• 28.06.2003

WALDEN BELLO ist Direktor der Nichtregierungsorganisation "Focus on the Global South" im thailändischen Bangkok und Soziologieprofessor an der Universität der Philippinen in Manila. Außerdem ist er im Vorstand von Greenpeace Südostasien. Der philippinische Aktivist lebte während der Marcos-Diktatur im US-Exil und ist heute einer der profiliertesten Globalisierungskritiker.

Der 57-jährige Bello bezeichnet sich nicht als Gegner von Globalisierung, er will sie freilich umsteuern und die oberste Ebene der transnationalen Institutionen schwächen. Darunter sollen sich einzelne Nationalstaaten gegenseitige Unterstützung in regionalen Bündnissen verschaffen. Den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank und die Welthandelsorganisation WTO würde er am liebsten abschaffen. Gestern abend diskutierte Bello in Berlin auf dem McPlanet-Kongress über "Gerechtigkeit auf einem begrenzten Planeten".

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