• 19.06.2001

Streikbrechercrew eingeflogen

Der Streik der 21 philippinischen Seeleute auf dem griechischen Massengutfrachter "Free Atlas" im Hamburger Hafen ist zunächst erfolglos verlaufen. Am Wochenende legte das Schiff vom Habenau Pier am Reiherstiegkanal ab und nahm Kurs auf den Atlantik, nachdem die Reederei "Free Ships S.A." eine Streikbrechercrew hatte einfliegen lassen. Die streikende Besatzung wurde auf Kosten des Reeders in ein Flugzeug nach Hause gesetzt. "Wir werden das Schiff weiter verfolgen", kündigt der Inspekteur der "Internationalen Transportarbeiter Förderation" (ITF), Hartmut Kruse, an. In anderen Häfen werde das Schiff erneut aufs Korn genommen - "Mit Unterstützung der Hafenarbeiter", wie Kruse sagt. "In Hamburg hatten wir die unglückliche Konstellation, dass der Kai Privatgelände war und die nötige Unterstützung von Land fehlte", so Kurse weiter. Die ITF fordert für die "Free Atlas" den Abschluss des üblichen ITF-Heuervertrages von knapp 2500 Dollar. Die Crew erhält auf dem unter Billigflagge der Marshall-Insel fahrenden Getreidefrachter knapp 530 Dollar für eine 48-Stundenwoche und 100 Überstunden pro Monat. ms

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!

die tageszeitung - das Archiv

Nachdruckrechte

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.

Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.

Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.

Suchbegriff