• 24.07.2012

Minderjährige Flüchtlinge in Bayern

„Wir werden hier verrückt“

In der Bayernkaserne in München leben minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Ihr Aufenthalt dort ist weder kindgerecht noch menschenwürdig. Ein Besuch.von Marlene Halser

  • 31.07.2012 19:54 Uhr

    von Holzer:

    Und damit es in der Fremde nicht gar so trist ist,bringen die Afghanen ihre lieb gewordenen Verhältnisse einfach mit!


    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kulturkampf-pruegelei-in-muenchner-moschee-lebenswandel-des-imam-stoert-glaeubige/6946414.html

    Blöd nur das Steinigen bei uns verboten ist!Da kann man schon verrückt werden!Im übrigen,gibt es in München keine 1€ Jobber!?Die sind nämlich bei uns dafür zuständig das es in der Gemeinschaftsküche nicht so ausschaut wie auf obigen Foto!Soviel Willkommenskultur muß einfach sein,wo führt das schließlich hin wenn die Schätzchen selber ihren Dreck weg räumen!

  • 29.07.2012 18:48 Uhr

    von 089:

    ...sehr treffender Artikel - Deutschland und vor allem die bayerische "christliche" Landesregierung sollten sich für solche Zustände schämen!

    ...an den meisten Kommentaren erkennt man leider wieder, wie weit & tief Rassismus immer noch in unserer Gesellschaft verankert ist...

  • 26.07.2012 08:42 Uhr

    von Nachdenklicher:

    Vielleicht bin ich engstirnig, aber diese Anspruchshaltung finde ich ärgerlich. Vielleicht bekäme der junge Mann in anderen Ländern eine angenehmere Unterkunft und bessere Versorgung als in Deutschland? Warum ist er so zielstrebig zu uns gekommen und hat sich nicht in Italien oder Griechenland um Asyl beworben? Immer schön rein ins reiche Deutschland, wo man die Straßen mit Schampus wischt!!! Ironie off.

  • 25.07.2012 11:16 Uhr

    von Annelie:

    Traurig, einfach nur traurig, ist nicht nur der Artikel, sondern vor allem die Kommentare. Wenn selbst taz Leser, so denken, ist es kein Wunder, das die meisten Menschen viel zu egoistisch und mit ihren eigenen Problemchen beschäftigt sind, um über ihren Tellerrand zu schauen, um zu bemerken, wie die Lage in anderen Ländern ist. Wollen sie alle damit sagen, das ihre Einstellung ist: "Ist doch nicht meine Schuld, das der Junge in Afghanistan geboren wurde, hauptsache ich lebe in Deutschland, hab ein schönes Leben und mir geht es gut".
    Es kann verdammt nochmal niemand was dafür, in welche Situation er oder sie hinein geboren wurde und deshalb sehe ich es als unserer aller Verpflichtung, Menschen zu helfen, die aus ihrem eigenen Land fliehen müssen!!!

  • 25.07.2012 10:06 Uhr

    von Almuth:

    Deutschland hat 2010 endlich auch Art.3Abs. 1 UN-Kinderrechts-Konvention uneingeschränkt unterzeichnet, das heißt „bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorgan getroffen werden, [ist …] das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist“. Nach der UN-Konvention sind auch Jugendliche bis 18J. noch als Kinder zu behandeln.
    Warum zeigt niemand diesen besch.. Freistaat an???
    Jede/r Münchner soll sich vorstellen, seine eigenen Kinder würden so behandelt. Das ist unmenschlich und nicht zu ertragen.

  • 25.07.2012 09:56 Uhr

    von B-UMF:

    Dabei hat das Bayerische Sozialministerium erst vor ein paar Wochen einen Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz mitunterzeichnet, der besagt, dass jungen Flüchtlinge in der Jugendhilfe in Obhut zu nehmen sind. Auch für Bayern gilt, dass die Menschenwürde migrationspolitisch nicht zu relativieren ist!

  • 25.07.2012 03:36 Uhr

    von ion:

    Irgenwie unglaubwürdig, dass die jungen Afghanen – nachdem die griechische Hafenpolizei sie "geschnappt, inhaftiert, getreten und geschlagen" hatte – dann noch Geld für einen "Schlepper" gehabt haben könnten, der sie "nachts mit dem Schnellboot nach Italien" gebracht haben soll.
    However, Bayern ist bekannt für seine 'traditionelle' Interpretation einer Sozialstaatlichkeit – und vermutlich ist einer der Gründe aus denen Seehofer & Co jetzt wg. des Länderfinanzausgleichs klagen will, dass man jetzt endlich auch für angemessene Asylbewerber-Unterkünfte, etc. sorgen will, oder etwa nicht?
    Und solche 'Gutmenschen' wie die von: «Innere Mission München, Diakonie in München und Oberbayern e.V.» sollten sich konsequenterweise aus solchen (staatlichen) Einrichtungen fernhalten, wenn sie nicht dazu in der Lage oder Willens sind, den Staat (mit Rechtsmitteln) zur Einhaltung gesetzlicher Regelungen zu zwingen. So machen sie sich kooperativ dort wie vielerorts allemal zum primär eigennützig handelnden Erfüllungsgehilfen – aber zum Zweck der Akkumulation von staatlichen Geldern, Einfluß, Missionierung ist denen ja offenbar alles recht.

  • 24.07.2012 23:40 Uhr

    von sebastian:

    Also wenn ich aus einem land wie afghanistan kommen würde, dann wäre ich vermutlich selbst über diese kaserne froh. Schonmal ein krankenhaus in kabul von innen gesehen?

    von den 60 jungs wird doch mal einer nen lappen mit ein bischen spüli beträufeln können und die kochplatten sauber machen.
    das wäre eine gute übung den junfs ein wenig eigenverantwortung beizubringen.

    Die kaserne ist sicherlich kein paradies, es liesse sich aber sicherlich etwas angenehmer gestalten.

  • 24.07.2012 21:03 Uhr

    von Michael:

    Natürlich ist eine Kaserne nicht der beste Platz für Flüchtlinge. Auch die Soldaten fanden diese Kaserne nicht besonders wohnlich. Aber was wollen die "Helfer" denn? Ein Wohnung für jeden in Innenstadtlage, mit PKW-Stellplatz und netten Nachbarn? Der verdreckte Zustand einer solchen Einrichtung ist nur den Bewohnern zuzuschreiben, egal ob Duschen, Toiletten oder eben Küchen. Zumindest sind die Flüchtlinge hier ihres Lebens sicher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in den Herkunftsländern überhaupt eine derartige Grundsicherung gab.

  • 24.07.2012 20:32 Uhr

    von Es reicht:

    Ja entschuldigung, daß wir Steuerzahler nicht auch noch mit einer Hundertschaft Reinigungskräfte dafür sorgen, daß der Dreck den die Flüchtlinge verursachen, weggeräumt wird.
    Frau Halser, mit welcher Einstelloung gehen Sie eigentlich durch das Leben. Ich gehe davon aus, daß in der Kaserne genügend Reinigungsmaterial zur Verfügung steht und Zeit haben die Insassen auch. Also, was spricht dagegen, daß die Flüchtlinge selbst für Sauberkeit sorgen. Gut, dann haben Leute wie Frau Halser nichts mehr zum jammern.
    Es wird zeit, daß sämtliche Redakteure der taz zukünftig nicht mehr zu GEZ-bezahlten Quatschsendungen eingeladen werden. Soll sich Frau P0ohl zuerst um die Gesinnung von so Leuten wie Frau Halser kümmern!

  • 24.07.2012 20:24 Uhr

    von Didier:

    Brutal, ich habe in dieser Kaserne von 89' - 90' meinen Wehrdienst abgeleistet und jetzt so ein Wiederhören. Aber was soll die Nebenbemerkung "...schon zu Nazi Zeiten...". Das trifft ja wohl auf viele Kasernen in DE zu.

  • 24.07.2012 20:13 Uhr

    von noevil:

    Dass eines der reichsten Bundesländer Deutschlands jungen Menschen, die Schutz und Chancen suchen, solche Zustände "bietet", das ist ein überaus bemerkenswertes Armutszeugnis.

    Beschämend!

  • 24.07.2012 19:37 Uhr

    von "Kinder":

    "Auch weigerten sich viele Flüchtlinge, in ein Wohnheim außerhalb Münchens zu ziehen.
    Mitarbeiter des Flüchtlingsrates klagen, es sei unzumutbar, die Jugendlichen nach zehn Monaten des Hoffens und Wartens von ihren Freunden zu trennen."

    Kein Kommentar zu diesem Zitat, nur ein Fazit: Ein lächerlicher Tränendrüsenartikel, dessen Widersprüchlichkeit nun jedem, der halbwegs bei Verstand ist, auffällt. 17jährige als Kinder zu bezeichnen ("nicht kindgerecht") ist übrigens an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

  • 24.07.2012 19:28 Uhr

    von kitschautorin.wordpress.com:

    "Und die sollen, das hat der Freistaat schriftlich festgelegt, nicht bleiben, sondern mit allen Mitteln dazu gebracht werden, in ihr Heimatland zurückzukehren. Bei Nemat hätten die bayerischen Behörden dieses Ziel fast erreicht."

    Traurig, einfach nur traurig.

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