Anna Faroqhi ist mit einem Skizzenblock unterwegs in Israel. Dabei sind Zeichnungen entstanden, mit denen sie im Tagebuchstil ihre Eindrücke festhält und die wir in loser Folge abdrucken. So schreibt Faroqhi etwa über "Waffen im Alltag": "In Israel herrscht - in Zeiten von Friedensverhandlungen und Waffenstillstand - eine Art von Normalität. Die Menschen gehen auf die Straße, baden am Strand, bringen ihre Kinder in den Kindergarten. Die Anspannung des Konfliktes ist jedoch in den Alltagshandlungen stets anwesend."
Die 1968 in Berlin als Tochter des Regisseurs Harun Farocki geborene Filmemacherin hat bei einem Israel-Aufenthalt im Frühling den Essayfilm "Warten" über die Zeit vor dem Irakkrieg gedreht. Danach war sie im Juli an der vom Goethe-Institut organisierten Ausstellung "Show your wound" mit Arbeiten israelischer und deutscher Fotografen und Filmemacher in Tel Aviv beteiligt. Seither bereist sie das Land, um mehr über israelisches Alltagsleben zu erfahren. Die Zeichnungen sind Teil ihrer Recherchen vor Ort. HF
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