Alfred Grosser war eingeladen, in der Frankfurter Paulskirche zum Gedenken an die Pogrome vom 9. November 1938 zu reden. Der Streit ließ nicht lange auf sich warten.von Rudolf Walther
Das Verhalten des Zentralrats ist beschämend, wie so oft schon. Aber auch das Frankfurter Mitglied, der (ehemals) Linke, Micha Brumlik, argumentierte in einem Interview mit 3sat/Kulturzeit wie Kramer und Naumann. Will er sie beerben? Was ist aus der "ReichskristallnachT" anderes zu lernen, als darauf zu achten, daß nie wieder Ähnliches passieren darf. Yehuda Bauer schrieb einmal über die "Lehren aus der Schoah", daß den alten 10 Geboten drei weitere hinzuzufügen seien: DU, DEINE KINDER UND KINDESKINDER SOLLEN NIEMALS TÄTER WERDEN.DU, DEINE KINDER UND KINDESKINDER DÜRFEN NIEMALS OPFER SEIN. UND DU, DEINE KINDER UND KINDESKINDER SOLLEN NIEMALS, ABER AUCH NIEMALS PASSIVE ZUSCHAUER SEIN.
10.11.2010 17:33 Uhr
von Rainer David W. Früh:
Ja, Kunibert, Sie als Israelkritiker sind schon eine arme Sau, vor dem Hintergrund, dass niergendwo in Deutschland Israel und Juden kritisiert werden dürfen. Wo Sie, ob Ihrer Israelkritik, ausgeschlossen werden, bleibt zwar Ihr Geheimnis, aber ich kann´s mir vorstellen, das tägliche Spießrutenlaufen durch die jüdischen Viertel von Deutschland bzw. die Gebiete, die vom Zentralrat der Juden kontrolliert werden. Dieser Terror, dem man den ganzen Tag seiner israelkritischen Haltung wegen ausgeliefert ist. Ich wette, deshalb haben Sie auch schon Ihren Job verloren und der Bewilligungsbescheid für Hartz IV wird auch durch Intervention der Zionisten zurückgehalten.... Sicherlich bekommen Sie auch täglich Todesdrohungen, stehen doch ohnehin schon auf der Abschussliste des Mossad (und wenn die "Abschuss" sagen, meinen die auch Abschuss, ich weiß es!). Und die verfolgen auch jeden hier in Deutschland, der sich schon mal israelkritisch geoutet hat und sei es ein noch so unbedeutender Dummschwätzer, der nach acht Tagen Stromausfall schon den Lynchmord (offensichtlich auch durch die Zionisten) fürchtet. Ich bewundere Sie für Ihren Mut!
10.11.2010 12:44 Uhr
von Djuli:
Es ist doch ganz klar, warum die Leitung des Zentralrats Herrn Grosser so missfällt - weil er Israel kritisiert.
Wer immer das öffentlich tut, wird sich den Unbill des Zentralrats zuziehen, Nicht-Juden werden als Anti-Semiten diffamiert und Juden als Selbsthasser. Man 'darf natürlich kritisieren, aber....' - so kennen wir das, 'aber eben eigentlich nicht' und wenn dann bitte nicht in aller Deutlichkeit, sondern höchstens so verhuscht, dass niemand sich daran zu stören braucht.
So geht das doch schon seit vielen Jahren - und nützliche Idioten sind die, die sich so leichtfertig und mit vorauseilendem Gehorsam in den Dienst dieser Polemik stellen, wie z.Bsp. der Freiburger Bürgermeister, der gerade die Ausstellung der Nakba verhindert hat.
Palästinensisches Leid ist Leid dritter Klasse und man verschone die Öffentlichkeit bitte davon. Man versucht sogar zu verhindern, dass sie sich selbst ein Bild davon machen kann und versucht auch die respektabelsten Kritiker zum verstummen zu bringen.
Auch ein äußerst verdienstvoller und zutiefst humanitär engagierter Herr, Rupert Neudeck, wurde die bereits angeplante Vorstellung eines israelkritischen Buches in Frankfurt verwehrt, weil Arno Lustiger intervenierte.
Schön, dass so ein integrer, menschlicher und respektabler Gast von der Stadt Frankfurt eingeladen wurde und schön, dass sich die Oberbürgermeisterin nicht eingeknickt ist - das wäre ein echtes Armutszeugnis und ein echter Eklat gewesen. Sollen die Israel-Kritiker-kritischen Herren ruhig zu Wort kommen - und alle anderen bitte schön auch.
10.11.2010 12:16 Uhr
von Kunibert:
Es ist ein Fakt, dass man sich in Deutschland kaum kritisch zur israelischen Politik äußern darf. Man wird sofort als Judenfeind eingestuft und ausgeschlossen. Hingegen ist es überhaupt kein Problem über die ebenfalls in den KZ´s ermordeten Sinti & Roma oder Zeugen Jehovas herzuziehen. Für einen „aufgeklärten“ Europäer gehört es derzeit auch zum guten Ton massiv Muslime zu diffamieren. Die hochgelobte Meinungsfreiheit wird heutzutage überwiegend für Unterstellungen und Beschimpfungen genutzt. Und sie endet sehr schnell dort, wo sie auf den Kritiker zurückfällt.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns auch nach Jahrtausenden der Kultur und Bildung immer noch nicht all zu sehr vom Homo sapiens der Urzeit unterscheiden. In den Katastrophenschutzzentren geht man davon aus, dass bei einem anhaltenden Stromausfall spätestens nach 5 Tagen Plünderungen einsetzen. Spätestens nach 8 Tagen gibt es die ersten Lynchmorde.
Leserkommentare
11.11.2010 08:57 Uhr
von Dr. Ines Lehmann:
Das Verhalten des Zentralrats ist beschämend, wie so oft schon. Aber auch das Frankfurter Mitglied, der (ehemals) Linke, Micha Brumlik, argumentierte in einem Interview mit 3sat/Kulturzeit wie Kramer und Naumann. Will er sie beerben? Was ist aus der "ReichskristallnachT" anderes zu lernen, als darauf zu achten, daß nie wieder Ähnliches passieren darf. Yehuda Bauer schrieb einmal über die "Lehren aus der Schoah", daß den alten 10 Geboten drei weitere hinzuzufügen seien: DU, DEINE KINDER UND KINDESKINDER SOLLEN NIEMALS TÄTER WERDEN.DU, DEINE KINDER UND KINDESKINDER DÜRFEN NIEMALS OPFER SEIN. UND DU, DEINE KINDER UND KINDESKINDER SOLLEN NIEMALS, ABER AUCH NIEMALS PASSIVE ZUSCHAUER SEIN.
10.11.2010 17:33 Uhr
von Rainer David W. Früh:
Ja, Kunibert, Sie als Israelkritiker sind schon eine arme Sau, vor dem Hintergrund, dass niergendwo in Deutschland Israel und Juden kritisiert werden dürfen. Wo Sie, ob Ihrer Israelkritik, ausgeschlossen werden, bleibt zwar Ihr Geheimnis, aber ich kann´s mir vorstellen, das tägliche Spießrutenlaufen durch die jüdischen Viertel von Deutschland bzw. die Gebiete, die vom Zentralrat der Juden kontrolliert werden. Dieser Terror, dem man den ganzen Tag seiner israelkritischen Haltung wegen ausgeliefert ist. Ich wette, deshalb haben Sie auch schon Ihren Job verloren und der Bewilligungsbescheid für Hartz IV wird auch durch Intervention der Zionisten zurückgehalten....
Sicherlich bekommen Sie auch täglich Todesdrohungen, stehen doch ohnehin schon auf der Abschussliste des Mossad (und wenn die "Abschuss" sagen, meinen die auch Abschuss, ich weiß es!). Und die verfolgen auch jeden hier in Deutschland, der sich schon mal israelkritisch geoutet hat und sei es ein noch so unbedeutender Dummschwätzer, der nach acht Tagen Stromausfall schon den Lynchmord (offensichtlich auch durch die Zionisten) fürchtet.
Ich bewundere Sie für Ihren Mut!
10.11.2010 12:44 Uhr
von Djuli:
Es ist doch ganz klar, warum die Leitung des Zentralrats Herrn Grosser so missfällt - weil er Israel kritisiert.
Wer immer das öffentlich tut, wird sich den Unbill des Zentralrats zuziehen, Nicht-Juden werden als Anti-Semiten diffamiert und Juden als Selbsthasser. Man 'darf natürlich kritisieren, aber....' - so kennen wir das, 'aber eben eigentlich nicht' und wenn dann bitte nicht in aller Deutlichkeit, sondern höchstens so verhuscht, dass niemand sich daran zu stören braucht.
So geht das doch schon seit vielen Jahren - und nützliche Idioten sind die, die sich so leichtfertig und mit vorauseilendem Gehorsam in den Dienst dieser Polemik stellen, wie z.Bsp. der Freiburger Bürgermeister, der gerade die Ausstellung der Nakba verhindert hat.
Palästinensisches Leid ist Leid dritter Klasse und man verschone die Öffentlichkeit bitte davon. Man versucht sogar zu verhindern, dass sie sich selbst ein Bild davon machen kann und versucht auch die respektabelsten Kritiker zum verstummen zu bringen.
Auch ein äußerst verdienstvoller und zutiefst humanitär engagierter Herr, Rupert Neudeck, wurde die bereits angeplante Vorstellung eines israelkritischen Buches in Frankfurt verwehrt, weil Arno Lustiger intervenierte.
Schön, dass so ein integrer, menschlicher und respektabler Gast von der Stadt Frankfurt eingeladen wurde und schön, dass sich die Oberbürgermeisterin nicht eingeknickt ist - das wäre ein echtes Armutszeugnis und ein echter Eklat gewesen. Sollen die Israel-Kritiker-kritischen Herren ruhig zu Wort kommen - und alle anderen bitte schön auch.
10.11.2010 12:16 Uhr
von Kunibert:
Es ist ein Fakt, dass man sich in Deutschland kaum kritisch zur israelischen Politik äußern darf. Man wird sofort als Judenfeind eingestuft und ausgeschlossen. Hingegen ist es überhaupt kein Problem über die ebenfalls in den KZ´s ermordeten Sinti & Roma oder Zeugen Jehovas herzuziehen. Für einen „aufgeklärten“ Europäer gehört es derzeit auch zum guten Ton massiv Muslime zu diffamieren. Die hochgelobte Meinungsfreiheit wird heutzutage überwiegend für Unterstellungen und Beschimpfungen genutzt. Und sie endet sehr schnell dort, wo sie auf den Kritiker zurückfällt.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns auch nach Jahrtausenden der Kultur und Bildung immer noch nicht all zu sehr vom Homo sapiens der Urzeit unterscheiden. In den Katastrophenschutzzentren geht man davon aus, dass bei einem anhaltenden Stromausfall spätestens nach 5 Tagen Plünderungen einsetzen. Spätestens nach 8 Tagen gibt es die ersten Lynchmorde.