Dem Vorschlag von Innensenator Ronald Schill, in Hamburg PolizistInnen auch für Schleswig-Holstein auszubilden, hat Kiels Innenstaatsekretär Ulrich Lorenz eine Absage erteilt. Nach der Umstrukturierung der Fachhochschule zu einer Einrichtung mit mehr Praxisorietierung und wegen der Polizeiphilosphie Schills möchten die Nordlichter ihren Polizei-Nachwuchs nicht in Hamburg lernen lassen. "Der Hamburger Innensenator vertritt die Devise des Draufhauens und Wegsperrens", erklärt Lorenz. "Das hat mit den Grundsätzen einer modernen Bürgerpolizei nichts zu tun." Wer es als "Sozial-Klimbim" bezeichne, wenn jungen BeamtInnen soziale Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt werden, dürfe keine Verantwortung tragen. "Im Polizeiberuf kommt es darauf an, Verantwortungsbewusstsein zu haben, frei von Vorurteilen zu sein, Kommunikationsfähigkeit und rhetorische Kompetenz zu besitzen, Einfühlungsvermögen und emotinale Stabilität zu entwickeln und in allen Situaion sicher aufzutreten." Schill weist die Kritik "auf das Schärfste" zurück, die Polizei-Ausbildung sei "bundesweit vorbildlich". KVA
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