nennt (der sich nicht entblödet, sich als BILDungsbürger zu outen, wenns an die eigene Figur geht).
Wirklich genial. Manchmal beneide ich dich wirklich um diese Kaltschnäutzigkeit und bleibe, mit lieben Grüßen, dein Fan.
05.04.2013 21:34 Uhr
von Thomas M.:
Um einmal ein Zeichen zu setzen, boykottiere ich die "taz.zahl ich" bis auf weiteres. Mir sind die Artikel von diesem Herrn Yüchel schon lange ein Dorn im Auge. Schon allein weil wir für dumm verkauft werden, mit diesem lügenhaften Nachtrag!
05.04.2013 21:14 Uhr
von Udo:
Gibt es eigentlich wirklich so viel Narrenfreiheit bei der taz, dass sowohl so eine durch und durch missratene Kolumne erscheinen kann wie auch die nachgeschobene Erklärung, die durchschaubar erstunken und erlogen ist?
Grundsätzlich finde ich es okay, dass verschiedene Meinungen zugelassen werden. Aber der Müll, den Herr Yücel hier - nicht zum ersten Mal - verzapft, ist doch geschäftsschädigend für ein Blatt. Wenn ich so etwas lese, geht mir jegliche Lust abhanden, das durch einen Zeitungskauf auch noch zu finanzieren.
05.04.2013 20:52 Uhr
von Vorderfront:
Herr Yücel,
ich vermisse Ihr Foto in dem Artikel, ich meine das Foto mit diesem ausgemergelten, unrasierten und mit dieser ätzenden Sonnenbrille bewaffneten TAZ-Schreiberling...
Ja die Linke, die Linke tut sich schwer in diesen schweren Zeiten; wohin man blickt nur Elend, auch in den Konzentrationslagern in Nord Korea und so...
05.04.2013 20:48 Uhr
von irgendn typ:
schwach, yücel.
beim nächsten mal: "hoppla, vertan!" sagen und haltung bewahren. die ausrede da glaubt dir doch kein mensch. ist ja peinlich, mannmann.
05.04.2013 20:43 Uhr
von Meja:
Was ist denn das für ein Quatsch? Eben noch war ich fasziniert von einem nordkoreanischen Propagandafilm, dann isses keiner, sondern nur ein vages Gedankenexperiment, was mein Gedankengut mit dem von Stalin gleichstellt.
Diese 10 Minuten hätte ich auch besser nutzen können. Für eine Zeitung, mit der ich prinzipiell oft übereinstimme, lässt manchmal die journalistische Qualität echt zu wünschen übrig.
05.04.2013 20:42 Uhr
von ck.:
Mann, Mann, Deniz Yücel, Du nimmst die Wahrheit so wenig wahr wie die Nordkoreaner. Machen wir´s kurz: Du bist einem Fake aufgesessen. Spar Dir doch bitte Dein Rumgeeier.
Zu einer anständigen Recherche hätte nicht nur Googeln gehört. Einfach mal Leute fragen, die eigene Nordkoreanische Erfahrungen gemacht haben, die dort waren. Schade, das hier ist für die taz kein Ruhmesblatt.
Nein, Deniz Yücel, das was Du unter Journalismus verstehst, passt vielleicht in die BILD. Aber bitte nicht in meine taz!
05.04.2013 20:06 Uhr
von teekay:
Eigentlich haette ich mir das Lesen sparen koennen: Wer in Beitraegen Links zu 'AchGut' setzt hat meinen Respekt und meine zukuenftige Aufmerksamkeit sowieso gleich verloren.
05.04.2013 19:50 Uhr
von Glucke:
Gibt es noch kein Esowatch Beitrag zum Fake Video? Ach ne das heißt nun ja anders.
05.04.2013 19:38 Uhr
von BildBlog:
Ein Propagandaartikel zeigt, wie Deniz Yücel die Welt sieht. Das Ergebnis: Ungefähr so, wie viele Rechte in aller Welt auch. Herr Augstein, übernehmen Sie seine Kolumne! MuHaHaHa...
05.04.2013 19:35 Uhr
von thomala:
Schon blöd daß das gar kein Nord-koreanischer Film ist, sondern von einem Neuseeländer stammt!
05.04.2013 19:10 Uhr
von @El Moro:
Wer hat denn gesagt, dass Umkehrschlüsse erlaubt sind? Immer muss einer seine Fragen stellen? But aren´t we allowed to ask questions?
05.04.2013 18:15 Uhr
von andre:
Herzlichen Glueckwunsch, 10 Sekunden Kommentare lesen haetten gezeigt, dass es sich um einen Fake handelt: http://www.youtube.com/watch?v=SVwPs-3nlYc
Investigativer Journalismus at its best.
05.04.2013 17:39 Uhr
von Etone:
Ich verstehe nicht ganz, warum man Pseudofakten beiziehen muss, wenn man eine Linkenbeschimpfung schreiben möchte. Für ein Deniz voller Lügen reicht doch die enorme fiktive Kraft von Herrn Yücel.
05.04.2013 17:26 Uhr
von Hundelunge:
Anhand dieses und vieler anderer Artiel von Herrn Yücel (schlechter Journalismus, gepaart mit sozialer Ignoranz) wäre ich dafür, ihn zu boycottieren. Ich hoffe jedesmal, dass er seine Texte vollständig ironisch meint...
05.04.2013 17:19 Uhr
von El Moro:
@RedHead: "Leute, die mehr wissen" - meinst du damit Leute wie dich ? :) Zu lustig... Du solltest weiter Verständnis für Unwissen haben, damit du dich ertragen kannst.
Ich liebe Leute, die mehr wissen als ich: ich habe früher meine Lehrer geliebt, und danach meine Professoren. Leute aber, die nur den Mainstream-Brei nachlabern,nach dem Motto: "es geht mir hier gut, also ist es das beste System und alles ist gut" sind mir zuwider!
Leute wie du, die nur oberflächlich auf Länder wie Iran, Nordkorea oder Kuba schauen und mit verächtlicher Überheblichkeit die autoritären Strukturen in diesen Ländern kommentieren, ohne darüber nachzudenken, dass diese Staaten und alle anderen Staaten dieser Erde gar keine andere Wahl haben, wenn sie denn einen anderen Weg als den vom Westen vorgegebenen gehen wollen.
Du kannst die Presse nicht völlig privat lassen, weil sie sonst von den Springers, Murdochs und Co. aufgekauft und das Volk gegen dich aufgewiegelt oder mit sonstiger Propaganda verdummt wird (Personen wie du sind das beste Beispiel). Genauso ist es mit der Wirtschaft und der Parteienbildung. In einer Welt, in der das meiste Kapital in den Händen von einigen wenigen Ländern ist, ist eine Öffnung deiner Märkte, deiner politischen Strukturen und deiner Presse eine Kapitulation vor eben diesen Ländern. Und wenn man dann noch ein wenig historisch an die Sache rangeht, versteht man auch, warum diese Länder gerade vor dem Westen nicht kapitulieren wollen.
Im Übrigen ist der einzige Vorteil, den wir hier im Westen haben ein Arbeitsmarkt, der uns unabhängig von unserer Qualifikation Beschäftigung anbietet - obwohl uns auch da klar sein muss, dass dieser Umstand nicht unabhängig von der Ausbeutung der Welt der letzten paar hundert Jahre durch die Europäer ist.
Was unser demokratisches Mitspracherecht angeht, so ist das nur Opium für das Volk, denn niemand fragt uns, wenn unsere Steuergelder in Banken gesteckt wird, die uns, dem kleinen Mann vom Volke, völlig egal sind; uns fragt niemand, wenn es darum geht, Waffen an die Israelis zu verschenken oder den Saudis zu verkaufen; uns fragt niemand, wenn es darum geht, unsere Steuergelder in sinnlose Kriege wie den in Afghanistan zu stecken...etc, etc....
Uns geht es besser als den Nordkoreanern, weil wir Arbeit haben, die vernünftig bezahlt wird - und das haben wir den Genoziden auf den amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinenten, sowie der Sklaverei und dem Kolonialismus zu verdanken.
Das ist Basiswissen - wenn du nicht mal das einsehen kannst, weiss ich nicht, was ich von dir lernen könnte, oder von Deniz...
05.04.2013 17:16 Uhr
von Mein Name:
Ein Türke als Zionistenfreund? Ich wundere mich jedes Mal, wenn ich die Pro-Israel-Propaganga von Yüxel lese.
05.04.2013 17:04 Uhr
von Hannes Richter:
Schon allein für diesen Satz muss man Lukas Heinser lieb haben: "Womöglich hat es Deniz Yücel von der "taz" auch nicht gefallen, dass wir ihn in einem einzigen Satz schon mit Wagner, Martenstein und Henryk M. Broder verglichen haben. Andererseits hat sich Yücel seinen Platz in der Ruhmeshalle der meinungsstarken, aber faktenschwachen Lautsprecher redlich verdient. "
Dass er dann auch noch zeigt, wie der tumbe Draufhauer einem schönen Fake auf dem Leim geht. Köstlich. Danke, Bildblog.
05.04.2013 17:00 Uhr
von Hannes Richter^:
Ertappt, würde ich eher sagen, Deniz.
05.04.2013 16:56 Uhr
von P.Haller:
@alex
Verachtung, Ekel, Würgen, Kotzen....
Könnten alles Buchtitel von Stieg Larsson sein, das wars dann aber auch schon !
Ich würde mal in aller Ruhe ein Bierchen trinken !! Dann geht's evtl. wieder.
05.04.2013 16:55 Uhr
von babel99:
Wirklich traurig ist eigentlich, das niemand sich die 3 Minuten Zeit nimmt die für eine Google-Suche nötig sind. Dann würde er nämlich rausfinden das der zitierte Film ein Mockumentary (ein Fake) eines Neuseeländischen Regisseurs ist:
http://www.youtube.com/watch?v=SVwPs-3nlYc
Der einzige der darauf aufmerksam geworden ist war bisher Jan, in seinen Kommentar von 14:27. (Der andere Dokumentarfilm den er zitiert ist übrigens auch ein Fake: http://www.reuters.com/article/2010/06/03/us-film-juche-idUSTRE65200M20100603 )
Also ist der Artikel selber nur ein Beispiel von Propaganda, oder vielleicht auch nur von schlechten Journalismus, was oft aufs gleiche hinausläuft.
05.04.2013 16:48 Uhr
von Deniz:
Bild? Bildblog? Alles Propaganda!
05.04.2013 16:47 Uhr
von Kim:
Ich lach mich schlapp: http://www.bildblog.de/48096/das-kommt-ihm-nordkoreanisch-vor
05.04.2013 16:46 Uhr
von hennes:
Leute, beruhigt euch mal. Das video ist ein fake.das meiste was dort gezeigt wird würde der durchschnittliche nordkoreaner sowieso nicht verstehen. http://www.bildblog.de/48096/das-kommt-ihm-nordkoreanisch-vor/
05.04.2013 16:45 Uhr
von Marvin M. Ehrkorn:
Das Video könnte auch aus der Truther-Szene stammen. Es sind einige gute Ansätze vorhanden, die garnicht so falsch sind. Aber diese werden dann mit fiktiven "Fakten" geschmückt und zur Verschwörungstheorie ausgebaut.
Gerade sowas wie:
- Konsumterror
- Globalisierung und Ausbeutung
- Krieg gegen den Terror
- religiöser Fanatismus (auch Christlich)
- Die Macht der Konzerne und Banken
sind Themen die in unserer Gesellschaft zum Diskurs gestellt werden sollten.
Die Antwort darauf ist kein kommunistischer Staat und keine totalitäre Diktatur. Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur hat Fehler und ist nicht perfekt. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten dass dies besser wird.
05.04.2013 16:44 Uhr
von Statistiker:
Bisher dachte ich immer: Dumm, dümmer, Söder..... Seit heute denke ich dumm, dümmer, Yücel..... Spwas von gehirnamputiert kann ein normaler Mensch nicht sein......
05.04.2013 16:37 Uhr
von so amused:
Nur um die Grundlage dieses Artikels, das "nordkoreanische Propagandavideo", nochmal zu beleuchten hier eine interessante Information:
http://www.bildblog.de/48096/das-kommt-ihm-nordkoreanisch-vor/
Gehört eine vernünftige Quellenprüfung eigentlich nicht mehr zur journalistischen Ausbildung oder fällt sie dem, auch dem Internet geschuldeten, Zwang zum Opfer in der schnelllebigen Nachrichtenwelt immer der erste sein zu wollen/müssen?
05.04.2013 16:35 Uhr
von @@@alex:
Ganz ehrlich: Ihrer Formulierung war keineswegs zu entnehmen, dass Sie an einer ernsthaften Debatte interessiert sind. Hereingelegt haben da wohl Sie sich selbst.
Abgesehen davon trieft Ihre Antwort, was mich allerdings überhaupt nicht wundert, vor pauschalen Verunglimpfungen, Halbwahrheiten und Beschimpfungen. Dass ich Ihnen mit meiner zugegebenermaßen etwa augenzwinkernden Reaktion nicht auch noch eine Steilvorlage geben wollte, weiteren Unsinn von sich zu geben, gebe ich gerne zu. Unabhängig des Zustandes der deutschen "Linken", gehört eine gute Portion Antiimperialismus meiner Meinung nach im Jahr 2013 zur Denke einfach dazu.
Dass sich im 21. Jahrhundert Länder wie Frankreich noch Staaten wie Kolonien halten, ein blutiger Bürgerkrieg in Syrien angezettelt wird, nur um den Iran zu schwächen und die Rüstungsexporte anzukurbeln, das ekelt MICH an. Das hat nichts mit Diktatorenverehrung zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Dass es in der Linken zahlreiche bonierte Betonköpfe gibt, ist nichts Neues und ein Problem, dem man ber nicht mit bloßer Linksistscheisse-Mentalität beikommt, ebenso wenig, und damit beziehe ich mich auf den Autoren, mit dümmlichen Kommentaren.
Vor allem weiss ich bei Herrn Yücel nicht, wo er eigentlich hinwill, seine Fußballkolumnen waren ja ganz witzig, aber mittlerweile kloppt Yücel einfach auf alles was sich bewegt, zur Not auch wie Sie, nur rhetorisch deutlich geschickter, auf die gesamte deutsche Linke. Klar, dass erfüllt rechte Kommentatoren hier mit Häme und sie jubeln ihm zu, nur, ist das die Absicht vom Deniz gewesen?
Die Entwicklung der Taz wurde ja von anderen Kommentatoren hier schon ganz gut aufgezeigt, ich glaube auch nicht, dass sich hier die meisten Kritiker des Artikels persönlich beleidigt fühlen, wie das immer wieder unterstellt wird, nur kann ich viele User verstehen, die vor 20 Jahren bereits Taz gelesen haben und hier nur noch dümmliches Geschwafel im Pi-News Stil sehen und darüber zu Recht irritiert sind.
05.04.2013 16:22 Uhr
von Linksverblendeter:
Mensch, Deniz Yücel, passen Sie bloß gut auf, denn auch die taz wird von GenossInnen vertrieben. Vielleicht sitzt eine/r gar in der Ortsgruppe Hildesheim. Merke, wer im Glashaus ...
05.04.2013 15:48 Uhr
von alex:
@ @alex
wenn sie eine frage stellen, die sie sich gleich selbst beantworten, wundere ich mich über die notwendigkeit diese frage öffentlich zu stellen. sie intendieren eine antworten und finden diese dann auch noch schade? da haben sie sich wohl selbst herein gelegt. vielleicht wäre es besser gewesen meine antwort abzuwarten :)
meine verachtung für die "genossen_innen" der "anti-imperalistischen" internationale rührt aus ihrem dogmatischen phlegma heraus. ihre unfähigkeit anzuerkennen, dass analoges denken im jahr 2013 nicht sonderlich hilfeich ist. sie ekeln mich auf grund ihrer verehrung für die diktatoren und autoritären führer dieser welt an. ihre verkennung des islams als antikapitalistische bewegung macht mich würgen. ihr anti-individualismus, ihre sehnsucht nach dem großen kollektiv und ihr millitanter antiintellektualismus kotzt mich an. sie schwafeln von emanzipation und verorten ihn in der scharia, in der faschistischen hamas und in solch absurden sonnenkönigen wie chavez und dem feisten frettchen aus nordkorea. -- ich hoffe, dass reicht ihnen.
05.04.2013 15:30 Uhr
von RedHead:
@El Moro: Unwissen ist etwas, wofür ich Verständnis habe, deine Feindseligkeit gegenüber Leuten die mehr wissen allerdings nicht.
05.04.2013 15:15 Uhr
von Jüppchen:
Die hier versammelte linke Humor- und Espritlosigkeit rechtfertigt nachträglich den Yücelschen Artikel, zeigt er doch die Renovierungsbedürftigkeit unserer (erb)ärmlich gewordenen Linken überdeutlich. 45 Jahreselbstgefällige Deutungshoheit über Gutmenschendenken machen eben einen breiten Ar$ch..
Bravo, Deniz Yücel - Sie haben der TAZ einen großen Dienst erwiesen - weiter so.
05.04.2013 14:56 Uhr
von @alex:
Können Sie mir erklären, warum "Anti-Imp" per se Geschmeiß sein sollen, und vor allem, und das ist viel wichtiger, warum es schlecht ist, antiimperialistisch zu sein? Können Sie nicht? Ach, sie wollten nur mal ein bisschen ihrem Ärger Luft lassen? Okay, alles klar, schade eigentlich!
05.04.2013 14:48 Uhr
von El Moro:
@RedHead: erstens hat nach deinem "Expertenrat" niemand gefragt, und zweitens ist dieser Rat darüber hinaus noch völlig substanzlos, wie alles was du hier postest, by the way....dein "Expertenrat" ist kein Griff ins Klo, sondern das Plumpsklo selbst...
05.04.2013 14:41 Uhr
von henriette_1:
Deniz, ich sehe, dass mein Geld bei der TAZ gut angelegt ist! Danke
05.04.2013 14:27 Uhr
von Jan:
Liebe taz,
recherchiert doch bitte mal ordentlich. Es ist die Strategie Nordkoreas seinen Bürgern (oder besser gesagt Staatsinsassen) das Ausland als noch ärmer als Nordkorea selbst darzustellen. Das sieht dann so aus: http://www.liveleak.com/view?i=3a8_1362925707
Möglich ist so ein völliges Zerrbild nur durch die vollkommende Isolierung des Landes. Bei dem Film "Propaganda" handelt es sich um das Werk neuseeländischer Filmemacher: http://www.stuff.co.nz/the-press/news/8325219/Shunned-as-North-Korean-spy
Der Vorwurf, im Westen würden alle nur an Shopping denken, würde bei Nordkoreanern wohl eher (zurecht) Neidgefühle auslösen.
05.04.2013 14:23 Uhr
von W.C.:
Ich fand den Artikel schon sehr unterhaltsam, weil er recht treffsicher auf das hinweist, was sich hier, mein Amüsement ins Unendliche steigernd, in den Kommentaren fortsetzt, nämlich die undifferenzierte, ideologische Propaganda "der Linken". Das hat Herr Yücel, so wie ich seinen Text verstehe, sehr gut auf den Punkt gebracht.
Dieses dramatisch flache, indifferente Bild, die extremen Vereinfachungen von komplexen Zusammenhängen, eine Weltsicht, die kaum bis keine Zwischentöne kennt, zeigt sich sowohl in dem Propagandafilm, als auch - sehr exemplarisch - hier im Kommentarbereich. Anstatt darüber NACHZUDENKEN was mit der Kritik von Yücel gemeint sein könnte, zeigen die meisten Kommentator(inn)en, dass sie weder verstanden (oder darüber nachgedacht) haben, was der Artikel sagen möchte, noch das sie Humor besitzen oder (ernsthafte) Selbstreflexion betreiben.
Es ist genau diese Indifferenz und z.T. wirkliche Denkfaulheit, die mir einerseits auf den Geist geht, mich aber auch sehr amüsiert, letztlich aber "der linken Sache" zuwider läuft, denn mit SOLCHEN "Linken" ist eben auch kein Staat zu machen.
Meistens nervt mich die taz, manchmal bin ich aber wirklich positiv überrascht und zwar nicht, wegen dem "linken bashing", sondern wegen der Selbstkritik und (humorvollen) Anregungen zum Nachdenken, auch wenn diese von der "linken" Leserschaft leider zu selten genutzt wird.
05.04.2013 14:16 Uhr
von alex:
Und da schäumen und kläffen sie, die Links-Identitären :)
Es gibt nichts in dem Text, was auch nur ansatzweise anstößig wäre. Und dass Yücels Ironie diesem Anti-Imp-Geschmeiß und diversen antisemitischen Ideologie-opfern richtig weh tut, kann mich nur freuen. Über den Phantom-Schmerzen labern sie im Ton eines Karl-Eduard von S. im "schwarzen Kanal" von westlicher Propaganda, freien Ländern wie Venezuela, Cuba und Iran und entblöden sich, mit einer Tasse fair-gehandelten Kaffee und einer selbgerollten "indian spirit" über die Verwerflichkeit des Westens zu philosophieren.
Natürlich ist Hessel mit seinem Heftchen "Empört Euch" ein alberner Schwätzer. Schlimm, dass das im links-völkischen Mainstream noch niemand gemerkt hat. Und dass die üblichen Antisemiten und Antiliberalen hier ihren üblichen Blödsinn posten verwundert niemanden. Schließlich sind wir bei der Taz, dem Kampfblatt von S. Knaul, wo man gern auch mal das Wort Genosse in den Mund nimmt (spuck).
Ich kann nur sagen: Deniz bleib dran, denn auch die linken Ideologie-Opfer haben es verdient geliebt und mit der Aufklärung konfrontiert zu werden. Kritik ist das einzige Mittel was hilft - Bleib dran - Meine Solidarität hast du.
05.04.2013 13:58 Uhr
von RedHead:
@El Moro: Das ist keine Kontraposition, sondern Non sequitur.
Dein Versuch, Aussagenlogik anzuwenden ist lobenswert, aber mein Expertenrat dazu ist: du solltest das noch etwas üben. Dein erster Versuch war ein Griff ins Klo, metaphorisch gesprochen.
05.04.2013 13:58 Uhr
von Dr. No:
Hallo liebe taz,
hat eigentlich für euch mal ein gewisser Christian Semler geschrieben? Ja? Gestorben ist der? Schade. Und jetzt schreibt Deniz Yücel für euch. Das ist nicht Schade. Das ist eine Schande.
05.04.2013 13:49 Uhr
von tageslicht:
Glückwunsch, Herr Yücel. Zustimmung bekommen Sie von jemandem, der bereitwillig Pim Fortuyn zitiert, was für Sie vermutlich nicht mal ein Problem ist. Fein gemacht. Und jetzt gehen SIe doch bitte wieder auf der Kreuzung spielen ja?
05.04.2013 13:44 Uhr
von Ulli Müller:
Wo ist die TAZ geblieben, die angetreten war um auch ein wenig Gegenöffentlichkeit in einer staatstragenden Medienlandschaft zu sein. Wo ist die TAZ geblieben, für die ich in den 80gern den Verkäufer machte, weil sie anders berichtete als die versammelte Restjournalie.
Heute ist sie dabei, (schade ums Papier[die Bäume]) staatstragend, bürgerlich, antilinks, antidemokratisch. Nur ein bisschen mehr für den Schutz der Eisbären als die anderen.
05.04.2013 13:34 Uhr
von tageslicht:
@kfmn: "Offenbar ist die rechtsgerichtete zionistische Krawallschachtel Yücel jetzt gänzlich dem Broderline-Syndrom verfallen."
Mein persönliches Zitat des Tages!
05.04.2013 13:21 Uhr
von (Noch-)Abonnent:
Das einzige, was ich mich bei Texten von Deniz Yüzel frage, ist: Warum holt Springer nicht diesen Mann? Der ist H.M.Broder, F.J. Wagner und H.Zippert (Seite-1-Kasper der "Welt") in einem.
Springer könnte gleich drei seiner "alten Säcke" loswerden. Und wir taz-Leser wären Yüzel endlich los. Friede, bitte, erbarme dich!
05.04.2013 13:20 Uhr
von El Moro:
Im Umkehrschluss bedeutet dieser Artikel also: - Nordkorea ist böse und verdient einen Angriffskrieg; - Israel ist friedliebend; - die linksdenkenden Mitbürger sind alle Spinner, und Stéphane Hessel sowieso; - wir werden nicht von der Elite eingelullt und unsere Nahrung ist supergesund; - 68 war natürlich scheisse und wir leben in einer wahren Demokratie wo wir alle ein echtes Mitspracherecht haben !
Deniz, für diesen Artikel werden dir die Reichen und Mächtigen dieser Welt auf ewig dankbar sein. Du bist ein braves Schaf der Herde...folge nur weiter dem Hirten mit den 50 Sternen auf der Fahne.
Wenn du willst, dass die Springers und Netanjahus dieser Welt dir ihre Tochter anbieten, fehlt nur noch ein Artikel über die bösen Ausländer oder einer über die noch übleren Palästinenser, wahlweise auch über die blutrünstigen Iraner...
05.04.2013 13:17 Uhr
von El Moro:
Im Umkehrschluss bedeutet dieser Artikel also: - Nordkorea ist böse und verdient einen Angriffskrieg; - Israel ist friedliebend; - die linksdenkenden Mitbürger sind alle Spinner, und Stéphane Hessel sowieso; - wir werden nicht von der Elite eingelullt und unsere Nahrung ist supergesund; - 68 war natürlich scheisse und wir leben in einer wahren Demokratie wo wir alle ein echtes Mitspracherecht haben!
Deniz, für diesen Artikel werden dir die Reichen und Mächtigen dieser Welt auf ewig dankbar sein. Du bist ein braves Schaf der Herde... folge nur weiter dem Hirten mit den 50 Sternen auf der Fahne.
Wenn du willst, dass die Springers und Netanjahus dieser Welt dir ihre Tochter anbieten, fehlt nur noch ein Artikel über die bösen Ausländer oder einer über die noch übleren Palästinenser, wahlweise auch über die blutrünstigen Iraner...
05.04.2013 13:13 Uhr
von tommy:
Yücel macht es sich aber irgendwie auch zu einfach - er sucht sich immer irgendwelche abwegigen Extremmeinungen raus, die er dann verspottet (in dem Sinne ist der Vergleich zu Broder, den andere gezogen haben, durchaus angebracht). Das ist durchaus amüsant, bringt aber auf Dauer auch keinen Erkenntnisgewinn.
Und irgendwie ist es auch ein bißchen billig, denn diese bloße Anti-Haltung ist natürlich intellektuell weniger anstrengend als sich mal zu ein fundierten Darlegung der eigenen Position (bei der dann vielleicht auch nicht alles so schwarz-weiß wäre) durchzuringen.
Was Nordkorea angeht: Das zeigt wie gefährlich Konsumkritik sein kann. Mich würde nicht wundern, wenn z.B. viele Veganer die nordkoreanische Ernährungslage (wo die Menschen teilweise nur von Wurzeln und Kräutern leben müssen) insgeheim als Endziel haben.
05.04.2013 12:55 Uhr
von Gänschen:
Deniz Yücel, shala-lala-la!
Deniz Yücel, shala-lala-la!
Deniz Yücel, shala-lala-la!
Deniz Yücel,
du bist
der beste Mann!
Ich wundere mich nur, dass du das immer noch bei der taz sein darfst. Entweder wandelst du hart an der Grenze zur Kündigung. Oder ich muss meine - nicht sehr positive - Meinung gründlich revidieren.
05.04.2013 12:54 Uhr
von Ernesto:
Ich hatte bisher noch keine Meinung über Nordkorea. Dieser Artikel hat mir gezeigt, dass wir schon wieder auf der falschen Seite sind. Unsere Regierungen in der EU und unsere Medien hier sind schon wieder auf der falschen Seite. Es gibt absolut nichts in den Videos, was falsch wäre!!! Alles richtig.
Ich bin ab heute vollkommen Nordkoreaner. Wir sind bestimmt ganz viele, die still sind, aber absolut solidarisch mit Nordkorea (aber auch Kuba, Venezuela, Palästina und Iran). Wir sind still, nicht weil wir feige sind, sondern weil wir wissen, dass uns in unserer "Demokratie" alles genommen wird (Job, Wohnung, guter Ruf), wenn wir lautstark sagen, dass wir antiamerikanisch/antiisraelisch oder antikapitalistisch sind.
Ganz ehrlich und Hand aufs Herz: wenn Deniz Yücel einen Artikel gegen die westliche Politik und gegen die westlichen Medien, oder einfach nur für die Souveranität von Nordkorea oder Iran geschrieben hätte, wäre er jetzt schon seinen Job los...das wissen wir alle. Aber lasst uns ruhig weiter heucheln, sonst schmeckt uns unser Konsum nicht mehr...
05.04.2013 12:52 Uhr
von kMfN:
Offenbar ist die rechtsgerichtete zionistische Krawallschachtel Yücel jetzt gänzlich dem Broderline-Syndrom verfallen.
Anstatt sich in beifallheischendem, selbstverliebtem Spott zu ergehen, sollten Sie doch besser einmal Ihre Feigheit überwinden und Ihre eigene Meinung zu den angesprochenen Themen darlegen. Oder ist durch Ihre rosarote Brille die Welt vollkommen in Ordnung, und wer anderes behauptet, muss ein Propagandist und Verschwörungstheoretiker sein?
05.04.2013 12:48 Uhr
von DearLeader:
Herr Yücel, ich habe noch keinen sinnvollen Artikel von Ihnen in dieser Zeitung/taz.de lesen können. Bitte suchenh Sie sich ein neues Blatt wie etwa die Bild-"Zeitung".
05.04.2013 12:44 Uhr
von Konrad:
Wow, Herr Yücel,
Sie können ja doch noch über etwas anderes als Hitler schreiben. Und dann auch noch Kritik an Linken-Verschwörungstheorien...
Chapeau! Ich sehe Sie jetzt grundsätzlich in einem anderen Licht.
beste Grüße
05.04.2013 12:43 Uhr
von Paul:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/vorschriften-fuer-arbeitnehmer-flirtverbot-kleiderordnung-duz-vorschrift-1.1640515
Fällt was auf?
05.04.2013 12:40 Uhr
von neubau:
Wenn man nach den Kommentaren hier geht, hat die Linke in Deutschland ein Antisemitismusproblem. Seltsam, das mir dieses nur in den Medien begegnet, nicht aber bei den ganzen Linken, mit denen ich mich alltäglich als Linker so gerne zum Banden bilden treffe.
Kritik an der israelischen Besatzungspolitik und der politischen Führung Israels, aber Ablehnung auch der Gewalt der Palästinenser - das ist bei den meisten Linken Konsens. Dagegen kann man eigentlich wenig haben. Man muss hier so haarspalterisch sein, antiisraelische Aussagen von antisemitischen zu trennen - denn dass die Besatzung Palästinas ein toleriertes Unrecht darstellt, steht außer Frage!
05.04.2013 12:29 Uhr
von Robert Defcon:
Lustig - stalinistische Propaganda als Folie für heimisches Linkenbashing. Das ist in etwa so schlüssig wie ein Vergleich zwischen Hitler und Ramsauer, weil beide Autobahnen bauen.
Liebe taz, merkst du eigentlich was? Artikel wie dieser sind früher in der BILD erschienen und waren ein Grund für die Gründung der taz. Leute, ihr seid echt peinlich.
05.04.2013 12:28 Uhr
von vergesst mal die autoren:
... ich finde ehrlich gesagt an der ersten viertelstunde (= teil 1) weniger auszusetzen als an vielen produktionen unseres bldungsfernsehens. Und deniz ist wohl für imperialismus, oder wovon distanziert er sich?
05.04.2013 12:26 Uhr
von end.the.occupation:
>> die Gründung des Staates Israel geschildert wird, ein „bösartiges wie unnötiges“ Unterfangen, das die britischen Imperialisten gemeinsam mit den „Rothschild-Zionisten“ ausgeheckt haben, um die arabische Bevölkerung zu kolonialisieren
Zutreffend, abgesehen von der fragwürdigen Vereinnahmung des Zionismus durch die Rothschilds, dem antideutschen Standardverfahren um die Realität hinter einer Antisemitismus-Nebelwand zum verschwinden zu bringen.
Wenn der Linken etwas vorzuwerfen ist, dann das sie A. nicht mehr existiert und B. Kreaturen wie diesen Trash-Journalisten vorgebracht hat.
05.04.2013 12:21 Uhr
von Paul:
Unsinn!
05.04.2013 12:20 Uhr
von bikeforfun:
Und was soll uns dieser Beitrag jetzt sagen? Wo ist der informative Mehrwert? Was die Kernaussage? Das Filmchen kannte ich schon. So?
05.04.2013 12:04 Uhr
von RedHead:
@Kritiker_in: Sind Anti-imps mittlerweile eine Minderheit unter linken? Das wäre ja erfreulich, deckt sich aber überhaupt nicht mit meiner Wahrnehmung.
05.04.2013 11:57 Uhr
von reblek:
Nun ja, selbst ein Papst hat schon einmal Dinge ausgesprochen, die stimmen, weshalb sollte es den Hornochsen in Nordkorea nicht möglich sein, so zu tun, als meinten sie das, was da in den Filmen zu sehen ist, ernst? Zur Diskreditierung von irgendwem im Westen ist das allerdings wenig bis nicht geeignet, wenn es um eine ernsthafte Auseinandersetzung gehen soll.
Apropos "Anhänger der Juche-Ideologie". Ich vermute mal, es ist eine "Juchhe-Ideologie" gemeint.
05.04.2013 11:56 Uhr
von tommy:
Was mich mal interessieren würde: Wofür steht Yücel politisch? Bei seinen Artikeln bekommt man den Eindruck, dass er vorwiegend anti- ist: antideutsch, anti-deutscheLinke, antinational, wahrscheinlich auch irgendwie antireligiös (und wohl sogar anti-Islam, auch wenn das viele der Leute, die ihm Hassmails schicken, irgendwie nicht verstehen).
Aber hat er auch irgendwie konstruktive Ideen oder gefällt er sich nur in der Rolle des ätzenden Kritikers?
Was Nordkorea angeht: Das zeigt, wie tendenziell totalitär Konsumkritik sein kann (und ich bin wahrlich selbst kein Freund übermäßigen Konsums). All den Konsumkritikern, Veganern etc. sollte man mal Dokus über nordkoreanische Lager zeigen, damit sie sehen, was der logische Endpunkt ihrer Verzichtsideologie ist. Wobei manchen der radikaleren Veggies die Ernährungssituation in Nordkorea wahrscheinlich sogar gar nicht so schlecht vorkommt.
05.04.2013 11:51 Uhr
von Dj_JEM:
Viele Grüsse an ihre Antalntikbrückler Freunde, Herr Deniz Yücel und ich hoffe sie werden dafür gut bezahlt ;)
05.04.2013 11:49 Uhr
von Hans:
@Fritz: Ich weiß ja nicht, was Sie für ein Bild der "deutschen Linken" haben oder welche Sie kennen, doch möchte ich ihrem Eindruck widersprechen. Es mag Ideologien in der politischen Linken in Deutschland geben, doch würde ich dies als Mindermeinung ansehen.
Die meisten "Linken", die ich kenne, wie auch ich lehnen weder die Demokratie, noch die Konsumgesellschaft ab. Sie hinterfragen vielleicht Letztere häufiger, doch kaufen am Ende doch bei Amazon.
Und was ist verkehrt daran, wenn kritisiert wird, dass die demokratisch gewählten Vertreter sich gegen die Mehrheitsmeinung des Souverän wenden (wobei man auch zugestehen muss, dass bei der Wahl trotzdem wieder jedeR Vierte die CDU wählt). Nur weil es verquaste koreanische Propaganda ist, muss sie nicht völlig der Wahrheit entbehren.
Aber es ist durchaus interessant zu sehen, wie die Filme die Forderungen der politischen Linken des "Westens" aufgreifen und einbinden.
Mich würde aber wirklich mal interessieren, ob der Film authentisch ist, oder ein Fake um den Nordkoreanern verquaste Propaganda zu unterstellen. Es passt nämlich nicht zum sonstigen Stile dieser politischen Führung. Sieht mehr aus wie eine Doku von Politkritikern aus dem Westen für die Kommunisten gemacht.
05.04.2013 11:44 Uhr
von Teermaschine:
Es sind die inzwischen leider raren Momente, in denen der anatole Kanalarbeiter Yücel den Polit-Esoterikern um D. Bax den Griffel aus den Fingern stibitzt und ohne Scheuklappen durch die Kloake watet, die die taz immer noch lesenswert macht.
05.04.2013 11:35 Uhr
von BalastPalast:
@Fritz: "Die Taz beschreibt unbewusst und über ein nordkoreanisches Propagandavideo [] die Denk- und Weltsicht der deutschen Linken."
Wieso unbewusst? Stand doch genauso im Text. Wenn du davon ausgehts, dass andere Menschen gerade eben gelesenes für eigene Gedanken halten, ebenso wie du, ist es kein Wunder, dass sie dir wie marionettierte Spinner vorkommen.
05.04.2013 11:31 Uhr
von Kritiker_in :
Also, dass das der Blick der meisten Linken in Deutschland sein soll , will ich mal bezweifeln. Dann hat man wohl noch nie sich mit der linken szene auseinander gesetzt wenn man so einen bescheuerten Vergleich zieht ... Das ist vllt. der Blick von irgendwelchen Anti-imps aber mehr auch nicht.
05.04.2013 11:30 Uhr
von kleiner Spinner:
Ja, und? Wenn ich etwas über den Irrsinn (m)einer Gruppe oder Gesellschaft lernen möchte, hole ich meine Informationen bei ihrem Gegner und ziehe davon deren eigenen Irrsinn ab. Was dann übrig bleibt, ist oft recht erhellend.
05.04.2013 11:23 Uhr
von RedHead:
Klingt nach dem, was ich Bauchgefühl-Linke oder auch Emo-Linke nenne. Die sind durchaus ein Problem, denn sie tragen gut dazu bei, dass die Linke wirkungslos bleibt. Andererseits ist das angesichts der antisemitischen Auswüchse vielleicht auch gar nicht so schlecht. Besser wäre natürlich, wenn Nachdenken zum neuen Trend in der Linken wird.
Ich denke aber, Nordkorea hat schwerwiegendere Probleme als eine schlechte Analyse über den Kapitalismus, die sich Verschwörungstheoretischer Elemente bedienen muss, um die Lücken in der Ideologie zu kitten und zwar ihre Selbstwahrnehmung. Kapitalismus ist zu kritisieren und konsequenterweise auch irgendwann abzuschaffen, aber dann ist es durch etwas besseres zu ersetzen, die Nordkoreanische Militärdiktatur betreibt allerdings das Gegenteil.
Bei der Abwägung zwischen bürgerlichem Staat und einer Militärdiktatur ist der bürgerliche Staat das geringere Übel. Dass die Militärdiktatur es schafft, sich von ihrer Bedrohung durch die westliche Welt zu befreien und sich dann plötzlich zu einer befreiten Gesellschaft wandelt ist komplett unrealistisch. Die einzige vernünftige Konsequenz daraus ist, das Projekt zu beenden und vorerst Frieden mit der westlichen Welt zu schließen, auch wenn das bedeutet, westlichen Kapitalismus die Tür zu öffnen.
05.04.2013 11:08 Uhr
von Waldemar Roth:
Es ist schon ein starkes Stück, wenn man Menschen die ein Land seit 3000 Jahren bewohnt haben nun plötzlich als Kolonisten zu beszeichnen. Auch wenn einige von ihnen zeitweise - unfreiwillig - in anderen Ländern gelebt haben.
Wenn man diese Logik mal anwendet, dann sind Türken in Deutschland aber erst recht Kolonisten. Und Deutsche sind auch Kolonisten in Deutschland und Koreaner sind dann auch Kolonisten in Korea. Jeder ist dann ein Kolonist und jeder ist Unterdrückter. So ein Schwachsinn.
Ich war heute joggen im bösen, kapitalistischen Japan. Ich sah lachende, tanzende, spielende Kinder. Menschen haben am Flussufer musiziert und unter den Sakurablüten Piknick gemacht. Auch wenn das Leben hier hart ist und nicht alles Gold ist was glänzt, aber man kann hier glücklich sein. Wie sieht es wohl gerade in Nordkorea aus und wie würde es in Europa aussehen, wenn die Betopnkommunisten gewonnen hätten? Arbeitslager und Haft für alle! So würde es aussehen! Nein Danke.
05.04.2013 11:06 Uhr
von Rarkh:
Was soll der Kommentar? Mir ist auch nach mehrmaligen Lesen nicht ganz klar was der Kommentar aufzeigen will. Soll er Linkes Denken mit der "Denke" der Nordkoreanischen Regierung vergleichen oder gar gleichsetzen? So oder so finde ich ihn unangebracht.
Nordkorea ist nicht geeignet um sich darüber lustig zu machen, noch ist die "Denke" der dortigen Machthaber auch nur ansatzweise vergleichbar mit einem freiheitlich geprägten Weltbild. Sicher gibt es in der Linke Szene sogar Stalinisten und Anhänger der Juche-Ideologie. Dies sind aber nichts anderes, als Faschisten mit rotem Anstrich.
Das, was mich oft bei Diskussionen und Beiträgen über Nordkorea unglaublich ärgert und auch traurig macht ist, dass es immer noch Menschen gibt, die dieses System belächeln. Meiner Meinung nach gibt es da nichts zu lächeln.
Bei geschätzten 200.000 in Konzentrationslagern inhaftierten und den seit 1994 an Hunger gestorbenen 2 Millionen Menschen ist eine Verniedlichung dieser Ideologie reiner Zynismus. Das gilt im Übrigen auch für den Vergleich mit Cuba oder dem Iran....
So ziemlich jedes unterdrücke Volk hat seine Lobby in der westlichen Welt. Ein Herr Clooney kämpft für den Sudan und der Herr Gere hat sogar eine Fundation für Tibet gegründet. Schade, Nordkorea schient nicht sympathisch genug zu sein, als dass sich irgendein Promi dafür einsetzen würde.
Ich würde jedem empfehlen sich erst mal über die Geschichte und Situation Nordkoreas zu informieren, BEVOR er einen Kommentar abgibt. Als guten Anfang empfehlen ich Shin Dong-hyuk's "Escape from Camp 14"
Bitte entschuldigen Sie meine Aufgebrachtheit, aber ich beschäftige mich schon sehr lange mit Nord-/Südkorea und gerade bei der derzeitigen Krise gehen mir solche unreflektierte bzw. naive Kommentare gegen den Strich.
05.04.2013 11:02 Uhr
von Christoph:
Wenn die ach so tolle Schreiberin auch noch erklären könnte was an den Filmen falsch ist?! Ansonsten nur ein weiteres Beispiel wie weit sich die TAZ mittlerweile von ihrem Ursprung entfernt hat, hätte man einen solchen Artikel doch früher eher bei Springer vermutet...
05.04.2013 10:49 Uhr
von Reaktionärer Sack:
Hätte nicht gedacht, dem Herrn oder dem Autorenkollektiv Yücel mal ein Lob aussprechen zu können. Der Artikel atmet Selbstironie, welchem der verbitterten "church-of-left"(Pim Fortuyn) sonst schmerzhaft fehlt.
Danke hierfür
Ihr reaktionärer mittelalter Sack und Achse-des-Gute Stammleser
05.04.2013 10:45 Uhr
von think about it!:
Also dieses Video gibt es schon seit Ewigkeiten und ist sicher nicht zum ersten Mal diskutiert worden. ch finde es trotzdem sehr interessant und man sollte jetzt nicht nur sagen, ihr bösen Nordkoreaner seid doch selber so voll Propaganda usw.
Ich meine, man sollte diesen Beitrag nutzen, um sich wieder einmal Gedanken zu machen, warum die Welt so ist, wie sie ist und was dran ist am modernen Sklaventum. Wir suchen uns immer Feindbilder (oder werden sie für uns ausgesucht..) und bilden dann das Fundament für unsere Meinung.
Oft nur auf gefährlichem Halbwissen.
Ich möchte gern, dass sich jeder für sich mal dieses Youtube-Video anschaut, ich fand es wirklich hochinteressant und man kann ich gar nicht satt daran sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=l2ApFesIGdc
viel Spaß
"-think about it, think-think about it!" (Flight of the Conchords- Think About it)
05.04.2013 10:45 Uhr
von mikeondoor:
nur weil ein psychopath etwas sagt, muss es nicht falsch sein. im gegenteil. z.B. hofnarren hatten in vielen kulturen die aufgaben, wahrheiten zu verkünden, die ein normalsterblicher nicht verlauten lassen durfte. 95% dieses video´s entsprechen m.e. der traurigen wahrheit.
der kleine, aber wesentliche unterschied ist der, dass in der gesteuerten kapitalistischen welt eben solche informationen (noch) gezeigt werden können, während für nordkorea pressefreiheit ein fremdwort ist. für ein land, welches weder internet noch reisefreiheit für seine hungernde bevölkerung erlaubt, sind solche filmchen- mögen sie auch noch so viel wahrheiten enthalten - doch offensichtlich nur ablenkungsmanöver oder sollen als alibifunktionen dienen, die eigene brutale und menschenverachtende politik der abschottung und aufrüstung zu rechtfertigen.
05.04.2013 10:40 Uhr
von Dani:
So was nennt man Trugschluss. Herr X aus K ist ein Depp (Diktator, Dieb, Düsseldorfer usw.), was beweist, dass These Y falsch sein muss, weil er sie auch vertritt...
So billige Pseudoargumente bin ich sonst nur von Antideutschen gewohnt.
Irgendwie erinnert mich dieses (ja was denn? Glosse? Meinungsäußerung?) Geschreibsel an Leute, die ernsthaft behaupten, Veganer seine Antisemiten, weil Hitler auch Vegetarier gewesen sei. Was schon mindestens drei Trugschlüsse beinhaltet.
Wie wäre es mit einer erwachsenen Auseinandersetzung mit den durchaus vorhandenen Unzulänglichkeiten der "Linken"?
05.04.2013 10:38 Uhr
von Clara:
Weil auch Nordkorea behauptet das wir abgelenkt, eingelullt und ruhiggestellt werden soll das grundsätzlich falsch sein? Die USA sind doch tatsächlich für eine Vielzahl von Kriegen die seit 1945 geführt wurden verantwortlich, ihre Militärbasen umspannen nahezu die ganze Welt und es scheint so als ob sie nach wie vor die Weltherrschaft anstreben.
Das ist doch tatsächlich total daneben und wird nur weil auch Nordkorea dieses Vorgehen kritisiert nicht richtiger. Die nordkoreanische Schlussfolgerung aus die zum Teil berechtigte Kritik ist doch viel eher das Problem als die Kritik an sich, bis auf die Positionierung zu Israel, die ist m.E. komplett daneben.
Die nordkoreanische Führung nimmt sich das Recht heraus die Menschen umzuerziehen, was sie komplett auslässt ist das wir uns freiwillig vor dem Fernseher setzen, Fast Food essen und uns dem Konsum hingegeben, weil uns das Spaß macht, würde man der nordkoreanischen Bevölkerung diese Möglichkeit bieten, wäre das in Nordkorea nicht anders.
Die Menschen wollen nun mal ein unbeschwertes Leben in Wohlstand führen und sich von den Problemen der Welt ablenken, Nordkorea muss sehr viel Energie dafür aufbringen sie mittels Umerziehung davon abzubringen.
Würden die USA sich aus der Region um Nordkorea zurückziehen, würde Nordkorea sich aber doch jetzt gar nicht so aufführen. Wenn jemand Angst davor hat angegriffen zu werden dann kann man ihm die doch am besten nehmen indem man ihm versichert das er nicht angegriffen wird und das dann auch ehrlich meint. Wenn man stattdessen Bomber schickt, dann nährt man die Furcht und die damit einhergehenden unvernünftigen Reaktionen doch nur.
05.04.2013 10:37 Uhr
von Pippifax:
Stéphane Hessel in einem Atemzug mit "Internetspinnern" zu nennen ist eine Unverschämtheit!
05.04.2013 10:37 Uhr
von neubau:
@Fritz: Fritz, merkst du's? Ideologisch ist der Westen dabei, sich wieder in Richtung Absolutismus zu entwickeln, allerdings nicht mit dem König oder Kaiser an der Spitze, sondern der entpersonalisierten Form der Macht, die man den "Markt" nennt.
Die Gründung Israels als "Kolonialisierung der arabischen Welt" zu verstehen, mag vielleicht ideologisch fragwürdig sein. Der Westen hat aber eben auch nicht immer das Recht und die Wahrheit für sich gepachtet.
Wie geht man mit diesem postmodernen Dilemma um,das entsteht, wenn man bemerkt, dass ALLE Ideologien, auch die vermeintlich beste bekannte Gesellschafstform der parlamentarischen Demokratie, ungeeignet sind, menschliches Zusammenleben gerecht zu organisieren?
05.04.2013 10:36 Uhr
von Vita Orlando:
Dass die westliche Werbeindustrie Propaganda perfektioniert hat, ist ja wohl weder bestreitbar noch ein sonderlich großes Geheimnis. Dass Berichterstattung nur selten objektiv ist, und Bilder sehr geschickt ausgewählt werden, um die gewünschte Wertung durch den Betrachter zu erzielen, ebenso.
Jetzt zu behaupten, das stimme alles nicht, weil eine irrsinnige Diktatur auch darauf verweise, ergibt in etwa so viel Sinn wie zu bekräftigen, vegetarische Ernährung und Nicht-Rauchen müsse aufs Schärfste verurteilt werden, weil ein gewisser Adolf Hitler (aus Gesundheitsgründen) auf Fleisch verzichtete und den Tabakkonsum bekämpfte.
Wenn uns dieser Film irgend etwas lehrt, dann doch wohl, dass die koreanische Propaganda sich mit ihrem westlichen Äquivalent nach wie vor nicht messen kann, sondern sofort als das zu durchschauen ist, was sie darstellt - plumpe, ja schon unfreiwillig komische Manipulation.
05.04.2013 10:32 Uhr
von Horst:
Und mindestens "12.552 GenossInnen" unterstützen diese Denke mit ihrem Geld, wie ich hier täglich lesen muß. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die Abonnenten der `Neues Deutschland´ erst drauf sind.
05.04.2013 10:29 Uhr
von HP Remmler:
Mal wieder ein echter Broderle. Der Kampfauftrag lautete hier wohl "Bringe den Namen Augstein in einem Artikel über Nordkorea unter". Kein Wunder, dass dann so'n Scheiß dabei rauskommt. Das Ganze erinnert mich irgendwie an die Sache mit dem Seitenschneider, den BILD weiland dem Herrn Trittin angedichtet hat, frei nach dem Motto "irgendwas bleibt immer hängen".
Wie auch immer: Selbst als mählich ergrauter Mittfünfziger will ich doch festhalten, dass ich die Haare, an denen der groteske Bezug zu Augstein herbeigezogen ist, wirklich nicht haben möchte, die dürfen Sie gerne behalten.
05.04.2013 10:17 Uhr
von Sebastian:
Es ist interessant, wie nahtlos sich die Behauptungen, die ich (und viele andere wohl auch) durchaus als plausibel bezeichnen würde, mit unhaltbaren Populismen vermischen. Es ist ein Lehrstück dafür, wie das Informationszeitalter immer mehr zu einem Desinformationszeitalter entwickelt.
Information so zusammenzustellen, dass man mit ihr Menschenmassen kontrollieren kann, ist ein mächtigeres Mittel als jede militärische Waffe. Deshalb: Immer hinterfragen, was und wieviel davon wahr ist.
Sei es seitens der westlichen Medien, sei es seitens der nordkoreanischen Propaganda oder auch der Verschwörungstheoretiker. Es ist ein Krieg um die Meinung. Wir sollten uns nicht von einer dieser Seiten vereinnahmen lassen!
05.04.2013 10:12 Uhr
von Jens Mauser:
Sprechen deutsche Linke dann bald auch wieder - ebenso wie deutsche Sozialisten im dritten Reich - vom 'geliebten Führer'? Wer jetzt nicht merkt, dass dieser ganze linke Mist, ob dunkelrot oder braun, letzten Endes nur antifreiheitliche Pampe ist, der hat den Schuss nicht gehört.
Wir sollten eine Welt der freien Völker anstreben, ohne Führer und ohne Volkspädagogen, die uns erklären wollen was richtig und was falsch ist. Die Konsumkritik geht ja in Ordnung. Ich kaufe auch nur das Nötigste, und einen Fernseher habe ich noch nie besessen, aber das ist ja nur eine Randnotiz hier. Der Kernpunkt dieses Denkens ist doch, dass Menschen strikte Führung brauchen und hinter jeder Ecke das Böse vermutet wird, wenn irgendwelche Politkommissare oder Blockwarte nicht nach dem Rechten (haha) sehen.
Es reicht anscheinend nicht mehr, dass man sich als redlicher, Steuern zahlender Bürger an die zehn Gebote und die von ihnen abgeleiteten Regeln des weltlichen Zusammenlebens hält. Nein, die Regierung will auch bestimmen wer daheim den Abwasch macht, wie oft wir für wie lange das Fenster lüften, was unser Auto so verbraucht, welche Vokabeln wir noch benutzen dürfen, welche Witze man machen kann, wo wir rauchen, was wir essen, welche Zeitungen und Bücher wir lesen, wann wir unsere Kinder in staatliche Obhut geben und wo unsere Kleidung herkommt.
Es wird bis ins Private hineinregiert. Fehlt nur noch, dass wirklich Kameras in den Schlafzimmern installiert werden.
05.04.2013 09:55 Uhr
von Tantris:
Ein Glück,dass es noch ein Land gibt, in dem es besser ist ,als im Westen: Nordkorea, nachdem schon die Sowjetunion,die DDRu.viele andere vorbildlich geführte Staaten wegen übermässigem Luxus zusammengebrochen sind
05.04.2013 09:50 Uhr
von ilmtalkelly:
Auch wenn vieles an diesem Film als richtig empfunden wird, kann die Erkenntnis nur aus jedem selbst entspringen, und nicht aus dem Dogma eines Vordenkers. Nur dann ist die Befreiung vom Materialismus auch mit der unverzichtbaren Demokratie als Insigne der Freiheit vereinbar.
So bleibt die schiere Aufzählung der Missstände des Kapitalismus eine Phrase. Ein wirklicher Paradigmenwechsel wird damit nicht erreicht, da vor der Befreiung der gesellschaftl. Verhältnisse die Befreiung des Individuums stattfinden muss.
Die nordkorean. Administratoren predigen einen Wechsel vom latent Konsum-totalitären Auslese-Model zum Indivduum- verachtenden totalitären "Bienenstaat". Doch es ist offensichtlich, ihr Honig ist bitter, wie der vorangegangener Versuche, Kommunismus umzusetzen.
05.04.2013 09:49 Uhr
von Korea:
Dieser Text besteht nur aus Lügen und Kriegspropaganda!
05.04.2013 09:46 Uhr
von Don Aloysio:
Gut kommentiert Deniz Yücel. Was mir dazu noch einfällt, aber leider mangels Material nicht zu realisieren ist. Spieß umdrehen und das Filmmaterial austauschen, den Kommentar aber übernehmen. Das wär doch mal eine Rück(-satire)propagandea.
05.04.2013 09:35 Uhr
von Fritz:
Mein Gott das ich das noch erleben darf! Die Taz beschreibt unbewusst und über ein nordkoreanisches Propagandavideo vermittelt die Denk- und Weltsicht der deutschen Linken.
Leute merkt Ihr's? Es ist eine totalitäre, antidemokratische und rückwärtsgewandte Weltsicht. Also entweder ändern oder von den Rechten endgültig marginalisiert werden.
05.04.2013 09:23 Uhr
von johan Schreuder:
Habe den Film vor eine Woche gesehen. Ich gehe davon aus das es in Nordkorea den menschen nicht gut geht, wie kann es auch anders nach so viele Jahre Boykott, wie Cuba und der Iran? Eins jedoch stimmt, meiner Meinung nach und das ist so wie der Westen dargestellt werd in diesen Film.