Anna Faroqhi ist mit einem Skizzenblock unterwegs in Israel. Dabei sind Zeichnungen entstanden, mit denen sie im Tagebuchstil ihre Eindrücke festhält und die wir in loser Folge abdrucken (s. taz, 5. 8.). Über "Flaggen im Alltag" schreibt sie: "Mit Aufkommen der 2. Intifada im Jahr 2000 sind viele Israelis nationalistisch geworden. Sie zeigen das mit Fahnen, die sie an ihren Autos, Häusern und Ladenfenstern anbringen. Die Fahnen gehören zum Alltagsbild in den Straßen des Landes, wie die Denkmale der Opfer von Terroranschlägen und die Bunker, in denen die Bevölkerung in Kriegszeiten Schutz suchen kann."
Anna Faroqhi wurde 1968 in Berlin als Tochter des Regisseurs Harun Farocki geboren und hat zuletzt mit "Warten" einen Film über Israel kurz vor dem Irakkrieg gedreht. Momentan bereist sie das Land wieder, um über das Alltagsleben vor Ort zu recherchieren.
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