betr.: "Kein Diesel soll ohne Filter fahren" (Steuervorteile für Fahrzeuge mit Rußfilter), taz vom 26. 11. 02
Warum wurden überhaupt jemals Maschinen, die systematisch die Gesundheit der Menschen ruinieren, in einem "zivilisierten" Land wie Deutschland zugelassen? Nun sollen verbrecherische Praktiken nachträglich mit Steuervorteilen bekämpft werden: Der Autofahrerstaat besticht jene, die bereit sind, das Selbstverständliche herbeizuführen.
Wenn Autofahrern, die mit ihren Höllenmaschinen genug Unheil anrichten, das Geld vorn und hinten reingeblasen wird, dann muss auch denen, die aufs Auto verzichten, ein Bonus verabreicht werden. Die 614 Euro, die als Steuergeschenk an Pkw-Besitzer mit EU-Norm-Abgasen gehen, genügen vollauf für eine ÖPNV-Jahreskarte. Warum bekommt nicht jeder Bürger, der kein Auto besitzt, also weit strengere Abgaswerte einhält, eine solche Jahreskarte kostenlos ausgehändigt? Das wäre eine wirksame Maßnahme um die Einseitigkeit der Geldflüsse und damit auch den Dieselruß in der Luft zu vermindern. FABIAN TWEDER, Berlin
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.
Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.
Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.