Kaum war die Mauer weg, eigneten sich Künstler, Hausbesetzer, Galeristen und DJs die alte Stadtmitte von Berlin an. Diese Entwicklung dauert an. von Ulrich Gutmair

Bei der Konferenz „Judgement in Extremis“ wurde in Berlin über Hannah Arendt und ihren Begriff der „Banalität des Bösen“ diskutiert. von Sonja Vogel

Gemeinsam mit Leah Bretz hat Nadine Lantzsch, Bloggerin von maedchenmannschaft.net, ein Buch über ihren Alltag als Queerfeministin veröffentlicht.

Tresordiebe mit Perücken und falschen Bärten: „Die falschen Gesichter“ nimmt ein actiongeladenes Kapitel französischer Kriminalgeschichte auf. von Waldemar Kesler

Narzissmus, so weit die Beckennerven reichen: Naomi Wolf liefert in „Vagina. Eine Geschichte der Weiblichkeit“ reichlich Emanzipationsdeko. von Ines Kappert

War Angela Merkel in der FDJ Agitationssekretärin? Ein neues Buch über ihre Jugend beweist vor allem, dass alte Wessi-Reflexe noch funktionieren. von Ulrich Schulte

Wie antisemitisch war die radikale Linke in den 1970er Jahren? Bis auf wenige Ausnahmen kaum, sagt Bommi Baumann, früherer Haschrebell und Stadtguerillero.

Bei den als Protestmuffeln geltenden Russen formiert sich eine breite Bürgerbewegung. Aber nicht jeder Putin-Kritiker ist ein lupenreiner Demokrat. von Maximilian Grosser

Eine Geschichte aus den letzten Jahren der Nazi-Diktatur. Ulli Lust zeigt in ihrer souveränen Adaption des Roman „Flughunde“ die Lächerlichkeit des Bösen. von Katja Lüthge

1933 verbrannten die Nazis ihnen unliebsame Bücher. Erich Kästner schrieb mehrere Texte über diese Schandtat, die nun in Buchform erschienen sind. von Jörg Sundermeier

Der Autor Oskar Maria Graf war Sozialist, die Nazis hielten ihn für einen der Ihren. Graf wehrte sich und forderte für seine Bücher „den Scheiterhaufen“. von Klaus Hillenbrand

„Über den Willen zum Wissen“ versammelt Vorlesungen aus den Jahren 1970/71. Sie ermöglichen es, Michel Foucaults Denkprozess mitzuerleben. von Christof Forderer

Im Kalten Krieg ignorierten auch die Sicherheitsbehörden im Westen die Grundrechte der Bürger. Der Staatsschutz war oberstes Gebot, resümiert Autor Josef Froschepoth. von Jan Korte

Saphia Azzeddines Roman „Zorngebete“ ist eine schmutzige Befreiungsgeschichte aus Marokko. Und nebenbei feministisch. von Margarete Stokowski

Kurz vor seinem Tod sprach der britische Historiker Tony Judt mit seinem Kollegen Timothy Snyder. Ihre politischen Reflexionen gibt es nun als Buch. von Detlev Claussen

Erotisches fristet im plattdeutschen Literaturbetrieb ein Nischendasein. Herausgeber Carl-Heinz Dirks weiß, warum.

Der Schriftsteller György Konrád warnt vor autokratischen Tendenzen im Osten. Insbesondere die Entwicklung in Ungarn bereitet ihm Sorgen. von Micha Brumlik

Wolfgang Ullrich liefert in seinem neuen Band eine originelle „Kritik der warenästhetischen Erziehung“. Er betrachtet Konsumgüter als Zeichensysteme. von Brigitte Werneburg

Die älteste Tochter von Hans Filbinger hat aus seinen Tagebüchern ein Buch gemacht. Doch die Geschwister wollen die Veröffentlichung noch stoppen.

Eine sprechende Kiste, ein Mitternachtsriese und schluffige Tierfiguren: Der Comicverlag Reprodukt startet eine anspruchsvolle Serie für Nachwuchsleser. von Katja Lüthge

Alexander ist Fabrikantensohn, Paul ist Proletarier und hört Beatmusik. Wolfgang Schorlau erzählt die Geschichte einer 68er-Männerfreundschaft. von Detlef Kuhlbrodt

Waren die Menschen schon mal so drauf wie heute? Zwei Bücher beschäftigen sich mit Saufen, Zwängen und revolutionärem Dandytum. von Sebastian Dörfler

Alice Schwarzer hat ein Buch zum Thema sexuelle Belästigung im Beruf herausgegeben. Im Ergebnis dient „Es reicht!“ vor allem der Dramatisierung. von Heide Oestreich

Berlin-Besucher verwechseln die Stadt mit einem Erlebnispark, sie werden beschimpft, beworfen, gehasst. Ihre Feinde sind aber nicht viel besser. von Peter Laudenbach

Ein fiktiver Kibbuz und ein realer Schriftsteller: Ein Besuch bei Amos Oz in Tel Aviv und ein Gespräch über die „kühnste Revolution des 20. Jahrhunderts“. von Catarina Von Wedemeyer

Es waren Exachtundsechziger, die nach Osteuropa reisten und von einer Welt ohne Mauer träumten. Ein kleines Loblied auf den politischen Irrtum. von György Dalos

Die Bestsellerautorin Viveca Sten überzieht Idyllen mit Leichen. Heute erscheint ihr viertes Werk auf Deutsch. Eine Begegnung. von Daniela Zinser

Boris und Arkadi Strugatzki waren die wohl wichtigsten Science-Fiction-Autoren der Sowjetunion. Nun gibt es beim Heyne Verlag eine Werkausgabe der Romane. von Piotr Dobrowolski

Chris Wares Graphic Novel „Jimmy Corrigan“ handelt von einem isolierten Mittdreißiger, getrieben von Ängsten und Zwängen – eine Erzählung voller Humor. von Katja Lüthge

Der Migrationsforscher Bade beklagt, Medien und Politik hätten aus den NSU-Morden und der Sarrazin-Debatte nichts gelernt. Das schade der Integration. von Daniel Bax

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Kolumne von Ambros Waibel
So macht die Zukunft Spaß: Ein heiterer Ausblick auf das Weltkriegsjubiläumsjahr. Mit Musik am Ende und am Anfang.