• 05.04.2013

Rechtsextremismus

Eltern fürchten Ungeist

Erzieherin aus neonazistischem Umfeld darf wieder in Lüneburger Kindergarten arbeiten. Rechtlich lasse sich das nicht verhindern, teilt der Oberbürgermeister mit. Kita-Eltern kündigen Proteste anvon Andreas Speit Und Gernot Knödler

  • 07.04.2013 11:56 Uhr

    von Irene:

    @betroffen

    Ich frage mich, was dahintersteckt, dass die Frau so unbedingt auf einer Stelle beharrt, auf der die Eltern sie nicht möchten.
    Ob sie wirklich glaubt, die Kinder ideologisch beeinflussen zu können? Sie müsste doch derartig unter Beobachtung stehen, dass das nicht einmal ansatzweise möglich ist.

  • 07.04.2013 10:35 Uhr

    von Thomas Sch.:

    Wie war das doch gleich mit Artikel drei, Absatz 3: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung,...seiner ... politischen Anschauungen benachteiligt ... werden.
    Das ist ja aber blöd jetzt, nicht wahr ? Da können wir die unliebsame Erzieherin ja gar nicht so einfach rausschmeißen. Wir wär´s denn damit: Wir könnten ja alle, die wir als "rechts" bezeichnen (whatever that means) kennzeichnen. Vielleicht mit einer Armbinde mit einem dicken, braunen R drauf. Ich glaube, wir haben im Keller ja noch die alten Armbinden von früher. Die müßte man einfach nur umnähen.
    Mal im Ernst: Mit welcher Leichtigkeit hier wieder selbsternannte MultikultiführerInnen Menschen auf einer virtuellen Rampe in gut (links) oder schlecht (rechts) selektiert werden, ist schon erschreckend. Man ahnt Böses.

  • 07.04.2013 09:42 Uhr

    von unzensiert:

    Sippenhaft und Berufsverbote - Geschichte wiederholt sich.

  • 07.04.2013 00:51 Uhr

    von betroffen:

    es tut gut einmal über diesen fall in der zeitung zu lesen, ja ich bin betroffen und deshalb parteiisch, nur so wie chris eltern als mob zu deklarieren und lynchjustiz vorzuwerfen ist absurd.
    das ist im übrigen auch die argumentation einiger bzw eines recht hohen beamten der stadt gegenüber den eltern. seit mittlerweile einem halben jahr müssen wir erleben wie hier systematisch verharmlost unliebsame meinungen von angestellten durch druck unter der decke gehalten, das gespräch von erziehern und eltern zum thema explizit verboten wurde und ganz offen gegen eltern polemik betrieben wird.
    ich empfinde den artikel in vielen teilen als zu harmlos geschildert, so gibt es zum beispiel massive probleme andere kitaplätze zu finden und das nicht nur auf grund einer sowieso schon vorhandenen mangelsituation, sondern auch unter der hand kommunizierter behinderung der verwaltung. so ist mir ein fall bekannt in der der mutter deutlich gemacht wurde sie bekomme keinen neuen platz, wenn sie auf grund der rückkehr von frau th. wechseln will.
    es gab auf grund der aktivitäten der eltern kontaktaufnahmen von familienmitgliedern von frau th. zu aktiven eltern über klassische und digitale medien.
    die antwort von frau th. im gespräch mit den eltern zum vorwurf ihr nicht zu vertrauen war sinngemäß -irgendwann werden sie mich auch mögen- und auf den vorwurf ihre kinder in hdj lager geschickt zu haben -sie wäre selbst als kind dort gewesen, das hat mit politik nichts zu tun-.
    die bemühungen der stadt frau th. zu kündigen, waren zwar unbestreitbar einmal vorhanden, waren jedoch leider auf einer, nach aussage rechtlich kundiger recht schwachen rechtlichen argumentation gegründet und führten so zur niederlage der stadt. nun wird argumentiert man müsse sich an geltendes recht halten, das ist richtig. im besagten prozess der stadt gegen frau th. ging es jedoch nur darum, ob eine als erzieherin angestellte frau, auf grund der tätigkeiten ihres mannes in die tagespflege versetzt werden darf, und sie darf es nicht. dagegen ist nichts einzuwenden. geht es hier doch auch nicht um die tätigkeiten und gesinnung des ehemanns, sondern konkret um die gesinnung von frau th..
    wieso man seine toleranz nun unbedingt an vertretern von intoleranten, eine menschenverachtende, mordbereite ideologie vertretenden personen entdecken muß, so wie chris kann ich nicht verstehen.

  • 06.04.2013 20:41 Uhr

    von Volker:

    Interessant wäre es, die Eltern zu befragen, was sie unter "Rechtsextremismus" verstehen und dieses mit einer sinnvollen Definition abzugleichen. Möglicherweise käme man bei der anschließenden Evaluierung darauf, dass hier irgendwer bestimmt, wer Rechtsextremist ist und wer nicht. Das war schon mal so: "Wer Jude ist, bestimme ich...".

  • 06.04.2013 14:56 Uhr

    von Cristi:

    Was ist das denn? Die Frau soll wegen ihres Mannes bestraft werden? Sippenhaft? Gesinnungsterror? Berufsverbot? Was wäre wohl in der taz und in der gesamten deutsche Presselandschaft los, wenn das der Ehefrau eines Mitglieds der Linkspartei oder der (noch immer existenten) DKP passiert wäre? Bei allem Verständnis für demokratische Empörung gegen Rechtsextremismus - eine derartige Hysterie hat selbst schon faschistoide Züge!

  • 06.04.2013 08:47 Uhr

    von chris:

    Ein Mensch, an dessen Arbeit nichts auszusetzen war, der keinerlei Indoktrination von sich gab, soll gemobbt und rausgeekelt werden?

    Zu den Forken, Bürger!

    Wenn der Mob unterwegs ist, hält ihn keiner auf und leider hat er scheinbar auch noch Teile der Medien auf seiner Seite.

    Ich bin entsetzt.

  • 05.04.2013 20:56 Uhr

    von pablo:

    Rechtlich ist da nichts zu machen zivilgesellschaftlich schon die Kinder von der KiTa nehmen auch wenn die Betreuung schwer sein wird.

  • 05.04.2013 20:10 Uhr

    von Wolfgangh Banse:

    Eltern und Koinder sollten Flagge zeigen,was die Erzieherin ausneonazistischen Umfeld anbelangt.Wenn dies keine Früchte trägt,sollten die Ereziehungsberechtigten mit ihren Kindern eine andere Einrichtung konsultieren.

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