• 25.01.2003

Regierung schuld an der Ölpest

MADRID dpa Wissenschaftler führender spanischer Universitäten und Forschungsinstitute machen die Regierung in Madrid für das Ausmaß der Ölpest nach dem Untergang des Tankers "Prestige" verantwortlich. Die Entscheidung, das vor zehn Wochen havarierte Schiff aufs offene Meer zu schleppen, anstatt es in einem Hafen leer zu pumpen, habe die Katastrophe nur verschlimmert, heißt es in einem offenen Brief der mehr als 400 Wissenschaftler, den die US-Fachzeitschrift Science veröffentlichte. Erst dieser Entschluss habe zur Verseuchung der spanischen und französischen Atlantikküste geführt. Mindestens 25.000 Tonnen giftigen Schweröls gelangten ins Meer und an die Küsten. Weitere rund 50.000 Tonnen befinden sich noch in den Tanks des in 3.600 Metern Tiefe liegenden Wracks, täglich strömt weiteres Öl aus.

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