• 06.04.2013

Verbale Ausrutscher bei den Obamas

Erst denken, dann reden

Huch? Präsidentengattin Michelle Obama bezeichnet sich als „alleinerziehende Mutter“ – während ihr Mann einer Justizministerin Komplimente zu ihrem Aussehen macht.

  • 07.04.2013 16:49 Uhr

    von Helga:

    Was wäre die taz nur ohne diese ständigen, an den Haaren herbeigezogenen Sexismus-Vorwürfe - ich hoffe, "Sexismus-Vorwurf" wird Unwort des Jahres, hat zumindest ziemlich gute Chancen. Soweit mir bekannt, gibt es gegen den neuen Pabst, gegen Mehdorn und gegen Jupp Heynckes noch keine Sexismus-Vorwürfe, da muss schleunigst mal was kommen.

    #aufschrei

  • 07.04.2013 13:05 Uhr

    von StephanJK:

    Alles lächerlich, es gibt wahrlich wichtigeres, über das es sich lohnt, zu diskutieren...

  • 07.04.2013 11:45 Uhr

    von Hannes:

    Die Leiche "Sexismus-Vorwurf" zuckt immer noch - aber ich stelle fest, dass der Terror der unerbittlichen Gesinnungspolizei nicht mehr wirklich ernst genommen wird. Ein lahmer Beitrag aus dem miefigen taz-Keller.

    War da nicht noch was mit Barbie in Berlin? Haben da nicht auch gerade alle "Sexismus" gekreischt?

  • 06.04.2013 22:49 Uhr

    von Fritz:

    Sie sollte haeufiger lachen, das steht ihr gut.

  • 06.04.2013 19:34 Uhr

    von anke:

    Frau Obama IST alleinerziehen. Zumindest überwiegend. Jede Mutter, deren Mann auch nur einen mittlere Führungsposten oder eine eigene Ein-Mann-Firma hat, weiß das. Und jeder Vater, dessen Frau in einem Vorstand sitzt, kann es bestätigen. Leider sind das ja bisher nicht all zu viele. Auch nicht in den USA. Weshalb es mich nicht wundert, dass die dortigen Medien aus gegebenem Anlass "Skandal!" brüllen ohne zu fürchten, dass sie sich lächerlich machen damit.

    Wer die Probleme beschönigt, die tradierte Rollenmuster verursachen, der verdient keine Entschuldigung. Im Gegenteil. Würde Frau Obama gegenüber solchen Leuten von einem Fauxpas reden, wäre das ein großer Fehler. Sie hätte nämlich damit suggeriert, eine Eheurkunde würde als Nachweis der Elternschaft genügen. Das aber entspricht nicht der Wahrheit, sondern bloß dem Wunschbild strammer Konservativer – die leider manchmal als Wähler gebraucht werden. Schade eigentlich. Eine taktische Bestätigung verstaubter Weltbilder schadet Frauenrechten nämlich mehr, als ein ehrlich gemeintes Kompliment es jemals könnte.

    Wer behauptet, Präsident Obama hätte die kalifornische Justizministerin sexuell belästigt, weil er mit seinem Kompliment "ihre beruflichen Qualifikationen [...] herab[gesetzt]" hat, ist ein echter Chauvinist. Er behauptet damit indirekt, Schönheit und Intelligenz würden einander GRUNDSÄTZLICH ausschließen. Das ist nicht richtig. Wer das Glück hat naturschön zu sein, wer also nicht mindestens so viele Stunden an seiner Schönheit arbeiten muss um als attraktiv zu gelten, wie ein US-Präsident mit Regieren verbringt, kann durchaus auch erfolgreich sein. Dass manche Leute eher auf stramme Blondinen stehen und Obamas Kompliment für eine strategische Lüge halten, muss aufgeklärte Medien ja nicht unbedingt beunruhigen. Es sei denn, sie brauchen das Geld. Die Geschmäcker sind schließlich verschieden. Und das ist auch gut so - kein Grund also, irgendwen um Verzeihung zu bitten.

  • 06.04.2013 19:26 Uhr

    von Severin:

    Allet klar, das ist ja mal eine wichtige Nachricht.

    ich weiß nicht, was ärgerlicher ist - das Mann, Präsident hin oder her, nicht mal ein, zudem ganz braves, Kompliment machen darf oder das die TAZ mich mit solcher Nichtigkeit informiert.

    Danke.

  • 06.04.2013 18:03 Uhr

    von ennui:

    Wow .... voll investigativ !

  • 06.04.2013 17:38 Uhr

    von Nanny:

    Die Amtszeiten des jetzigen und der vorhergehenden Präsidenten sind und waren reine PR - Aktionen. Da wird immer eine vorbildliche, nach amerikanischen Vorstellungen, Familie vorgeführt. Clinton, Bushs jun. und sen., Reagen usw. Ein Kasperletheater für die Medien, die dann gern nachplappern, was die doch so tollen Leute von sich geben. Viele Präsidenten sind unmittelbar durch die Wall-Street unterstützte Personen, die dann entsprechend ihrer Löbbyorganisationen eben auch sinnlose Kriege führten. Auch der aktuelle Friedensnobelpreisträger Obama, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, führt ungerechte Kriege! So soll das "fortschrittliche System" der USA auf der ganzen Welt eingeführt werden. Meine Anerkennung genießt das nicht.

  • 06.04.2013 16:57 Uhr

    von ReVolte:

    Was für eine schöne Welt, in der Mann sich für Komplimente entschuldigen muss, während Frau ungestraft die Männerumkleide stürmen darf.

    http://www.stern.de/sport/merkels-handschlag-mit-oezil-kabinenbesuch-mit-nachspiel-1615685.html

    So kanns weiter gehen, gell Alice?

  • 06.04.2013 16:28 Uhr

    von JürgenG:

    Verbale Ausrutscher? Na ja. Wenn sich die Ehefrau eines US-Präsidenten als alleinerziehend bezeichnet, dann dürfte das wohl zutreffend sein. Und erfrischend ehrlich. Und ihren Mann zu kritisieren, weil er, nachdem er die fachlichen Kompetenzen betonte, in lockerem Ton anmerkte, die Frau sehe außerdem toll aus... Sorry, womöglich bin ich ein widerlicher Macho, aber für mich ist das ein nettes und unverfängliches Kompliment. Das, wie hier in der taz geschehen, mit dem schmierigen Brüderle zu vergleichen, finde ich schon ziemlich daneben.
    Obama hatte den Mut (denn leider braucht es den immer noch für so etwas), eine Frau zur Chefin des Secret Service zu machen, und er hat im Palästina-Konflikt BEIDEN Seiten verbal in den Hintern getreten. Dieser US-Präsident demonstriert leider so deutlich wie wenige vor ihm, wie begrenzt die Macht in diesem Job ist, aber persönlich finde ich ihn recht angenehm.

  • 06.04.2013 15:51 Uhr

    von Stutzer:

    Die TAZ hat endlich das Boulevard entdeckt...
    Na das kann ja heiter werden...
    Bitte mehr davon.

  • 06.04.2013 15:27 Uhr

    von Peter:

    Oh je, wie krank sind die Amis, daß sie sich über ein (sogar berechtigtes!) Kompliment so aufregen. Ich kann nur den Kopf schütteln. Obama hat doch ausdrücklich erst die fachlichen Kompetenzen der Staatsanwältin hervorgehoben. Außerdem - hat sie sich den selbst beleidigt gefühlt, oder war das die Empörung von anderen? Vielleicht könnte sich die Dame ja selbst mal zu Wort melden.
    Aber scheinbar sind die Wächter der "political correctness" bereits so stark, daß es eh' keinen Sinn hätte. Eine verrückte Welt, wo sich ein Mann dafür entschuldigen muß, daß er einer Frau ein Kompliment macht.

  • 06.04.2013 15:16 Uhr

    von Hannah:

    Glückliches Amerika, hat keine anderen Probleme als diese lächerlichen verbalen Ausrutscher des Präsidentenpaares.

  • 06.04.2013 14:25 Uhr

    von DerDemokrator:

    Selbst bei der TAZ sind solche Unwichtigkeiten inzw. eine Pressemeldung wert, von den anderen Medien mal ganz abgesehen. Mal sehen wann wir bei Facebook oder Twitter den Stuhlgang von irgend einem Promi diskutieren.

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. Eigentlich wollte ich die Nachrichten durchchecken.

  • 06.04.2013 14:17 Uhr

    von Frau im Spiegel:

    Gestern hat Obama in China ein Sack Reis umgeworfen. Danke liebe GALA für den Artikel.

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