• 05.10.2005

Üblicher Antisemitismusvorwurf

Beim Abbau von Gewalt ist es von zentraler Bedeutung, die Ursachen der Gewalt zu verstehen. Der Film "Paradise Now" trägt dazu bei, die Motivation und den Hintergrund palästinensischer Selbstmordattentäter zu verstehen. Ebenso würde die Thematisierung der Ursachen israelischer Gewalt, also hauptsächlich das Trauma des von Deutschen begangenen Genozids an den Juden, dazu beitragen, auch diese Gewalt verstehen und danach überwinden zu können.

Dass beim Film "Paradise Now" der Antisemitismusvorwurf erscheint, ist in unserer Gesellschaft anscheinend normal. Erfreulich, dass die taz diesen Vorwurf hier als agitatorischen Reflex erkannt hat. Warum sie dennoch als PR die Homepage-Adresse der unseriösen Gruppe "Honestly Concerned" abdruckt, bleibt fraglich.

ANIS HAMADEH, Hamm

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