Am 31. Mai werden Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Wladimir Putin im Katharinen-Schloss in Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg offiziell die Rekonstruktion des seit den letzten Kriegstagen 1945 verschollenen Bernsteinzimmers der Öffentlichkeit übergeben. 1941 hatte die Wehrmacht das Kleinod als Beutegut nach Königsberg geschafft. Dort verlor sich dessen Spur mit dem Heranrücken der Roten Armee. Das war die eigentliche Geburtsstunde des Bernsteinzimmers und seines Mythos.
Der preußische König Wilhelm I. hatte das Werk, das Zeitgenossen "achtes Weltwunder" nannten, 1716 dem russischen Zaren, Peter dem Großen, geschenkt und im Gegenzug 55 Grenadiere für seine Elite- und Hobbytruppe, die "langen Kerls" erhalten. 1979 entschied der Ministerrat der Sowjetunion, das Kunstkabinett ganz neu entstehen zu lassen, um auch in der Kunst zu beweisen, wozu man in der Lage war.
Zwölf Jahre nach dem Zusammenbruch der UdSSR haben 50 Fachleute den damaligen Kampfauftrag eingelöst. Ein deutsches Energieunternehmen hat seit 1999 durch einen Zuschuss von 3,5 Millionen Mark die Fertigstellung mit gesichert. KHD
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