Ungewöhnlich zurückhaltend gaben sich gestern die Hamburger Wasserwerke (HWW) beim Thema Privatisierung. "Wir sagen gar nichts", wortkargte HWW-Sprecherin Gisela Matthée auf Anfrage der taz. Weder bestätigen noch dementieren wolle sie die Ankündigung des Mannheimer Regionalversorgers MVV Energie, zusammen mit den HWW die E.ON-Tochter Gelsenwasser übernehmen zu wollen. "Wir werden fristgerecht ein Angebot abgeben", hatte ein MVV-Sprecher gestern in Mannheim angekündigt. Bis zum heutigen Dienstag müssen Angebote für Gelsenwasser abgegeben werden. Neben dem Konsortium aus HWW und MVV werden auch dem französischen Wasserkonzern Veolia und einer Gruppe von Ruhrgebietskommunen Kaufabsichten nachgesagt. In der Branche wird der Wert von Gelsenwasser auf rund eine Milliarde Euro veranschlagt.
E.ON muss sich aus kartellrechtlichen Gründen von ihrer Tochter, der größten Wasserversorgerin Nordrhein-Westfalens, trennen. Über eine Beteiligung der HWW an Gelsenwasser wird in Hamburg seit Monaten spekuliert. Hintergrund ist die eventuelle Privatisierung der städtischen HWW, über die der Senat "im Laufe des Sommers" entscheiden will. SMV
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