Londons konservativer Bürgermeister, selbst passionierter Radfahrer, will der britischen Hauptstadt zum ersten Mal ein vernünftiges Radwegesystem verpassen.von Daniel Zylbersztajn
In Deutschland hat man sehr durchwachsene Erfahrungen mit der Abseparierung des Radverkehrs vom restlichen Fahrzeugverkehr gemacht, ganz besonders innerorts. Wie sich gezeigt hat, liegt eines der Probleme darin, dass Knotenpunkte (Kreuzungen, Einmündungen) komplizierter und damit unfallträchtiger werden, ohne dass auf den Strecken dazwischen ein nennenswerter Sicherheitsgewinn entsteht. Und Knotenpunkte gibt es ja gerade innerorts jede Menge.
Dies ist aber eine prinzipielle Schwäche des Separierungskonzepts. Knotenpunkte in hoher Anzahl sind ganz unvermeidlich, da Fahrradverklehr schließlich nicht in einer Parallelwelt zum restlichen Fahrzeugverkehr stattfindet.
So soll es eine (genau eine) West-Ost-Verbindung geben, die weitgehend - was immer das heißen mag - unabhängig vom Autostraßennetz verlaufen soll. Der ganze Rest ist dann offenbar mit reichlich Knotenpunkten versehen.
Es stellt sich auch die Frage, woher man in London den Platz für die vielen neuen Wege nehmen möchte. Es handelt sich um gewachsene Strukturen, und es hat in der vergangenheit bestimmt niemand durchgägngig Platz für Radwege gelassen, die vielleicht später mal gebaut würden. In Deutschland drängt man Radfahrer dann üblicherweise in irgendwelche Restflächen an den Straßenrändern oder in den Fußgängerbereiche ab. Über die Verkehrstauglichkeit solcher "Lösungen" schweige ich mal lieber. Das sollte in London also anders, besser gemacht werden. Aber wie?
Ich habe Zweifel, dass da was Vernünftiges rauskommt.
06.04.2013 15:16 Uhr
von gast:
sehr dürftig die Information mit vielen Worten. Wichtige Leute schließen sich zu wichtigen Aussagen zusammen. Was konkret umgesetzt wird, darüber kein Wort. Pure Eitelkeitsbefriedigung für Politik und Presse der Atikel. Kein cent wert, der Artikel Bereichten Sie wieder, wenn etwas greifbares zu sehen ist. Ankündigungsblasen braucht die welt nicht.
05.04.2013 18:31 Uhr
von Bernhard Dorfmann:
Und in Deutschland schaffte man mit der Radwegbenutzungspflicht auch das Recht auf ordentliche Radwege ab. Die geübten Radfahrenden fahren auf der Straße, während Eltern mit Kindern und generell ungeübtere Pedaleure mit der dann nicht mehr gepflegten Radverkehrsinfrastruktur ("wozu ausbauen, fahrt doch auf der Fahrbahn!")zurecht kommen müssen. In 10 Jahren fahren dann nur noch die, die eh schon immer radgefahren sind.
Leserkommentare
06.04.2013 17:24 Uhr
von Insel:
Schöne Worte, aber wie soll es umgesetzt werden?
In Deutschland hat man sehr durchwachsene Erfahrungen mit der Abseparierung des Radverkehrs vom restlichen Fahrzeugverkehr gemacht, ganz besonders innerorts. Wie sich gezeigt hat, liegt eines der Probleme darin, dass Knotenpunkte (Kreuzungen, Einmündungen) komplizierter und damit unfallträchtiger werden, ohne dass auf den Strecken dazwischen ein nennenswerter Sicherheitsgewinn entsteht. Und Knotenpunkte gibt es ja gerade innerorts jede Menge.
Dies ist aber eine prinzipielle Schwäche des Separierungskonzepts. Knotenpunkte in hoher Anzahl sind
ganz unvermeidlich, da Fahrradverklehr schließlich nicht in einer Parallelwelt zum restlichen Fahrzeugverkehr stattfindet.
So soll es eine (genau eine) West-Ost-Verbindung geben, die weitgehend - was immer das heißen mag - unabhängig vom Autostraßennetz verlaufen soll. Der ganze Rest ist dann offenbar mit reichlich Knotenpunkten versehen.
Es stellt sich auch die Frage, woher man in London den Platz für die vielen neuen Wege nehmen möchte. Es handelt sich um gewachsene Strukturen, und es hat in der vergangenheit bestimmt niemand durchgägngig Platz für Radwege gelassen, die vielleicht später mal gebaut würden. In Deutschland drängt man Radfahrer dann üblicherweise in irgendwelche Restflächen an den Straßenrändern oder in den Fußgängerbereiche ab. Über die Verkehrstauglichkeit solcher "Lösungen" schweige ich mal lieber. Das sollte in London also anders, besser gemacht werden. Aber wie?
Ich habe Zweifel, dass da was Vernünftiges rauskommt.
06.04.2013 15:16 Uhr
von gast:
sehr dürftig die Information mit vielen Worten. Wichtige Leute schließen sich zu wichtigen Aussagen zusammen. Was konkret umgesetzt wird, darüber kein Wort.
Pure Eitelkeitsbefriedigung für Politik und Presse der Atikel.
Kein cent wert, der Artikel
Bereichten Sie wieder, wenn etwas greifbares zu sehen ist. Ankündigungsblasen braucht die welt nicht.
05.04.2013 18:31 Uhr
von Bernhard Dorfmann:
Und in Deutschland schaffte man mit der Radwegbenutzungspflicht auch das Recht auf ordentliche Radwege ab. Die geübten Radfahrenden fahren auf der Straße, während Eltern mit Kindern und generell ungeübtere Pedaleure mit der dann nicht mehr gepflegten Radverkehrsinfrastruktur ("wozu ausbauen, fahrt doch auf der Fahrbahn!")zurecht kommen müssen. In 10 Jahren fahren dann nur noch die, die eh schon immer radgefahren sind.