Mit einer Klage will die EU-Kommission Deutschland zu einem neuen Gesetz zur Speicherung von Telefon- und Internetdaten zwingen. Es droht ein Millionen-Bußgeld.

Rund 37 Millionen E-Mails und Telefongespräche hat der BND im Jahr 2010 gefilzt. Bei der Frage nach Details mauert die Bundesregierung. von Torsten Kleinz

Zum Geburtstag des Grundgesetzes startet eine Kampagne gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Eine E-Petition kann bereits 64.000 Unterschriften vorweisen. von Du Pham

Wie findet man heraus, mit welchem Dienst man am besten Tracking verhindert? Ein Selbstversuch in ungezählten Akten. Aber es gibt ein Ergebnis. von Frédéric Valin
Eigentlich wollte der Bundestag über zwei Seiten einer Medaille debattieren. Doch während beim einen alle etwas anderes wollen, sind sie beim anderen einig sprachlos. von Falk Lüke

Ein US-Student filmte heimlich seinen homosexuellen Kommilitonen und veröffentlichte das Video auf Twitter. Der Gemobbte stürzte sich in den Tod.

Anonymous hat erneut einen Server des US-Justizministeriums angegriffen. Betroffen gewesen sei die Statistikabteilung, hieß es von Seiten der Behörde.

Die Piratenpartei legt einen zehnteiligen Forderungskatalog zur Reform des Urherberrechts vor. Die Regeln sollen an die Informationsgesellschaft angepasst werden.

In Leipzig stehen die Köpfe hinter der illegalen Filmplattform kino.to vor Gericht. Längst gibt es Nachfolge-Seiten. Eine Frage bleibt: Ist ihre Nutzung verboten? von Johannes Gernert

Die iranische Internetzensur ist eine der rigidesten weltweit. Nun hat die Regierung Unternehmen verpflichtet, nur iranische Anbieter für Netzdienste zu verwenden. von Torsten Kleinz

Einer der verurteilten Gründer von „Pirate Bay“ zieht vor den Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Sein Argument: die Filesharing-Seite falle unter die Informationsfreiheit. von Reinhard Wolff

Anonymous-Aktivisten haben offenbar Daten der Unterzeichner des „Wir sind die Urheber“-Aufrufs im Netz veröffentlicht. Die Aktion zeigt, wie sehr die Fronten verhärtet sind. von Falk Lüke

Nach wechselseitigen Vorwürfen und Appellen ist es nun so weit: Urheber und Internetnutzer kommen ins Gespräch – auf der Internet-Plattform iRights.info.

Nach dem Eintreten prominenter Künstler und Autoren für das Urheberrecht haben Netz-Nutzer eine eigene Erklärung veröffentlicht. Ihr Ziel: Der Schutz der Kreativität im Netz.

Die britische Regierung will die Vorratsdatenspeicherung ausweiten. In Zukunft sollen Behörden auch Informationen über Mail-Verkehr ohne richterlichen Beschluss abrufen können. von Torsten Kleinz

Das Internet ist der letzte Schrei. Steht der Hereinbruch einer „neuen Gesellschaft“ unmittelbar bevor? Was aber, wenn wir uns nicht „vernetzen“ wollen? von Johannes Thumfart

Charlotte Roche, Martin Walser, Sven Regener: 100 Autoren und Künstler haben sich in einer Erklärung „gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ im Netz ausgesprochen.

Netzpolitische Fragen thematisieren gesellschaftliche Konflikte. Doch selbst die Piraten gewinnen mit dem Thema nicht genug Wähler, meint Parteienforscher Oskar Niedermayer. von Felix Kartte

Twitter wurde Opfer von Kriminellen: Tausende Nutzerdaten wurden im Internet veröffentlicht. Wer die Daten gehackt hat, ist derzeit unklar.

Im Streit um das Abkommen Acta war die EU-Kommission bisher immer dafür. Nun erklärt ausgerechnet EU-Kommissarin Neelie Kroes das Abkommen für tot.

Das Aktivistennetzwerk „Avaaz“ bittet um Spenden für mehr Online-Sicherheit. Die Website soll unter Beschuss stehen. Ob es mit dem US-Wahlkampf zusammenhängt, ist unklar. von Jasna Zajcek

Wissenschaftler Bernhard Pörksen warnt vor dem digitalen Zeitalter und davor, wie Julian Assange zu enden. Dank Smartphone trage jeder eine Allzweckwaffe bei sich.

Offenbar war das Abgreifen von WLAN-Daten doch kein Versehen Googles. In Deutschland droht der Netzfirma nun neuer Ärger mit Datenschützern. Doch Google gibt sich weiter unschuldig.

Der Jurypreis des „Reporter ohne Grenzen“-Awards geht an Blogger aus China und aus Bangladesch. Dazu wurden die neuen „Feinde der Pressefreiheit" vorgestellt, die sich aus den alten rekrutieren.

Mit einem Plädoyer für mehr Freiheit im Netz hat die Bloggerkonferenz „Republica“ in Berlin begonnen. Unter anderem wird es um digitale Geschäftsmodelle und ums Urheberrecht gehen.

Auf der diesjährigen re:publica muss es um Lösungen gehen. Die Probleme von Acta bis Aktivismus sind allen bekannt – oder sollten es zumindest mal langsam sein. von Meike Laaff

Es war ein Google-Mitarbeiter: US-Ermittlungen ergeben, dass die Software von Google Street View bewusst zum Mitschneiden aller WLAN-Daten programmiert worden sein soll.

Das US-Repräsentantenhaus hat das Netzüberwachungsgesetz durchgewunken. Es soll vor Cyber-Bedrohung schützen und beschneidet die Bürgerfreiheit. Das Okay des Senats fehlt noch.

Am Donnerstag endet die EU-Frist zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung. Ab jetzt droht Deutschland ein Bußgeld in Millionenhöhe. von Christian Rath

Jetzt auch noch das Nein der Liberalen. Der Widerstand gegen das Urheberrechtsabkommen Acta im EU-Parlament wächst. Die nötige Mehrheit kommt wohl nicht mehr zustande.

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Kommentar von Meike Laaff
Lanz oder Lebenszeit? Wer Twitter hat, braucht keinen Fernseher und kann trotzdem mitreden – aus zweiter Hand.