• 03.03.2009

Autorin über Genitalien

"Die Vulva rettete die Welt"

Einst verehrt, wurde das weibliche Genital auf ein Loch für den Penis reduziert. Die Vulva-Kulturgeschichte von M. Sanyal soll das ändern - ein Stück Popfeminismus.von Tania Martini

  • 21.03.2012 19:08 Uhr

    von Laura:

    @ Tobi:
    #
    03.03.2009 16:47 Uhr
    von Tobi:

    Mal 'ne Frage an die Frauen hier: Ist euch das nicht peinlich?

    Meine Antwort:
    Ja, seit mindestens 3000 Jahren, weswegen es dringend einer Enttabuisierung bedarf. Lieber "Tobi", auch wenn du das hier nicht mehr lesen wirst, danke ich dir für deinen so herrlich unreflektierten Kommentar. Du bringst die Sache ungewollt auf den Punkt. Aber für das wenige Nachdenken kannst du dich dafür gern ein bisschen schämen. Ich empfehle als Lektüre "Die Bedeutung der Baubo" von Monika Gsell. Da gehts unter anderem auch um den Penis, vielleicht beruhigt dich das ja. Cheerio!

  • 27.04.2010 21:34 Uhr

    von Mazza:

    das sichtbarmachen der angeblich `unsichtbaren` vulva , gibt es heute eigentlich an den schulen keinen sexualunterricht mehr? in unserer pornofizierten, sexualisierten umwelt wird gerade das weibliche geschlecht massiv an die öffentlichkeit `gezurrt`. sexualität kann jede frau selbstbestimmt und erfüllend erleben auch ohne gegenseitiges vertrauen, respekt, wertschätzung, denn die geringschätzung des weiblichen findet gerade in pornographie/prostitution ihren stärksten ausdruck und hat eine lange tradition. mode, werbung, medien, musik etc. sind häufig vom einfluss der pornographie geprägt - sogar die sog. fem. proyes-bewegung wird teil und der verlängerte arm einer frauenverachtenden sexindustrie.
    könnte die vulva, vagina sprechen, käme mehr leid als freude zum vorschein. inzwischen mutieren wir hin zu einer masturbationsgesellschaft und setzen die menschen unter einem leistungsdruck immer auf der suche nach einem grösseren sex. kick und nach mehr orgasmen. sex. machtmissbrauch findet inzwischen in unserer gesellschaft (u.a. internet) in einem unerträglichen mass statt.
    um uns frauen unsere würde wiederzugeben, müsste erst einmal die kommerzialisierte sexindustrie angegangen bzw. abgeschafft werden, in der frauen und ihre vulva, vagina wie ware be- und gehandelt wird. müsste sich das bewusstsein der menschen ändern, dass der kauf von frauen/prostitution u. das geschäft mit der vulva eine verletzung der menschenwürde ist und somit eine menschenrechtsverletzung bedeutet. ich empfinde hierin auch eine immense missachtung des weiblichen `geschlechts`. diese patriarchalen einrichtungen haben uns frauen unseren genitalstolz genommen. in früheren(matriarchat)zeiten wurde die vulva als schöpfungskraft symbolisiert, ihr wertschätzung und respekt entgegengebracht.

    als selbstbewusste frau brauche ich zur liebe ebenso keine sog. feministischen pornos. wer spricht eigentlich noch von liebe?
    "das gift an amors pfeil" von Marnia Robinson sehr empfehlenswert - von der gewohnheit zum gleichgewicht in sexuellen beziehungen. welche neurochemischen prozesse i.d. verschiedenen stadien sex. aktivität ablaufen. und wie frau/man durch bewusstes, achtsames gestalten das miteinander verbessern kann, ausserhalb v. sexuellen leistungsdruck, der hin zum leidensdruck führen kann.
    die liebe rettet die welt....

  • 04.10.2009 17:18 Uhr

    von nee nee:

    @sissy: alle die zu einem jungen, der ihrer meinung nicht mutig, nicht "manns genug" ist sagen (oder denken): "du mädchen". und das sind nicht wenige

    @tobi: konkretisier die frage doch mal. was genau soll den frauen denn peinlich sein?

  • 05.03.2009 10:46 Uhr

    von Hanna:

    Der Artikel spricht mir aus der Seele- auch ich habe es oft schon als ungerecht empfunden im Bezug auf die "Vagina"- als Gegenpol des Mannes definiert zu sein- und auch schon diverse Diskussionen mit Männern geführt die das nätürlich nicht so sahen. Ich bin froh dass sich eine Frau des Themas angenommen hat und ein ganzes Buch verfasste! Es muss tatsächlich viel getan werden!

  • 05.03.2009 10:09 Uhr

    von Sissy:

    Ach, liebe taz, bitte bei feministischen Themen nicht immer reflexartig auf die Rolle der braven Stichwortgeberin zurückschalten! Bei diesem Buch gäbe es sehr wohl einiges zu kritisieren. Angefangen bei: Wer bezeichnet heutzutage Frauen noch als Männer, denen der Penis fehlt? Zur Erinnerung: Wir schreiben das Jahr 2009.

  • 03.03.2009 16:47 Uhr

    von Tobi:

    Mal 'ne Frage an die Frauen hier: Ist euch das nicht peinlich?

  • 02.03.2009 18:36 Uhr

    von form:

    Sehr interssant. Dankeschön.

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