Eine alternative Lebensform jenseits von Festanstellung und freiem Schaffen ist nicht möglich und war es nie. Ein Abgesang auf das Gerede von der "digitalen Bohème".von Sebastian Ingenhoff
Was für ein peinliches Gejammer, früher war ja alles besser und überhaupt lohnt es sich nicht was zu machen. Hat alles keinen Sinn. Fehlt nur noch das "das Elektronenhirn hat uns die ehrlichen Arbeitsstellen wie Kohlenträger, Schrankenwärter etc. weggenommen".
Der Witz ist doch, das wir seit Jahrzehnten daraufhin arbeiten Arbeit zu Mechanisieren damit die Menschen einer Beschäftigung nachgehen können die sie ausfüllt.
Klar gibt noch genug Ewiggestrige die was von "jeder hält sich für einen Künstler, soll lieber arbeiten gehen" labern. He, Willkommen im Jahr 2010 - kreative Arbeit schafft mehr Werte als Autos zusammenschrauben.
Kurt Schwitters hat sich auch nicht weinend in die Ecke gesetzt oder am Fließband malocht.
22.03.2010 10:38 Uhr
von NewDeal:
Es gibt das Geld ... es gibt den Wert ... und den Preis dafür ...
Über das Geld reden alle (!) ... wer aber kennt den echten Wert seiner Arbeit ... dann bräuchte man auch nicht mehr über den Preis streiten.
Geld verdient immer nur der, der einen Nutzen für ANDERE erarbeitet. Nicht für sich, nicht für die Allgemeinheit oder Gesellschaft!
Nur im Auge des Kunden entsteht Wert, für den er dann und nur dann (!) GERNE den Preis zahlt. Ja sogar darum bittet kaufen zu dürfen ... ;-)
21.03.2010 19:33 Uhr
von Tanke:
Ich habe mich vor drei Jahren selbstständig gemacht. Nachdem ich zum dritten Mal eine Insolvenz in einer Internetagentur miterleben musste. Zur selben Zeit fiel mir das Buch "Wir nennen es Arbeit" in die Hände und ich bin den Autoren immer noch dankbar für diese wertvolle, weil motivierende Lektüre. Das Buch sagt im Wesentlichen habt Mut, ihr braucht nicht viel, es wird euch nix geschenkt aber es kann sich lohnen. Es gab der immer größer werdenden Gruppe von Digital-Arbeitern ohne festen Arbeitsvertrag einen Namen. Man kann zu diesem Namen stehen will man will, jedoch macht er die vielen "Freelancer" zu einer Gruppe mit Namen, er gibt ihnen eine Identität. Eine Gruppe von Mitbürgern, die sich allzu oft allein durchschlagen und von denen viele darunter leiden zuhause am Küchentisch ihre Brötchen verdienen zu müssen (wogegen es sicher hilft ab und an ein Kaffeehaus mit freiem WLan zu besuchen).
Also Herr Ingenhof, ich finde es überaus armselig von Ihnen wie Sie hier auf eine Gruppe eindreschen, die aus welchen Motiven immer versucht in einer schwierigen Zeit ohne eigene Interessenvertretung selbstständig versucht mit geradem Rücken durchs Leben zu gehen. Ganz nebenbei passt dieser Artikel gut in die momentan allgemeine Internetfeindlichkeit klassischer Medien.
Und das in der Taz ...
21.03.2010 15:04 Uhr
von Philip:
Es kann mit Sicherheit ungemeinen Spaß bereiten ausschließlich das zu tun, was einem richtig viel Spaß macht. Aber dann sollte man nicht erwarten, dass man dafür fürstlich entlohnt wird. Da müssen die Künstler halt auch mal pragmatisch sein und massenkompatibliere Kunst machen, die sich auch verkauft, etwa Web2.0-Seiten. Auch wenn es im Artikel etwas anders suggeriert wird, als Webdesigner kann man gut Geld verdienen. Ich kenne sogar jemanden, der mit - den altertümlichen - Flash-Seiten Geld macht.
Bisher kann ich jedenfalls nicht sehen, wie Künstler großartige Versuche machen, ihre Kunst einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Irgendwelche Kunstausstellungen, wo praktisch nur Intellektuelle hingehen und die Schaffenden dann hoffen, dass da bei Erfolg mehr draus wird, zähle ich nicht dazu. Da gehört schon was mehr Eigeninitiative dazu...
Ich sag ja auch nicht, dass die 100% ihrer Zeit nur noch mit verkaufbarer Kunst verbringen sollen...
21.03.2010 11:52 Uhr
von Datenurlauber S aus B:
Trauerfeier für die "digitale Boheme," weil es sie gar nicht gab?
Der Artikel hat mich zum Nachdenken angeregt, und ich möchte mal an die sozio-ökonomischen Folgen des Phonographen und seiner Nachfolgeprodukte erinnern. Wer hat den Reibach gemacht? Jedenfalls nicht die Masse der Musiker, denn eine Musikkonserve abzuspielen war immer absurd viel billiger als Musiker anzumieten. In der Folge sind "die grossen Studios" entstanden, und es fand erstmal eine unfassbare "Konzentration des Geschmacks" statt: "Beatles oder Stones?"
Mein Punkt ist: Wir haben beobachtet, dass das Internet die Diversität des zugänglichen Informationsangebots stark erhöht hat. Insbesondere, weil Leute mit sehr geringen Investitionen in den Markt können, und das auch manchmal klappt. Aber wer hat eigentlich behauptet, dass dieser Zustand so bleiben muss, oder dass dadurch die Welt ein gerechterer Ort für Kunstschaffende wird? Die Nutzer des Internets werden mit den Füssen ihrer Mäuse abstimmen.
21.03.2010 07:23 Uhr
von Peter Glaser:
Selten einen so dummen und unfundierten Text gelesen.
21.03.2010 07:20 Uhr
von Ralf:
Der Artikel hat seine Schwächen, trifft aber ins Schwarze - was man an all den betroffen daherschwätzenden Kommentatoren ablesen kann, die entweder behaupten, man wolle mit dem Digitalkram seinen Lebensunterhalt gar nicht verdienen oder, man habe freiwillig ausgewählt, wenig zu verdienen und käme damit aus. In beiden Fällen sollten die Figuren einfach das Klagen einstellen - sie sind hier nicht gemeint.
21.03.2010 00:46 Uhr
von Uwe Kampmann:
Dgitale Bohèmien hört die Signale, folgt dem Kapital und werdet Millionäre. Dr.Guido Westerwelle ist auch euer Freund - Dadaist wo Dada lebt, da könnt auch ihr hingelangen.
Grüßchen aus dem Cyberspace Uwe Kampmann http://dadaistoffenbach.wordpress.com/2010/03/20/dr-guido-westerwelle-in-der-welt-der-kunst-2
20.03.2010 13:13 Uhr
von fop:
Also die meisten der Kommentare hier sind wesentlich besser als dieser bornierte Artikel. "Schluss mit dem Quatsch, jetzt wird Geld verdient" oder was? taz goes FAZ.
Gut das es schon mehrmals in den Kommentaren (Danke euch) gesagt wurde: Bedingungsloses Grundeinkommen! jaja..
19.03.2010 22:56 Uhr
von Gregor Keuschnig:
Komisch. Hier geht es nur ums Geld. Wie einfach. Und wie primitiv.
19.03.2010 15:00 Uhr
von unkreativer:
Hmmm wie reagiert man auf einen solchen artikel und zugehörige kommentare. Ich denke zu aller erst ist das Wort "kreative" vollkommen falsch besetzt. Handelt es sich nicht einfach um Menschen, die das internet mehr oder weniger gut für sich nutzen. das hat nichts mit Kreativität zu tun. Kreativität soll laut wikipedia heißen: Problemstellung durch angeworbene Fähigkeiten zu lösen. Gibt es dann eigentlich noch unkreative Menschen?
wie auch immer, die Menschen, die ich kenne und die das Netz versuchen nach ihren Möglichkeiten zu nutzen sind sehr aktiv und bilden sich nie ein, durc twittern eine Familie ernähren zu können.
Ich denke, dass das Netz sicherlich revolutionäres Potenzial besitzt, aber sowohl Kritiker als auch Sympathisanten sollten mal ein wenig runter kommen. Die ganze Debatte ist doch etwas zu hochgestapelt...
18.03.2010 15:32 Uhr
von Ranjit:
Seltsamer Artikel... Vielleicht als kurze Erinnerung: "Blasen" bezeichnet eine systematische überbwertung eines Vermögenswerts. Hier beschrieben wird aber, dass etwas unterbezahlt wird.
Nebenbei: Wenn das was "Kreative" leisten durch die Werke von Personen ersetzt werden können, die Kreatives nur als Hobby nebenher betreiben, dann brauchen wir diese "Kreativen" nicht.
Das Problem ist ohnehin nicht das Netz, sondern die seltsame Idee, dass kreative Einzelkämpfer plötzlich alle bisherigen Einschränkungen ablegen können und trotzdem erfolgreich werden.
Ganz ähnlich bei der Dot-com Blase: Die New Economy hebelt alle alten Regeln aus...oder auch nicht.
Was viele nicht verstehen ist, dass das Internet nicht die Mechanismen der Marktwirtschaft aushebelt, sonden sie im Gegenteil erst wirklich anwendbar macht. Verringerung der Transaktionskosten eben. Und die PC Revolution hat die Produktionskosten für Kreatives enorm gesenkt. So sehr, dass sich eben auch Amateure an Dingen versuchen können, die vorher nur Profis möglich waren. Es ist eine Art Paywall gefallen, hinter der sich die Kreativen versteckt hatten.
Die Konsequenz ist, dass Kreative unternehmerisch denken müssen, um erfolgreich zu sein.
18.03.2010 14:47 Uhr
von Angelo Merkel:
@ Valdi: "Sascha Lobo kommt für mich gleich nach Peter Huth." Falsch! Noch schlimmer: Peter Hahne.
Ansonsten kann man der digitalen Bohème nur raten: Wenn bei Euch sowieso schon immer Mattscheibe ist, probiert's mal mit mit LSD statt mit DSL. Das ist auf jeden Fall revolutionärer als irgendwelcher social-media-shit.
Ausserdem: Charakteristikum der Bohème war, gerade nicht auf Geld angewiesen zu sein und die Waren- und Arbeitswelt abzulehnen/ sich gegen sie aufzulehenen und mit Hingabe dem Ideal der Kunst als gesellschaftlichen Zustand entgegen zu eifern. Das war sowas von revolutionär, dass sich das im Spätkapitalismus, wo der Geist des Kapitals alle Lebensbereiche, bis in die Gefühls- und Gedankenwelt durchzieht, kaum noch einer vorstellen kann. Prekariat hingegen als Schicksalszustand zu einem selbstgewählten oder selbstbestimmten Idealzustand umzudichten, war schon bei Friebe/ Lobos erstem Buch bescheuert und auch durch wiederkäuen wird nicht besser. Mein Vorschlag: "Analog is besser"
18.03.2010 13:58 Uhr
von gis:
Ja, nee, ist klar, für die taz gibt es natürlich nur das lohnabhängige Proletariat und das Kapital ...
18.03.2010 12:13 Uhr
von Witemax:
Ich habe die Wörter "urban" und "Netzwerke" vermisst - gähn: Diese ganzen Neologismen waren ein frisches Etikett auf etwas, was bereits in den 80ern nur für Wenige funktioniert hat, und weiterhin für die Wenigsten funktionieren wird. Das Netz lässt allein durch die ästhetisch angepassten Werbeinhalte den eigentlichen "künstlerischen Unterschied" vollends verschimmen. Wenn man eine American-Apparel-Werbung nicht mehr wirklich von einem Deutsche-Bahn-Spot und dem "coolen Off-Side Musikprojekt" eines Berliner Zuzüglers unterscheiden kann, hilft sowieso nur noch raus an den See und Fahrrad fahren.
18.03.2010 12:08 Uhr
von johanna:
wie schon in den vorhergehenden kommentaren beklagt, lässt der autor völlig außer acht, wie befriedigend es sein kann, selbstbestimmt und kreativ zu arbeiten. dass man geld braucht, leugnet kein kreativer. und viele finden wege, es mit zweitjobs reinzuholen. wenn man nach rein ökonomischen massstäben leben würde, sähe die welt komplett anders aus. alle kultur fußt zum großteil auf kunst, musik, philosophie, und kreativität. ohne den motor der 1000000 ohne geld, aber mit viel energie, wäre unsere realität nur von finanziellen gesichtspunkten geprägt. und es gibt einen guten grund, warum man den abend lieber mit einer unterhaltung mit jenen kreativen füllt, als mit einem erfolgreichen broker oder einem vollzeitbeamten. geldsorgen sind nicht zu unterschätzen. aber wen die muse küsst, der soll ihr antworten bzw. ihr folgen. das glück, was man dadurch reinholt, ist priceless und "worth the struggle". der abgesang auf das neue arbeitsleben ist so alt wie das internet. hätte so einen artikel wirklich nicht in der taz vermutet.
18.03.2010 11:16 Uhr
von einem:
Liebe taz, was zahlt ihr eigentlich euren Praktikanten? Wahrscheinlich auch nicht das, was sie verdienen...
18.03.2010 11:09 Uhr
von Mat @ Dieter Kleinschmied:
Bei solchen ahnungslosen Beiträgen frage ich mich doch immer wieder, wer hier eigentlich die ganze Zeit mit Tagträumen beschäftigt ist und wer hier wen eigentlich aushält, bzw. immer wieder aushalten muß.
18.03.2010 11:07 Uhr
von Jinxx:
Aufgesetzter Disput um ein konstruiertes Phänomen. Wohl kaum ein Journalist, Webdesigner,etc. würde sich einer Festanstellung bei ZDF,ARD,taz und Co. werweigern.Es ist nur so, dass es diese Jobs kaum noch gibt, gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch steigende Absolventenzahlen. Das Netz stellt für viele die einzige Möglichkeit dar, überhaupt etwas zu publizieren. Damit Geld zu verdienen, erwartet doch kaum jemand.
18.03.2010 09:44 Uhr
von daniel düsentrieb:
Digitale Boheme, das klingt ja schon mal irgendwie verwerflich. Toll. Die digitale Boheme treten also in Konkurrenz zu den Etablierten, und das unbezahlt. Aha. Ja wo kommen wir denn dahin, wenn alle ihr eigenes Ding machen wollen. Wenn z.B. angehende Journalisten keine Lust auf PR Kundenanzeigen konformes Artikelschreiben haben. Ja wo kommen wir denn dahin, wenn plötzlich alle lust haben ihr Leben selbstbestimmt zu leben?! Ungeheuerlicher Gedanke. Spinner Träumer Faule Säcke abgedrehte Freaks Anarchie Chaos alles bricht zusammen. Wir werden alle sterben!
18.03.2010 09:37 Uhr
von Lukas:
Für Kreatives wird nur Geld verballert wenn zu viel davon da ist. Für Kunst wird nur Geld investiert wenn sich damit noch mehr machen lässt. Für Werbung braucht man weder Kunst noch Kreativität sondern nur Leichtfertigkeit und Ehrgeiz. Und Kunstschulen und Akademien sind nur die Warteschlangen die das Szenelokal erst richtig hip machen.
Bis in die 70iger hieß es dagegen noch: "Wer nix ist und wer nix kann, geht zur Post und Bundesbahn. Ist er dazu noch zu dumm drückt er sich bei Siemens rum."
Fazit: Früher haben es die Blödmanner echt leichter gehabt.
18.03.2010 09:24 Uhr
von Valdi:
Sascha Lobo kommt für mich gleich nach Peter Huth.
18.03.2010 08:48 Uhr
von Thomas Fluhr:
Auch im Internet ist es so, dass immer mehr Geld in immer weniger Taschen fließt. Verdient wird mehr als genug, aber die 'Schaffenden' erhalten wenig oder gar nichts, außer dem 'elitären' Gefühl etwas besseres zu sein. Ich bin für bedingungsloses Grundeinkommen, aber hier stößt es an eine Grenze, hier wird ein finanzieller Mehrwert geschaffen, der von Google und Co. abgefischt wird und der Staat soll die 'Arbeiter' bezahlen, das ist etwas anderes als unbezahlt in Familie oder sozialen Projekten o.ä. tätig zu sein.
18.03.2010 07:15 Uhr
von Uwe Kampmann:
Der Knabe heisst Uwe Kampmann, sein kapitale Erkenntnis:"Reich wird man dadurch das man kein Geld ausgibt." Weil er für diese Zeilen auch kein Geld bekommt, begnügt er sich damit zu sagen: "Ich stehe als Digitaler Bohème bereit, 2011 für das Amt zum Oberbürgermeister von Offenbach zu kandidieren." Es genügt den Namen KREATIVSTADT OFFENBACH zu googeln um zu sehen, wo sich das zusammenbraut was noch nicht verraten wird. http://de.sevenload.com/videos/aqtoMG3-Dada-manifestation-from-UK-out-of-Kulturkarree-OF
Grüßchen aus dem Cyberspace UK
18.03.2010 00:25 Uhr
von ole:
oh gott, was wird hier immer gleich für ein quatsch und dummkram gepostet, sobalds ums internet geht! Das fällt schon mal auf.
Der Artikel selbst auch aber auch nicht so wahnsinnig helle. "Die Freiheit des selbstbestimmten Lebens hat ihren Preis." - ja nun, und was ist daran nicht o.k.? Die Freiheit sich mit seinem Job fertig zu machen gesundheitlich oder psychisch oder sozial, die hat auch ihren (anderen) Preis. Wenn es Leute gibt, die mit weniger Geld klarkommen (als wer eigentlich? Der Durchschnitt? Der taz-Autor? hm?) und mit ihrer Arbeit oder Nicht-Arbeit zufrieden sind, wo ist das Problem???
Natürlich wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen des Problems, dass es nicht mehr und vermutlich nie wieder "genug" an klassischer Erwerbsarbeit (Festanstellung, Vollzeit, lebenslang, "gut" bezahlt) geben wird, weils so viel Industriearbeit eben nicht mehr gibt. Und dann würden eben viele weniger, die meisten mindestens ein bisschen arbeiten und jeder würde ein bisschen was verdienen. und wer ein bisschen mehr will, arbeitet ein bisschen mehr. Im Grunde ist das doch schon heute so.
Fragt sich eigentlich nur, warum der Autor so einen laaaaangen Text ohne jeden Beleg (wenn man mal ein paar Tocotronic- und Blog-Zitate nicht als empirischen oder wenigstens ansatzweise wissenschaftlichen Fakt missdeuten will) mit so viel Hass auf ein paar Menschen schreibt, die freiwillig "nicht so viel" verdienen?! Auch die Szenefreaks der sog. "digitalen Boheme" haben übrigens nie gesagt, dass sie irgendwie, mit "MArke Eigenbau" oder wie auch immer, automatisch "reich" werden - dass das manche naive Beobachter aber meinten, macht wohl die eigentliche "Blase" aus. Aber wie gesagt: Warum überhaupt so ein aufgeblasener Text ohne echte Substanz: Eine Vierzeiler-Behauptung oder ein 20.-Zeilen-Kommentar hätte für die Message auch gereicht!
17.03.2010 23:44 Uhr
von susi:
Wer sich die Haare färbt und via Internet Kreatives rausbläst, sollte direkt verbeamtet werden.
17.03.2010 22:54 Uhr
von konserve:
meine güte! haben die das nicht erst die letzten wochen über in der f.a.z. durchgekaut. digitales denken und so... habe das gefühl, der rothaarige blogschreiber soll hier einfach noch mal hergezeigt werden. macht ja sonst keiner mehr.
17.03.2010 21:16 Uhr
von Mein Name:
"Lords der digitalen Wolken"? Ich hab das Original nicht bei der Faz, sondern bei Spon gefunden, aber wer immer das war, die Übersetzung ist zu dämlich. Digitale Wolken, my ass.
17.03.2010 18:36 Uhr
von john turbo:
internet macht vorwiegend nur geld mit poker, porno und dating. da darf man sich nichts vormachen. und ja es wäre schön wenn diese kreativ-boheme digital blase endlich mal platzen würde und die leute mal wieder anständige berufe wie krankenpfleger, schreiner oder rüstungsingeniör idealisieren würden.
jeder idiot will doch heutzutage irgendwas mit medien zu tun haben .
und dann gilt auch lieber wieder mal richtig vögeln und saufen anstatt bei facebook nochmal drei freunde zu machen.
17.03.2010 18:00 Uhr
von Martin:
Der Artikel trifft es auf den Punkt.
Hinzu kommt das die meisten Geschäftsleute den Wert digitaler Arbeit leider total unterschätzen. Plattformen wie "designenlassen" oder andere MyHammer Derrivate tragen nicht unerheblich für diesen Werteverfall bei.
Und nicht jeder, der Photoshop ein wenig bedienen kann ist auch automatisch Designer...
Und übrigens: "Kunst ist an das Geld anderer Leute zu kommen" - Andy Warhol
17.03.2010 17:59 Uhr
von pEt:
lösung des problems:
Bedingungsloses Grundeinkommen!!!!!!
17.03.2010 17:40 Uhr
von Huck:
Selten so einen unreflektierten Überdenkammscherschmonz gelesen. Mit Verlaub…
17.03.2010 17:20 Uhr
von Rainer A. aus HH:
Herr Ingenhoff bewertet alternative Lebensformen offenbar allein anhand ihres bisherigen monetären Ertragspotenzials. Dabei ist es hier und anderswo schon immer selbstverständlicher Alltag gewesen, dass viele Leistungen entgeltlos erbracht werden: in Familie, Verein, Partei, Kultur, Nachbarschaft, allen denkbaren sozialen Bezügen ... . Das ist auch im digitalen Zeitalter nicht anders. Wer jetzt einen "Abgesang" der unentgeltlichen digitalen Arbeit anstimmt, entwertet de-facto alle bisherigen Errungenschaften im Netz, die durch Open-Source und Open-Access erreicht wurden und für die jenseits der monetären Marktfähigkeit ein Bedarf besteht, in der Breite und in vielen Nischen, die auch ihre Berechtigung haben. Natürlich werden viele der Netz-Akteure bisher mit Geldern finanziert, die nicht unmittelbar als Gegenleistung für ihre Leistung gedacht sind. Das eigentliche Problem ist aber nicht das nicht vorhandene Einkommen als Gegenleistung, sondern die chronische Einkommenslosigkeit vieler Menschen, die diese Leistung erbringen wollen. Letztendlich bleibt Herr Ingenhoff in einer pessimistischen Lagebeschreibung gefangen. Er zeigt, dass er von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens entweder nichts gehört hat oder nicht in der Lage ist, sein optimistisches und zukunftsweisendes Potenzial anzuerkennen und mit den digitalen Herausforderungen der entgeltlichen und entgeltlosen Arbeitswelt zu verknüpfen. Digitale Bohème ? Ja, Bitte ! Und alle anderen Bohèmes auch: Willkommen in einer Gesellschaft auf dem (sicher anstrengenden) Weg zum bedingungslosen Grundeinkommen !
17.03.2010 17:15 Uhr
von Yadgar:
Womit kann man im Internet überhaupt Geld verdienen?
Sicherlich nicht mit wie auch immer geartetem "Content", da steckt die Uni-Rechenzentrums-Mentalität zu tief in uns allen, schließlich gab es in der guten alten Zeit, als "Internet" im wesentlichen eine Veranstaltung von ein paar langhaarigen Informatik-Nerds war, auch alles umsonst. Wozu soll man sich eine Handvoll Spiegel-Premiumartikel für jeweils 60 Cent online kaufen, wenn man für 3,60 € eine komplette Printausgabe am Kiosk bekommt (oder sich, falls schon vergriffen die Artikel in einem Bibliotheksarchiv kopiert)? Nein, Geld verdient wird im Internet nur von den Zugangsprovidern, der Werbebranche und dem mehr oder weniger legalen Handel mit persönlichen Daten der Benutzer!
Warum gibt es wohl Google, YouTube, Facebook, MySpace, StudiVZ und die ganze übrige tolle Web 2.0-Welt, die Millionen und Abermillionen Blogs und Foren, wenn die Inanspruchnahme all der schönen Dienstleistungen nichts kostet?
Data Mining, was sonst!
Und damit meine ich auch die unzähligen Online-Ausgaben von Printmedien - welcher Verlag würde sich eigene Kundschaft für die Printerzeugnisse abgraben, wenn Onlinewerbung und Abfischen von privaten Daten nicht mindestens genauso lukrativ wären?
17.03.2010 16:48 Uhr
von Pamela Hackel:
Ich bin durch Zufall bereits vor drei Jahren während meines Studiums der Sozial- und Organisatinspädagogik in der Universität Hildesheim auf die digitale Bohème gestoßen und habe darüber im letzten Jahr meine Abschlussarbeit verfasst. Diese untermauert wissneschafltich nochmals die Aussagen in diesem Artikel. Sie wurde in der Hildesheimer Universitätsbibliothek veröffentlicht.
17.03.2010 16:32 Uhr
von Fabi:
Folgende Vodafone-Werbung wurde letztes Jahr auch schon sehr "kontrovers" diskutiert: http://www.youtube.com/watch?v=tIMWXYvrvVs Die letzten beiden Blogposts der netten Dame mit dem Kleinkind (ab 0:10) waren dann ein von Vodafone gesponsorter Test eines Handys (inkl sämtlicher Beschreibungen für Frauen des horizontalen Gewerbes in den Kommentaren) und Ihre logische Entscheidung sich diesen Stress als frische Mutter nicht mehr anzutun.
Es wird also anscheinend vom "Netz" nicht gerne gesehen, wenn Ihre "Idole" versuchen, Geld zu verdienen - bzw Ihre Authentizität mit Werbung in Frage stellen. Falls man einige Blogtrolle als Repräsentanten des Netzes ansehn will... was Ihnen aber eigentlich niemand faktisch absprechen kann, oder?
17.03.2010 16:25 Uhr
von Dieter Kleinschmied:
Das Problem ist doch, dass sich dank Internet heutzutage jeder Depp für einen kreativen Künstler hält. Die Anzahl der "Künstler" und "Netzwerker" ist einfach zu groß, um vom produktiven Teil der Bevölkerung ausgehalten zu werden. Empfehlung: Einfach mal das Tagträumen einstellen und einer produktiven Arbeit nachgehen!
17.03.2010 16:16 Uhr
von dietah:
Ach die Sache mit Mozart und den dicken Aristokraten.
Ich war weiland mal auf einer Veranstaltung zum Thema Kultur im 21ten Jhrdt., mit Bütteln des Kapitals als Podiumsdiskussion.
Guido war auch da, noch nicht so ein wichtiger wie heute.
Er empfahl das Mäzenatentum denn auch gleich als zukünftige Finanzierungsform und nahm historischen Bezug auf die ekeligen Stadthalter vergangener Jahrhunderte.
Also auf ihr Schaffenden, Arschkriecherei ist wieder salonfähig. Salon, hähä.
btw: Das Frühstück war echt mies und eigtl. war ich genau deswegen da. Hätte bei einer Eliten Veranstaltung doch ein bisschen mehr erwartet. Meine Steuergelder hätten hier ruhig etwas stilvoller verschwendet werden dürfen. Guidos Gesabbel wars defnitiv nicht.
17.03.2010 16:12 Uhr
von Bleikiel:
Zum Thema Micropayment / Value Sharing ein Vorschlag:
Digitale Boheme.... Urbane Penner trifft es doch besser. Jemand der ohne WiFi Coffeshop nicht "arbeiten" kann, hat entweder keine Wohnung oder Ihm wurde der DLS anschluss abgeklemmt.
17.03.2010 15:38 Uhr
von einer:
"Eine alternative Lebensform jenseits von Festanstellung und freiem Schaffen ist nicht möglich"
Klar ist sie das. Das Zauberwort nennt sich Rendite. Zins. Kapital. Ist ganz einfach. Man muß nur erben.
17.03.2010 15:31 Uhr
von Eisvogel:
Ach. Habt Ihr das auch schon gemerkt.
17.03.2010 15:19 Uhr
von Aus Haching:
"Kreativen" geht es heute weder schlechter noch besser als früher. Nach wie vor geht es um die Frage: Schaffe ich etwas, für das jemand anderes bereit ist, mir Geld zu geben?
Das war schon zu Zeiten von Mozart so - der ließ sich von Fürsten und Erzbischöfen finanzieren, die sich mit seinem Ruhm schmückten. Kafka arbeitete in einer Versicherung (also einem "entfremdenden Brotberuf", welch Arroganz steckt in diesem Ausdruck). Usw. usw.
Leserkommentare
23.03.2010 16:42 Uhr
von Mühsam:
Was für ein peinliches Gejammer, früher war ja alles besser und überhaupt lohnt es sich nicht was zu machen. Hat alles keinen Sinn. Fehlt nur noch das "das Elektronenhirn hat uns die ehrlichen Arbeitsstellen wie Kohlenträger, Schrankenwärter etc. weggenommen".
Der Witz ist doch, das wir seit Jahrzehnten daraufhin arbeiten Arbeit zu Mechanisieren damit die Menschen einer Beschäftigung nachgehen können die sie ausfüllt.
Klar gibt noch genug Ewiggestrige die was von "jeder hält sich für einen Künstler, soll lieber arbeiten gehen" labern. He, Willkommen im Jahr 2010 - kreative Arbeit schafft mehr Werte als Autos zusammenschrauben.
Kurt Schwitters hat sich auch nicht weinend in die Ecke gesetzt oder am Fließband malocht.
22.03.2010 10:38 Uhr
von NewDeal:
Es gibt das Geld ... es gibt den Wert ... und den Preis dafür ...
Über das Geld reden alle (!) ... wer aber kennt den echten Wert seiner Arbeit ... dann bräuchte man auch nicht mehr über den Preis streiten.
Geld verdient immer nur der, der einen Nutzen für ANDERE erarbeitet. Nicht für sich, nicht für die Allgemeinheit oder Gesellschaft!
Nur im Auge des Kunden entsteht Wert, für den er dann und nur dann (!) GERNE den Preis zahlt. Ja sogar darum bittet kaufen zu dürfen ... ;-)
21.03.2010 19:33 Uhr
von Tanke:
Ich habe mich vor drei Jahren selbstständig gemacht. Nachdem ich zum dritten Mal eine Insolvenz in einer Internetagentur miterleben musste. Zur selben Zeit fiel mir das Buch "Wir nennen es Arbeit" in die Hände und ich bin den Autoren immer noch dankbar für diese wertvolle, weil motivierende Lektüre. Das Buch sagt im Wesentlichen habt Mut, ihr braucht nicht viel, es wird euch nix geschenkt aber es kann sich lohnen. Es gab der immer größer werdenden Gruppe von Digital-Arbeitern ohne festen Arbeitsvertrag einen Namen. Man kann zu diesem Namen stehen will man will, jedoch macht er die vielen "Freelancer" zu einer Gruppe mit Namen, er gibt ihnen eine Identität. Eine Gruppe von Mitbürgern, die sich allzu oft allein durchschlagen und von denen viele darunter leiden zuhause am Küchentisch ihre Brötchen verdienen zu müssen (wogegen es sicher hilft ab und an ein Kaffeehaus mit freiem WLan zu besuchen).
Also Herr Ingenhof, ich finde es überaus armselig von Ihnen wie Sie hier auf eine Gruppe eindreschen, die aus welchen Motiven immer versucht in einer schwierigen Zeit ohne eigene Interessenvertretung selbstständig versucht mit geradem Rücken durchs Leben zu gehen. Ganz nebenbei passt dieser Artikel gut in die momentan allgemeine Internetfeindlichkeit klassischer Medien.
Und das in der Taz ...
21.03.2010 15:04 Uhr
von Philip:
Es kann mit Sicherheit ungemeinen Spaß bereiten ausschließlich das zu tun, was einem richtig viel Spaß macht. Aber dann sollte man nicht erwarten, dass man dafür fürstlich entlohnt wird. Da müssen die Künstler halt auch mal pragmatisch sein und massenkompatibliere Kunst machen, die sich auch verkauft, etwa Web2.0-Seiten. Auch wenn es im Artikel etwas anders suggeriert wird, als Webdesigner kann man gut Geld verdienen. Ich kenne sogar jemanden, der mit - den altertümlichen - Flash-Seiten Geld macht.
Bisher kann ich jedenfalls nicht sehen, wie Künstler großartige Versuche machen, ihre Kunst einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Irgendwelche Kunstausstellungen, wo praktisch nur Intellektuelle hingehen und die Schaffenden dann hoffen, dass da bei Erfolg mehr draus wird, zähle ich nicht dazu. Da gehört schon was mehr Eigeninitiative dazu...
Ich sag ja auch nicht, dass die 100% ihrer Zeit nur noch mit verkaufbarer Kunst verbringen sollen...
21.03.2010 11:52 Uhr
von Datenurlauber S aus B:
Trauerfeier für die "digitale Boheme," weil es sie gar nicht gab?
Der Artikel hat mich zum Nachdenken angeregt, und ich möchte mal an die sozio-ökonomischen Folgen des Phonographen und seiner Nachfolgeprodukte erinnern. Wer hat den Reibach gemacht? Jedenfalls nicht die Masse der Musiker, denn eine Musikkonserve abzuspielen war immer absurd viel billiger als Musiker anzumieten. In der Folge sind "die grossen Studios" entstanden, und es fand erstmal eine unfassbare "Konzentration des Geschmacks" statt: "Beatles oder Stones?"
Mein Punkt ist: Wir haben beobachtet, dass das Internet die Diversität des zugänglichen Informationsangebots stark erhöht hat. Insbesondere, weil Leute mit sehr geringen Investitionen in den Markt können, und das auch manchmal klappt. Aber wer hat eigentlich behauptet, dass dieser Zustand so bleiben muss, oder dass dadurch die Welt ein gerechterer Ort für Kunstschaffende wird? Die Nutzer des Internets werden mit den Füssen ihrer Mäuse abstimmen.
21.03.2010 07:23 Uhr
von Peter Glaser:
Selten einen so dummen und unfundierten Text gelesen.
21.03.2010 07:20 Uhr
von Ralf:
Der Artikel hat seine Schwächen, trifft aber ins Schwarze - was man an all den betroffen daherschwätzenden Kommentatoren ablesen kann, die entweder behaupten, man wolle mit dem Digitalkram seinen Lebensunterhalt gar nicht verdienen oder, man habe freiwillig ausgewählt, wenig zu verdienen und käme damit aus. In beiden Fällen sollten die Figuren einfach das Klagen einstellen - sie sind hier nicht gemeint.
21.03.2010 00:46 Uhr
von Uwe Kampmann:
Dgitale Bohèmien hört die Signale, folgt dem Kapital und werdet Millionäre. Dr.Guido Westerwelle ist auch euer Freund - Dadaist wo Dada lebt, da könnt auch ihr hingelangen.
Grüßchen aus dem Cyberspace
Uwe Kampmann
http://dadaistoffenbach.wordpress.com/2010/03/20/dr-guido-westerwelle-in-der-welt-der-kunst-2
20.03.2010 13:13 Uhr
von fop:
Also die meisten der Kommentare hier sind wesentlich besser als dieser bornierte Artikel.
"Schluss mit dem Quatsch, jetzt wird Geld verdient" oder was?
taz goes FAZ.
Gut das es schon mehrmals in den Kommentaren (Danke euch) gesagt wurde:
Bedingungsloses Grundeinkommen!
jaja..
19.03.2010 22:56 Uhr
von Gregor Keuschnig:
Komisch. Hier geht es nur ums Geld. Wie einfach. Und wie primitiv.
19.03.2010 15:00 Uhr
von unkreativer:
Hmmm wie reagiert man auf einen solchen artikel und zugehörige kommentare. Ich denke zu aller erst ist das Wort "kreative" vollkommen falsch besetzt. Handelt es sich nicht einfach um Menschen, die das internet mehr oder weniger gut für sich nutzen. das hat nichts mit Kreativität zu tun. Kreativität soll laut wikipedia heißen: Problemstellung durch angeworbene Fähigkeiten zu lösen. Gibt es dann eigentlich noch unkreative Menschen?
wie auch immer, die Menschen, die ich kenne und die das Netz versuchen nach ihren Möglichkeiten zu nutzen sind sehr aktiv und bilden sich nie ein, durc twittern eine Familie ernähren zu können.
Ich denke, dass das Netz sicherlich revolutionäres Potenzial besitzt, aber sowohl Kritiker als auch Sympathisanten sollten mal ein wenig runter kommen.
Die ganze Debatte ist doch etwas zu hochgestapelt...
18.03.2010 15:32 Uhr
von Ranjit:
Seltsamer Artikel...
Vielleicht als kurze Erinnerung: "Blasen" bezeichnet eine systematische überbwertung eines Vermögenswerts. Hier beschrieben wird aber, dass etwas unterbezahlt wird.
Nebenbei: Wenn das was "Kreative" leisten durch die Werke von Personen ersetzt werden können, die Kreatives nur als Hobby nebenher betreiben, dann brauchen wir diese "Kreativen" nicht.
Das Problem ist ohnehin nicht das Netz, sondern die seltsame Idee, dass kreative Einzelkämpfer plötzlich alle bisherigen Einschränkungen ablegen können und trotzdem erfolgreich werden.
Ganz ähnlich bei der Dot-com Blase: Die New Economy hebelt alle alten Regeln aus...oder auch nicht.
Was viele nicht verstehen ist, dass das Internet nicht die Mechanismen der Marktwirtschaft aushebelt, sonden sie im Gegenteil erst wirklich anwendbar macht. Verringerung der Transaktionskosten eben. Und die PC Revolution hat die Produktionskosten für Kreatives enorm gesenkt. So sehr, dass sich eben auch Amateure an Dingen versuchen können, die vorher nur Profis möglich waren. Es ist eine Art Paywall gefallen, hinter der sich die Kreativen versteckt hatten.
Die Konsequenz ist, dass Kreative unternehmerisch denken müssen, um erfolgreich zu sein.
18.03.2010 14:47 Uhr
von Angelo Merkel:
@ Valdi: "Sascha Lobo kommt für mich gleich nach Peter Huth." Falsch! Noch schlimmer: Peter Hahne.
Ansonsten kann man der digitalen Bohème nur raten:
Wenn bei Euch sowieso schon immer Mattscheibe ist, probiert's mal mit mit LSD statt mit DSL. Das ist auf jeden Fall revolutionärer als irgendwelcher social-media-shit.
Ausserdem: Charakteristikum der Bohème war, gerade nicht auf Geld angewiesen zu sein und die Waren- und Arbeitswelt abzulehnen/ sich gegen sie aufzulehenen und mit Hingabe dem Ideal der Kunst als gesellschaftlichen Zustand entgegen zu eifern. Das war sowas von revolutionär, dass sich das im Spätkapitalismus, wo der Geist des Kapitals alle Lebensbereiche, bis in die Gefühls- und Gedankenwelt durchzieht, kaum noch einer vorstellen kann.
Prekariat hingegen als Schicksalszustand zu einem selbstgewählten oder selbstbestimmten Idealzustand umzudichten, war schon bei Friebe/ Lobos erstem Buch bescheuert und auch durch wiederkäuen wird nicht besser.
Mein Vorschlag: "Analog is besser"
18.03.2010 13:58 Uhr
von gis:
Ja, nee, ist klar, für die taz gibt es natürlich nur das lohnabhängige Proletariat und das Kapital ...
18.03.2010 12:13 Uhr
von Witemax:
Ich habe die Wörter "urban" und "Netzwerke" vermisst - gähn: Diese ganzen Neologismen waren ein frisches Etikett auf etwas, was bereits in den 80ern nur für Wenige funktioniert hat, und weiterhin für die Wenigsten funktionieren wird. Das Netz lässt allein durch die ästhetisch angepassten Werbeinhalte den eigentlichen "künstlerischen Unterschied" vollends verschimmen. Wenn man eine American-Apparel-Werbung nicht mehr wirklich von einem Deutsche-Bahn-Spot und dem "coolen Off-Side Musikprojekt" eines Berliner Zuzüglers unterscheiden kann, hilft sowieso nur noch raus an den See und Fahrrad fahren.
18.03.2010 12:08 Uhr
von johanna:
wie schon in den vorhergehenden kommentaren beklagt, lässt der autor völlig außer acht, wie befriedigend es sein kann, selbstbestimmt und kreativ zu arbeiten. dass man geld braucht, leugnet kein kreativer. und viele finden wege, es mit zweitjobs reinzuholen. wenn man nach rein ökonomischen massstäben leben würde, sähe die welt komplett anders aus. alle kultur fußt zum großteil auf kunst, musik, philosophie, und kreativität. ohne den motor der 1000000 ohne geld, aber mit viel energie, wäre unsere realität nur von finanziellen gesichtspunkten geprägt. und es gibt einen guten grund, warum man den abend lieber mit einer unterhaltung mit jenen kreativen füllt, als mit einem erfolgreichen broker oder einem vollzeitbeamten.
geldsorgen sind nicht zu unterschätzen. aber wen die muse küsst, der soll ihr antworten bzw. ihr folgen. das glück, was man dadurch reinholt, ist priceless und "worth the struggle". der abgesang auf das neue arbeitsleben ist so alt wie das internet.
hätte so einen artikel wirklich nicht in der taz vermutet.
18.03.2010 11:16 Uhr
von einem:
Liebe taz, was zahlt ihr eigentlich euren Praktikanten? Wahrscheinlich auch nicht das, was sie verdienen...
18.03.2010 11:09 Uhr
von Mat @ Dieter Kleinschmied:
Bei solchen ahnungslosen Beiträgen frage ich mich doch immer wieder, wer hier eigentlich die ganze Zeit mit Tagträumen beschäftigt ist und wer hier wen eigentlich aushält, bzw. immer wieder aushalten muß.
18.03.2010 11:07 Uhr
von Jinxx:
Aufgesetzter Disput um ein konstruiertes Phänomen.
Wohl kaum ein Journalist, Webdesigner,etc. würde sich einer Festanstellung bei ZDF,ARD,taz und Co. werweigern.Es ist nur so, dass es diese Jobs kaum noch gibt, gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch steigende Absolventenzahlen. Das Netz stellt für viele die einzige Möglichkeit dar, überhaupt etwas zu publizieren. Damit Geld zu verdienen, erwartet doch kaum jemand.
18.03.2010 09:44 Uhr
von daniel düsentrieb:
Digitale Boheme, das klingt ja schon mal irgendwie verwerflich. Toll. Die digitale Boheme treten also in Konkurrenz zu den Etablierten, und das unbezahlt. Aha. Ja wo kommen wir denn dahin, wenn alle ihr eigenes Ding machen wollen. Wenn z.B. angehende Journalisten keine Lust auf PR Kundenanzeigen konformes Artikelschreiben haben. Ja wo kommen wir denn dahin, wenn plötzlich alle lust haben ihr Leben selbstbestimmt zu leben?! Ungeheuerlicher Gedanke. Spinner Träumer Faule Säcke abgedrehte Freaks Anarchie Chaos alles bricht zusammen. Wir werden alle sterben!
18.03.2010 09:37 Uhr
von Lukas:
Für Kreatives wird nur Geld verballert wenn zu viel davon da ist.
Für Kunst wird nur Geld investiert wenn sich damit noch mehr machen lässt.
Für Werbung braucht man weder Kunst noch Kreativität sondern nur Leichtfertigkeit und Ehrgeiz.
Und Kunstschulen und Akademien sind nur die Warteschlangen die das Szenelokal erst richtig hip machen.
Bis in die 70iger hieß es dagegen noch: "Wer nix ist und wer nix kann, geht zur Post und Bundesbahn. Ist er dazu noch zu dumm drückt er sich bei Siemens rum."
Fazit: Früher haben es die Blödmanner echt leichter gehabt.
18.03.2010 09:24 Uhr
von Valdi:
Sascha Lobo kommt für mich gleich nach Peter Huth.
18.03.2010 08:48 Uhr
von Thomas Fluhr:
Auch im Internet ist es so, dass immer mehr Geld in immer weniger Taschen fließt. Verdient wird mehr als genug, aber die 'Schaffenden' erhalten wenig oder gar nichts, außer dem 'elitären' Gefühl etwas besseres zu sein. Ich bin für bedingungsloses Grundeinkommen, aber hier stößt es an eine Grenze, hier wird ein finanzieller Mehrwert geschaffen, der von Google und Co. abgefischt wird und der Staat soll die 'Arbeiter' bezahlen, das ist etwas anderes als unbezahlt in Familie oder sozialen Projekten o.ä. tätig zu sein.
18.03.2010 07:15 Uhr
von Uwe Kampmann:
Der Knabe heisst Uwe Kampmann, sein kapitale Erkenntnis:"Reich wird man dadurch das man kein Geld ausgibt." Weil er für diese Zeilen auch kein Geld bekommt, begnügt er sich damit zu sagen: "Ich stehe als Digitaler Bohème bereit, 2011 für das Amt zum Oberbürgermeister von Offenbach zu kandidieren." Es genügt den Namen KREATIVSTADT OFFENBACH zu googeln um zu sehen, wo sich das zusammenbraut was noch nicht verraten wird. http://de.sevenload.com/videos/aqtoMG3-Dada-manifestation-from-UK-out-of-Kulturkarree-OF
Grüßchen aus dem Cyberspace
UK
18.03.2010 00:25 Uhr
von ole:
oh gott, was wird hier immer gleich für ein quatsch und dummkram gepostet, sobalds ums internet geht! Das fällt schon mal auf.
Der Artikel selbst auch aber auch nicht so wahnsinnig helle. "Die Freiheit des selbstbestimmten Lebens hat ihren Preis." - ja nun, und was ist daran nicht o.k.? Die Freiheit sich mit seinem Job fertig zu machen gesundheitlich oder psychisch oder sozial, die hat auch ihren (anderen) Preis. Wenn es Leute gibt, die mit weniger Geld klarkommen (als wer eigentlich? Der Durchschnitt? Der taz-Autor? hm?) und mit ihrer Arbeit oder Nicht-Arbeit zufrieden sind, wo ist das Problem???
Natürlich wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen des Problems, dass es nicht mehr und vermutlich nie wieder "genug" an klassischer Erwerbsarbeit (Festanstellung, Vollzeit, lebenslang, "gut" bezahlt) geben wird, weils so viel Industriearbeit eben nicht mehr gibt. Und dann würden eben viele weniger, die meisten mindestens ein bisschen arbeiten und jeder würde ein bisschen was verdienen. und wer ein bisschen mehr will, arbeitet ein bisschen mehr. Im Grunde ist das doch schon heute so.
Fragt sich eigentlich nur, warum der Autor so einen laaaaangen Text ohne jeden Beleg (wenn man mal ein paar Tocotronic- und Blog-Zitate nicht als empirischen oder wenigstens ansatzweise wissenschaftlichen Fakt missdeuten will) mit so viel Hass auf ein paar Menschen schreibt, die freiwillig "nicht so viel" verdienen?! Auch die Szenefreaks der sog. "digitalen Boheme" haben übrigens nie gesagt, dass sie irgendwie, mit "MArke Eigenbau" oder wie auch immer, automatisch "reich" werden - dass das manche naive Beobachter aber meinten, macht wohl die eigentliche "Blase" aus.
Aber wie gesagt: Warum überhaupt so ein aufgeblasener Text ohne echte Substanz: Eine Vierzeiler-Behauptung oder ein 20.-Zeilen-Kommentar hätte für die Message auch gereicht!
17.03.2010 23:44 Uhr
von susi:
Wer sich die Haare färbt und via Internet Kreatives rausbläst, sollte direkt verbeamtet werden.
17.03.2010 22:54 Uhr
von konserve:
meine güte! haben die das nicht erst die letzten wochen über in der f.a.z. durchgekaut. digitales denken und so...
habe das gefühl, der rothaarige blogschreiber soll hier einfach noch mal hergezeigt werden. macht ja sonst keiner mehr.
17.03.2010 21:16 Uhr
von Mein Name:
"Lords der digitalen Wolken"? Ich hab das Original nicht bei der Faz, sondern bei Spon gefunden, aber wer immer das war, die Übersetzung ist zu dämlich. Digitale Wolken, my ass.
17.03.2010 18:36 Uhr
von john turbo:
internet macht vorwiegend nur geld mit poker, porno und dating. da darf man sich nichts vormachen. und ja es wäre schön wenn diese kreativ-boheme digital blase endlich mal platzen würde und die leute mal wieder anständige berufe wie krankenpfleger, schreiner oder rüstungsingeniör idealisieren würden.
jeder idiot will doch heutzutage irgendwas mit medien zu tun haben .
und dann gilt auch
lieber wieder mal richtig vögeln und saufen anstatt bei facebook nochmal drei freunde zu machen.
17.03.2010 18:00 Uhr
von Martin:
Der Artikel trifft es auf den Punkt.
Hinzu kommt das die meisten Geschäftsleute den Wert digitaler Arbeit leider total unterschätzen. Plattformen wie "designenlassen" oder andere MyHammer Derrivate tragen nicht unerheblich für diesen Werteverfall bei.
Und nicht jeder, der Photoshop ein wenig bedienen kann ist auch automatisch Designer...
Und übrigens:
"Kunst ist an das Geld anderer Leute zu kommen" - Andy Warhol
17.03.2010 17:59 Uhr
von pEt:
lösung des problems:
Bedingungsloses Grundeinkommen!!!!!!
17.03.2010 17:40 Uhr
von Huck:
Selten so einen unreflektierten Überdenkammscherschmonz gelesen. Mit Verlaub…
17.03.2010 17:20 Uhr
von Rainer A. aus HH:
Herr Ingenhoff bewertet alternative Lebensformen offenbar allein anhand ihres bisherigen monetären Ertragspotenzials. Dabei ist es hier und anderswo schon immer selbstverständlicher Alltag gewesen, dass viele Leistungen entgeltlos erbracht werden: in Familie, Verein, Partei, Kultur, Nachbarschaft, allen denkbaren sozialen Bezügen ... . Das ist auch im digitalen Zeitalter nicht anders. Wer jetzt einen "Abgesang" der unentgeltlichen digitalen Arbeit anstimmt, entwertet de-facto alle bisherigen Errungenschaften im Netz, die durch Open-Source und Open-Access erreicht wurden und für die jenseits der monetären Marktfähigkeit ein Bedarf besteht, in der Breite und in vielen Nischen, die auch ihre Berechtigung haben.
Natürlich werden viele der Netz-Akteure bisher mit Geldern finanziert, die nicht unmittelbar als Gegenleistung für ihre Leistung gedacht sind. Das eigentliche Problem ist aber nicht das nicht vorhandene Einkommen als Gegenleistung, sondern die chronische Einkommenslosigkeit vieler Menschen, die diese Leistung erbringen wollen.
Letztendlich bleibt Herr Ingenhoff in einer pessimistischen Lagebeschreibung gefangen. Er zeigt, dass er von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens entweder nichts gehört hat oder nicht in der Lage ist, sein optimistisches und zukunftsweisendes Potenzial anzuerkennen und mit den digitalen Herausforderungen der entgeltlichen und entgeltlosen Arbeitswelt zu verknüpfen.
Digitale Bohème ? Ja, Bitte ! Und alle anderen Bohèmes auch: Willkommen in einer Gesellschaft auf dem (sicher anstrengenden) Weg zum bedingungslosen Grundeinkommen !
17.03.2010 17:15 Uhr
von Yadgar:
Womit kann man im Internet überhaupt Geld verdienen?
Sicherlich nicht mit wie auch immer geartetem "Content", da steckt die Uni-Rechenzentrums-Mentalität zu tief in uns allen, schließlich gab es in der guten alten Zeit, als "Internet" im wesentlichen eine Veranstaltung von ein paar langhaarigen Informatik-Nerds war, auch alles umsonst. Wozu soll man sich eine Handvoll Spiegel-Premiumartikel für jeweils 60 Cent online kaufen, wenn man für 3,60 € eine komplette Printausgabe am Kiosk bekommt (oder sich, falls schon vergriffen die Artikel in einem Bibliotheksarchiv kopiert)? Nein, Geld verdient wird im Internet nur von den Zugangsprovidern, der Werbebranche und dem mehr oder weniger legalen Handel mit persönlichen Daten der Benutzer!
Warum gibt es wohl Google, YouTube, Facebook, MySpace, StudiVZ und die ganze übrige tolle Web 2.0-Welt, die Millionen und Abermillionen Blogs und Foren, wenn die Inanspruchnahme all der schönen Dienstleistungen nichts kostet?
Data Mining, was sonst!
Und damit meine ich auch die unzähligen Online-Ausgaben von Printmedien - welcher Verlag würde sich eigene Kundschaft für die Printerzeugnisse abgraben, wenn Onlinewerbung und Abfischen von privaten Daten nicht mindestens genauso lukrativ wären?
17.03.2010 16:48 Uhr
von Pamela Hackel:
Ich bin durch Zufall bereits vor drei Jahren während meines Studiums der Sozial- und Organisatinspädagogik in der Universität Hildesheim auf die digitale Bohème gestoßen und habe darüber im letzten Jahr meine Abschlussarbeit verfasst. Diese untermauert wissneschafltich nochmals die Aussagen in diesem Artikel. Sie wurde in der Hildesheimer Universitätsbibliothek veröffentlicht.
17.03.2010 16:32 Uhr
von Fabi:
Folgende Vodafone-Werbung wurde letztes Jahr auch schon sehr "kontrovers" diskutiert:
http://www.youtube.com/watch?v=tIMWXYvrvVs
Die letzten beiden Blogposts der netten Dame mit dem Kleinkind (ab 0:10) waren dann ein von Vodafone gesponsorter Test eines Handys (inkl sämtlicher Beschreibungen für Frauen des horizontalen Gewerbes in den Kommentaren) und Ihre logische Entscheidung sich diesen Stress als frische Mutter nicht mehr anzutun.
Es wird also anscheinend vom "Netz" nicht gerne gesehen, wenn Ihre "Idole" versuchen, Geld zu verdienen - bzw Ihre Authentizität mit Werbung in Frage stellen. Falls man einige Blogtrolle als Repräsentanten des Netzes ansehn will... was Ihnen aber eigentlich niemand faktisch absprechen kann, oder?
17.03.2010 16:25 Uhr
von Dieter Kleinschmied:
Das Problem ist doch, dass sich dank Internet heutzutage jeder Depp für einen kreativen Künstler hält. Die Anzahl der "Künstler" und "Netzwerker" ist einfach zu groß, um vom produktiven Teil der Bevölkerung ausgehalten zu werden. Empfehlung: Einfach mal das Tagträumen einstellen und einer produktiven Arbeit nachgehen!
17.03.2010 16:16 Uhr
von dietah:
Ach die Sache mit Mozart und den dicken Aristokraten.
Ich war weiland mal auf einer Veranstaltung zum Thema Kultur im 21ten Jhrdt., mit Bütteln des Kapitals als Podiumsdiskussion.
Guido war auch da, noch nicht so ein wichtiger wie heute.
Er empfahl das Mäzenatentum denn auch gleich als zukünftige Finanzierungsform und nahm historischen Bezug auf die ekeligen Stadthalter vergangener Jahrhunderte.
Also auf ihr Schaffenden, Arschkriecherei ist wieder salonfähig. Salon, hähä.
btw: Das Frühstück war echt mies und eigtl. war ich genau deswegen da. Hätte bei einer Eliten Veranstaltung doch ein bisschen mehr erwartet. Meine Steuergelder hätten hier ruhig etwas stilvoller verschwendet werden dürfen. Guidos Gesabbel wars defnitiv nicht.
17.03.2010 16:12 Uhr
von Bleikiel:
Zum Thema Micropayment / Value Sharing ein Vorschlag:
http://www.slideshare.net/uerdmann/mypie-dein-stck-vom-kuchen-20-284998
17.03.2010 16:05 Uhr
von Ulf:
Digitale Boheme.... Urbane Penner trifft es doch besser. Jemand der ohne WiFi Coffeshop nicht "arbeiten" kann, hat entweder keine Wohnung oder Ihm wurde der DLS anschluss abgeklemmt.
17.03.2010 15:38 Uhr
von einer:
"Eine alternative Lebensform jenseits von Festanstellung und freiem Schaffen ist nicht möglich"
Klar ist sie das. Das Zauberwort nennt sich Rendite. Zins. Kapital. Ist ganz einfach. Man muß nur erben.
17.03.2010 15:31 Uhr
von Eisvogel:
Ach. Habt Ihr das auch schon gemerkt.
17.03.2010 15:19 Uhr
von Aus Haching:
"Kreativen" geht es heute weder schlechter noch besser als früher. Nach wie vor geht es um die Frage: Schaffe ich etwas, für das jemand anderes bereit ist, mir Geld zu geben?
Das war schon zu Zeiten von Mozart so - der ließ sich von Fürsten und Erzbischöfen finanzieren, die sich mit seinem Ruhm schmückten. Kafka arbeitete in einer Versicherung (also einem "entfremdenden Brotberuf", welch Arroganz steckt in diesem Ausdruck). Usw. usw.