Zum erweiterten UN-Mandat für Afghanistan schreibt die russische Tageszeitung Kommersant über alte sowjetische Zeiten: Es wäre dumm, daran zu zweifeln, dass sich die internationalen Friedenstruppen im afghanischen Krieg verzetteln werden. Natürlich werden sie immer tiefer im Konflikt versinken. Auch die Sowjettruppen stürmten zuerst Kabul. Als sie sich dann über die afghanischen Städte ausbreiteten, zog sich der Krieg über zehn Jahre hin. Die Entwicklung ist bekannt. So kommt es in Afghanistan wie im Irak. Eines ist daran beschämend. Was die USA sich eingebrockt haben, muss nun die ganze Welt auslöffeln.
Die Schweiz will 8,5 Millionen Euro für die Opfer der Flugzeugkollision über dem Bodensee zahlen. Die Moskauer Iswestija meint dazu: Laien könnten nun glauben, die Schweizer begännen in nächster Zeit mit den ersten Entschädigungszahlungen an die Angehörigen. Doch wer sich in der Angelegenheit auskennt, sieht in der Ankündigung nichts Neues. Schon vor einem halben Jahr und vor einem Jahr verkündeten die Schweizer Ähnliches. Die angebliche Sensationsmeldung ist inhaltsleer. Alle Seiten warten weiterhin auf das abschließende Urteil der Untersuchungskommission über die Ursache des Zusammenstoßes.
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