BREMEN dpa
Einen besseren Schutz für Frauen vor prügelnden Männern hat Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) angekündigt. "Der Schutz vor häuslicher Gewalt kam in der Gesundheitspolitik bisher nicht vor. Da werden jetzt große Lücken geschlossen", griff Bergmann am Freitag Beschlüsse der 12. Frauenministerkonferenz der Länder auf. Der Bund werde etwa Modellprojekte in Krankenhäusern unterstützen, um verdächtige Verletzungen von Frauen zu untersuchen. "Immer wieder stürzen angeblich ungeschickte Frauen die Treppen herunter oder verletzen sich an Fenstern." Die Ärztekammern der Länder sollen sich für Fortbildungen einsetzen. Mit dem Gewaltschutzgesetz hat die Bundesregierung einen Wechsel in der Familienpolitik eingeleitet, sagte Bergmann. Niedersachsens Frauenministerin Gitta Trauernicht zufolge sprachen Polizisten allein in den ersten drei Monaten nach In-Kraft-Treten des Gesetzes 350 Verweise gegen gewalttätige Männer aus. Jetzt sollen laut Bergmann praktische Schritte in der Gesundheitspolitik folgen.
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