• 12.04.2012

Nach dem Rücktritt von Gesine Lötzsch

Dialektik des Aufhörens

Die Öffentlichkeit vermutet SpitzenpolitikerInnen seien Maschinen, Machtmaschinen eben. Solche aber können ja gar nicht aus privaten Gründen aufhören zu funktionieren.von Ulrike Winkelmann

  • 12.04.2012 14:10 Uhr

    von Rodrigo:

    Ausgerechnet aus Cuba hat sich Ernst Thälmann mit einer Rücktrittsempfehlung an GL (GESI-NO aber Gy-SI)schon vor ein paar Tagen gemeldet:http://www.youtube.com/watch?v=v_ubuCkfmus

  • 12.04.2012 13:28 Uhr

    von Weinberg:

    Ich danke Frau Winkelmann sehr herzlich zu ihrem Beitrag!

  • 12.04.2012 13:20 Uhr

    von kroete:

    Auch in der Linken hat Frau mit ihrer Gechlechtsrolle zu kämpfen. Gelingt es Frau hier eine Rollendistanz herzustellen, so gilt sie je nach Blickwinkel als Rabenmutter, schlechte Ehefrau, Emanze oder einfach nur als machtgieriges Monster im falschen Geschlecht.
    Dass G. Lötzsch hier im üblichen weiblichen "double - bind" eine Entscheidung zugunsten ihres Mannes gefällt hat, möchte ihr niemand wirklich abkaufen, da sie ihre Partei allzu oft in Erklärungsnöte gebracht hat und im zähen Ringen um die Macht an der Spitze nicht die besten Chancen hätte.
    Ihr Rücktritt kommt vielleicht zur rechten Zeit, um weniger schmerzlich den Weg für Alternativen frei zu machen und in den Landtagswahlen die 5% - Hürde zu nehmen.

  • 12.04.2012 13:04 Uhr

    von seyinphyin:

    Es ist an sich nur logisch, dass in einer untergehenden Demokratie auch die demokratischen Parteien untergehen, zu denen unsere Blockparteien ja nun nicht gehören, das sieht man an Agenda 2010, an ESM, an Gauck und auch an der beliebigen Koalitionsverträge gegen die eigenen Wähler.

    Schade, dass es kein Gesetz gegen Propaganda und Korruption in diesem Land gibt, denn hätte wir vll noch eine Chance, diese Demoratie zu retten.

    Der einzige Lichtblick ist, dass der Kapitalismus ja bereits im krampfhaften Todeskampf liegt und damit auch die oligarchen Strukturen zerfallen. Wie gewaltsam dieser Zusammenbruch letztlich werden wird, ist dagegen leider noch nicht absehbar.

    Was die Linke macht ist letztlich egal, der Durchschnittsdeutsche hat keinerlei Ahnung von den Zusammenhängen von Wirtschaft, Finanzsystem und Politik und lässt sich von der breiten Presse jeden noch so schwachsinnigen Dreck andrehen.

    Daher scheitert die Demokratie lange vor jeder Wahl und jeder Regierungsbildung, aber das ist ja die Absicht dahinter.

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