Der Handel mit Emissionsrechten ist ein Mechanismus, mit dem die Ziele des Kioto-Vertrags erreicht werden sollen. In der EU wurde ein Emissionshandelssystem am 1. Januar 2005 eingeführt. Während das Kioto-Protokoll fünf Treibhausgase regelt, umfasst das europäische System zunächst nur Kohlendioxid (CO2) und auch davon nur den Teil, der auf Kraftwerke und große Industriebetriebe zurückgeht. In Deutschland bildet das Treibhausgasemissionshandels-Gesetz aus dem Jahr 2004 die Grundlage für den Handel. Die Verteilung an die Unternehmen orientierte sich an den Emissionen aus den Jahren 2000 bis 2002. Praktisch exitieren die Emissionszertifikate nicht als Dokumente, sondern nur elektronisch. Jeder Handelsteilnehmer muss hierfür ein spezielles Konto eröffnen. Wenn Unternehmen mehr Zertifikate brauchen, können sie diese bei der Börse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig oder direkt bei anderen Marktteilnehmern kaufen. Der Internationale Emissionshandel beginnt am 1. Januar 2008. Handelspartner sind dabei nicht Unternehmen, sondern die Industriestaaten, die das Kioto-Protokoll unterzeichnet haben.
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