POTSDAM dpa
Brandenburgs Innenministerium und der Generalstaatsanwalt haben einen Bericht über eine neue Affäre um einen V-Mann aus der Neonazi-Szene zurückgewiesen. Die Märkische Allgemeine Zeitung hatte berichtet, entgegen Äußerungen von Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) habe Brandenburgs größter Händler von Nazi-Musik, Sven S., als V-Mann für das LKA gearbeitet, obwohl wegen Volksverhetzung gegen ihn ermittelt wurde. Danach soll der frühere Brandenburg-Chef der verbotenen Skinhead-Gruppe Blood & Honour Ende 2000 angeworben worden sein. Der Sprecher des Potsdamer Innenministeriums sagte: "Der Mann war zu keinem Zeitpunkt V-Mann des LKA." Generalstaatsanwalt Rautenberg erklärte, für den Verdacht einer V-Mann-Tätigkeit "gibt es aus den Akten der Staatsanwaltschaft Potsdam keinerlei Erkenntnisse". Auch einen Focus-Bericht konnte er nicht bestätigen, wonach in der V-Mann-Affäre Abhörprotokolle über eine verratene Polizeirazzia gegen die Neonazi-Szene im LKA manipuliert worden sein sollen.
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