BERLIN taz
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) macht sich weiter unbeliebt. Als "Dorf-Rambo" bezeichnete der Sprecher von "Pro Asyl", Heiko Kauffmann, den Verwaltungschef Erwin, weil der sich nicht um die seit Wochen in der Stadt demonstrierenden Roma kümmere.
Die Versorgung mit Wasser und Toiletten der im Stadtteil Oberkassel untergebrachten Flüchtlinge bezahlen derzeit der Flüchtlingsrat NRW und "Pro Asyl". Für Heiko Kauffmann ist die Weigerung Erwins, die Roma zu unterstützen, ein "eklatantes Beispiel von Ignoranz und Inkompetenz".
Einen Aufruf für ein Bleiberecht der Bürgerkriegsflüchtlinge und gegen "das Herumschubsen und Herausdrängen von Minderheiten" haben inzwischen unter anderem der Schriftsteller Günter Grass und die Popgruppe Die Toten Hosen unterschrieben.
Rund 700 großenteils aus dem ehemaligen Jugoslawien geflüchtete Roma protestieren seit 20. Juni in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gegen ihre drohende Abschiebung. SES
Das Archiv der taz enthält die meisten seit 1986 gedruckten Texte sowie die Artikel der deutschsprachigen Le Monde diplomatique seit 1995.

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.
Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.
Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.