Ein wenig Anarchie täte Cannes gut: Vor allem Filme von arrivierten Autorenfilmern sind dieses Jahr im Wettbewerb. Von Regisseurinnen keine Spur. von Cristina Nord

Die griechische Regisseurin Athina Rachel Tsangari spricht über ihren neuen Film „Attenberg“, ihren begeisterten Voyeurismus und ihr Faible für Monty Python.

Sönke Wortmanns Beziehungskomödie „Das Hochzeitsvideo“ bedient sich der Handkamera-Ästhetik, Laiendarstellern – und beschert ihrem Publikum viel Leid. von Thomas Groh

Tim Burtons neuer Film „Dark Shadows“ ist am stärksten, wenn er Gothic-Grusel auf 70er-Jahre-Popkultur stoßen lässt. Johnny Depp spielt einmal mehr den tragischen Außenseiter. von Barbara Schweizerhof

„Derrida, anderswo“ begleitet den französischen Philosophen Jacques Derrida. Beim Denken, Reisen und beim Reden über Lebenslügen und den Schreibprozess. von Elke Dauk

„Raising Resistance“ erzählt vom Kampf der Kleinbauern Paraguays gegen den Soja-Boom. Den Regisseuren ist ein ergreifender Dokumentationsfilm gelungen. von Bert Rebhandl

Céline Sciamma über Geschlechtertrennung, das Casting von Kindern, das Drehen als Spiel und die Arbeit mit einer Fotokamera für ihren Spielfilm „Tomboy“.

Céline Sciammas Spielfilm „Tomboy“ erzählt von einem Mädchen, das so tut, als sei es ein Junge. Es bleibt die Frage, warum Jungs selbstverständlicher toben als Mädchen. von Cristina Nord

Christophe Honorés „Die Liebenden“ ist eine Reminiszenz an die Leichtigkeit der Sechziger. Das Film-Musical vereint Pathos und Wahrhaftigkeit. von Anke Leweke

Zum 50. Todestag Hermann Hesses zeigt die ARD die Literaturverfilmung "Die Heimkehr" und die Dokumentation "Hermann Hesse Superstar". von Jens Müller

Am Dienstag gingen die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen zu Ende. „Mavericks, Mouvements, Manifestos“ erinnerten an das berühmte Manifest. von Dietmar Kammerer

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises hat eine Diskussion um das deutsche Kino ausgelöst. Gut so! Denn die Branche muss endlich mal Haltung entwickeln. von Anke Leweke

Ein Kleinkind erkrankt an Krebs. Was machen die Eltern? Jérémie Elkaïm und Valérie Donzelli verwandelten ihre eigene Geschichte in einen Film: „Das Leben gehört uns“.

Noch so eine Suche nach dem heiligen Gral: Die Comicverfilmung „The Avengers“ hätte der Beginn einer „Herr der Ringe“-Saga für den Marvel-Kosmos werden können. Hätte. von Dirk Knipphals

„Ufo in Her Eyes“ ist der vergnügliche zweite Spielfilm der chinesischen Regisseurin Xiaolu Guo. Und eine böse Satire über die rasanten Umwälzungen in China. von Susanne Messmer

In Wiesbaden beschäftigten sich eine Retrospektive und ein Symposium mit den vielfältigen Hinterlassenschaften des sowjetischen Filmstudios „Lenfilm“. von Oksana Bulgakowa

Das Internationale Frauenfilmfestival stellte an sechs Tagen das aktuelle Schaffen von Filmemacherinnen vor. In diesem Jahr lag der Fokus auf der „Arabellion“. von Claudia Lenssen

„Haus der Sünde“-Regisseur Bertrand Bonello über das Bordell im Paris des Fin de Siècle, Realität und Fantasie sowie Tränen aus Sperma.

Der deutsche Filmtitel „Haus der Sünde“ verheißt billige Erotik. Dabei ist es ein einfühlsamer Film über ein Pariser Bordell an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. von Cristina Nord

Aus den Tagebüchern des Filmers Colin Clark: „My Week with Marilyn“ erzählt von einer Begegnung mit der Ikone. Doch die Bilder der Monroe liefern nichts Überraschendes. von Barbara Schweizerhof

Nach seinem Kampf gegen die Apartheid leitet der frühere Journalist Nico Dekker heute die größten Filmstudios Südafrikas. Sein Ziel: auch Hollywood ans Kap zu locken. von Cigdem Akyol

Die neuen türkischen Filme beim Filmfestival Istanbul bilden eine Spannung ab, die womöglich charakteristisch ist für die Türkei im frühen 21. Jahrhundert. von Thomas Groh

Ein Dokumentarfilm schaut sich in deutschen Unternehmen um: Dort soll das Personal so gut wie möglich „performen“ und bereit sein, „ein bisschen zu challengen“. von Bert Rebhandl

In Sean Durkins verstörendem Film „Martha Marcy May Marlene“ befreit sich eine junge Frau aus den Fängen einer Sekte. Und bleibt doch seelisch gefangen. von Barbara Schweizerhof

Die Filmindustrie von Hongkong schrumpft, das Filmfestival setzt auf junge asiatische Regisseure und auf die glorreiche Tradition der Martial-Arts-Spektakel. von Helmut Merker

In Luc Bessons Film „The Lady“ spielt Michelle Yeoh die birmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Ein Gespräch über Einsamkeit, Herrschaft und mütterliche Pädagogik.

Das gute Leben zieht zuweilen zu schnell an uns vorbei. Florian Opitz macht sich im Dokumentarfilm „Speed“ auf die Suche nach der verlorenen Zeit.

Irgendwo im Nirgendwo befinden sich David und Katia in „Twentynine Palms“. Im Nirgendwo scheint sich auch der Film von Bruno Dumont zu verfangen. von Ekkehard Knörer

Klaus Lemke liebt es, als Enfant terrible des deutschen Kinos aufzutreten. In "Berlin für Helden" sind die Figuren stets auf der Suche nach der nächsten Nummer. von Simon Rothöhler

Die böse Königin als Lachnummer: Tarsem Singhs Spielfilm "Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen". von Barbara Schweizerhof

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Ausgerechnet Bildungsministerin Annette Schavan? Auch sie soll bei ihrer Doktorarbeit mit dem bezeichnenden Titel „Person und Gewissen“ gemogelt und abgekupfert haben. Sehen Sie hier: Einige Vorbilder und Nachahmer ...

Bringt doch nix, verpassten Gelegenheiten hinterherzujammern. Und es gibt noch viel schönere Reime auf "Hätte, hätte..." – in unserer Rätselbilderstrecke.

Kommentar von Silke Burmester
Die „Zeit“ rettet mit Wolf Schneider den guten Stil, sprachlich natürlich. Frauen sind wohl nicht gemeint, aber die spielen in den Medien sowieso keine große Rolle.