Olaf Scholz plädiert für mehr Gelassenheit. Wohltuend in einer Branche, die auf jede erreichbare Palme klettert und sich gern in der „Tagesschau“-App-Debatte verliert. von Steffen Grimberg

Das umstrittene Mediengesetz in Ungarn wird auf Druck des Verfassungsgerichts modifiziert. Aber nicht alle Veränderungen sind Verbesserungen. von Ralf Leonhard

Laufen deutsche Journalisten Gefahr zu heucheln, wenn sie über Menschenrechtsverletzungen vor dem ESC in Aserbaidschan schreiben? Pro & Contra. von Jan Feddersen & Stefan Niggemeier

Die Gefahr für Ungarns einzigen oppositionellen Rundfunksender scheint gebannt. Ein umstrittener Passus in einer Gesetzesnovelle scheitert im Parlament.

Freie Sicht, unsichere Situation: Journalisten in Ägypten stehen zwischen Regimetreue und sozialen Medien – und versuchen die Informationslücke zu schließen. von Karen Grass

Das „Deutsche Waffen-Journal“ richtet sich an Liebhaber von Pistole und Gewehr. Und schreibt darüber, wie man einen kritischen Journalisten einschüchtern könnte. von Kristiana Ludwig

Papier ist nicht haltbar, Texte im Netz dagegen bleiben ewig: Über die weiche journalistische Form in Zeiten des Internets – ohne den digitalen Radiergummi. von Ulrike Winkelmann

Noch immer reicht Berlusconis Macht, um Roberto Saviano aus der RAI zu kegeln. Das sagt nichts über die Publikumsgunst, viel aber über die TV-Landschaft Italiens aus. von Michael Braun

Die Doku "Verzockt und verklagt - Die guten Geschäfte der Deutschen Bank" macht es sich etwas zu leicht. Der Film hat einen klaren Auftrag. von Jens Müller

Er kam, sprach und verlor: Der Auftritt Thilo Sarrazins bei Günther Jauch, von Warnungen und Protesten begleitet, geriet dank Peer Steinbrück zu einem Zahlengestammel. von Ulrike Herrmann

Der Unterhaltungsarbeiter Kurt Felix hat mit „Verstehen Sie Spaß?“ der biederen Schadenfreude ein Denkmal gesetzt. Am Mittwoch ist er gestorben. von David Denk

Die linke spanische Tageszeitung „El Público“ musste im Februar aufgeben. Jetzt arbeiten die Redakteure an einer Rückkehr – mit Hilfe eines Genossenschaftsmodells. von Reiner Wandler

Ein toter Polizist und verdächtige Punks beschäftigen die alten Kommissare im neuen „Polizeiruf“. Zum Glück wurden ihnen viele junge Darstellerkollegen zur Seite gestellt. von Anne Haeming

In „Höllentrips“ erzählt 3sat die Geschichte des drogenabhängigen „Spiegel“-Journalisten Jörg Böckem. Es geht um die, die trotz ihrer Sucht in der Gesellschaft bleiben. von Jens Müller

Die Journalistin Susanne Neubrenner über die Beschneidung der Pressefreiheit bei den Occupy-Protesten, eine Wagenburg und widersprüchliche Platzverweise.

Springer-Biograf Tim von Arnim spricht über den Frauenhelden Axel Springer, seinen Human-Interest-Journalismus und fehlende Innovationen.

Nach langen elf Jahren beendet das ZDF am Sonntagabend Sloterdijks „Philosophisches Quartett“. Und zwar ebenso, wie es begann: peinlich. von Rudolf Walther

Jahrelang regierte die Reformwut bei der WAZ-Gruppe. Vieles wurde in die Essener Zentrale verlegt. Nun soll das Lokale wieder stärker werden – theoretisch. von Steffen Grimberg

Horst Seehofer zieht im Nachgespräch mit Claus Kleber über die Koalition vom Leder. Dessen Ausstrahlung enthüllt nichts Neues, ist aber eine Win-win-Situation. von Ulrich Schulte

Gegen die Entideologisierung: Von einem Chefredakteur, der auszog, anderen das Fürchten zu nehmen. Und wie ihm dieses Unterfangen bei der Mehrheit gelang. von David Denk

Bundespräsident Joachim Gauck mischt sich in den Streit über Gazale Salames Abschiebung ein – auf diese Ente fiel eine große Nachrichtenagentur herein. von Ilka Kreutzträger

Die Ex-Jurorin des Henri-Nannen-Preises, Elke Heidenreich, fordert Reformen in der Jury. Sie kritisiert die Auszeichnung der „Bild“, die den Preis beschädigt habe.

Wunden, die die Heimkehr aufreißt: „Das Geheimnis in Siebenbürgen“ (20.15 Uhr, ZDF) zeigt Landschaftsaufnahmen, trinkfeste Dorfrumänen und Musikgeklimper. von David Denk

Die Küche von Lena Odenthal, das Stuttgarter Kommissariat, das Büro von Klara Blum – in Baden-Baden sind alle Innendrehorte der SWR-„Tatorte“ unter einem Dach. von Steffen Grimberg

Die „Bild“-Zeitung wird für ihre Berichterstattung über die Wulff-Affäre mit renommiertem Journalistenpreis ausgezeichnet. Die "Süddeutsche Zeitung" lehnt daraufhin eine Ehrung ab. von Felix Dachsel

Die nordrhein-westfälische Landesregierung soll einen Blogger für Kritik an der CDU belohnt haben, schreibt der „Stern“ – und kassiert eine einstweilige Verfügung. von Andreas Wyputta

Mit seinen Bildern aus dem Vietnamkrieg setzte er Maßstäbe im Fotojournalismus: Horst Faas, zweifacher Pulitzer-Preisträger, ist am Donnerstag im Alter von 79 Jahren gestorben.

Endlich bekommt „Gottschalk Live“ einmal positive Aufmerksamkeit: Dank kreativ protestierender Schauspielstudenten von der Berliner Ernst-Busch-Hochschule. von David Denk

ProSieben schnappt sich die Moderatoren Joko und Klaas – und düpiert das ZDF. Das hat versäumt, die beiden von der Probebühne ZDFNeo ins „echte“ Fernsehen zu holen. von Felix Dachsel

Rechts, das ist Fox News. Links, das ist MSNBC. Die Mitte, das ist das einst berühmte CNN. Da hilft es nur wenig, aggressiv auf Unabhängigkeit zu setzen. von Rieke Havertz

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Kommentar von Ralf Leonhard
Zensur in Ungarn findet im Verborgenen statt, Nachrichten werden an zentraler Stelle gesiebt. Aus wirtschaftlichen Gründen greifen Medien auf diesen „Service“ zurück.