• 11.01.2005

Pro Wasserturmhotel

Eine Zukunft für den Turm

Die Gegner des Hotels im Wasserturm sollten diese Kröte schlucken. Ein realistischer Alternativplan, wie dieses stadtbildprägende Baudenkmal erhalten werden könnte, ist seit Jahren nicht in Sicht. Die Einschränkungen für das Leben im Park werden sich in Grenzen halten, schon allein, weil sich die Hotelbetreiber keinen Dauerkonflikt mit dem Schanzenviertel leisten können und wollen.

Kommentar
von Gernot Knödler

Seit 20 Jahren sind alle möglichen Nutzungsvarianten diskutiert worden und am Aufwand gescheitert. Das Hotel wird sicherstellen, dass der Turm wenigstens außen erhalten bleibt und dass viele Leute etwas von ihm haben - wenn auch nicht in erster Linie die AnwohnerInnen. Der Reiz für Investor und Hotelbetreiber besteht ja gerade darin, nach der Renovierung möglichst viel vom alten Wasserturm zu zeigen. Wer ein Hotel in diesem Viertel baut, wird überdies keine klinische Umgebung erwarten, sondern von der Quirligkeit des Quartiers profitieren wollen.

Der Park wird nach den Bauarbeiten genauso groß sein wie bisher. Gäste und Lieferanten fahren das Hotel durch die Straße Sternschanze an. Allenfalls wer von außen die geplante Restaurantterrasse besucht, wird durch den Park gehen. Das können aber auch die bisherigen Parkbesucher sein, die dort einen Espresso trinken wollen.

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