ROM dpa
Eineinhalb Jahre nach den Ausschreitungen beim G-8-Gipfel in Genua hat die italienische Polizei jetzt schwere eigene Rechtsverstöße eingeräumt. Wie italienische Zeitungen gestern berichteten, gaben Polizeibeamte zu, nach einer Razzia in einer Schule, in der Globalisierungskritiker übernachteten, Beweise gefälscht zu haben. So seien von der Polizei zwei Molotowcocktails in die Schule geschmuggelt worden, um so die Demonstranten zu belasten, hieß es. Bei der Razzia waren dutzende Menschen von Sondereinheiten der Polizei verprügelt und zum Teil schwer verletzt worden. Die Razzia hatte in der Nacht zum 22. Juli 2001 stattgefunden, wenige Stunden nachdem ein junger Demonstrant von einer Polizeikugel tödlich getroffen worden war.
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.
Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.
Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.