• 01.06.2002

Väter hungern für ihre Kinder

Mit Hungerstreiks und Protestaktionen wollen Mitglieder des Vereins "Väteraufbruch für Kinder" die Gleichberechtigung von Scheidungsvätern im Umgang mit ihren Kindern einfordern. "Hunderttausenden Vätern wird in Deutschland der Umgang mit ihren Kindern erschwert oder verwehrt", kritisierte Vereinssprecher Detlef Naumann gestern in Hamburg. Nach einer "Internationalen Kinderrechtsdemonstration" des Vereins am 8. Juni in Berlin wollen Väter anschließend in der Hauptstadt fünf Wochen lang für ihre Rechte hungern. Der Schauspieler und Autor Mathieu Carriere unterstützt die Protestaktion. "Ich bin selbst betroffen", sagte er in Hamburg. Seine 16-jährige Tochter in den USA dürfe er so oft sehen wie er möchte, sein "in Hamburg nur drei Minuten entfernt" lebendes, fünfeinhalb Jahre altes Kind dagegen nicht. Der 1988 gegründete Verein "Väteraufbruch" hat nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 1500 Mitglieder. In über 60 Ortsgruppen würden etwa 6000 betroffene Väter betreut. LNO

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!

die tageszeitung - das Archiv

Nachdruckrechte

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.

Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.

Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.

Suchbegriff