BERLIN taz
Atomkraftgegener haben am Wochenende in Zügen und auf Bahnhöfen gegen Atomtransporte der Bahn protestiert. Bundesweit sollen laut Umweltzentrum Münster (UWZ) 250 Kernkraftgegner in 25 Städten demonstriert haben. Sie gingen mit Transparenten durch Züge, verteilten dort Flugblätter und spielten auf Bahnhöfen Theater. Wolfgang Hauptfleisch vom UWZ warf der DB AG vor, mit Atommüll Gewinn zu machen. Zudem fördere sie Atomstrom, weil sie 20 Prozent des AKW Neckarwestheim besitze. Bahn-Sprecher Werner Klingberg hielt dagegen, man habe die Pflicht Atommüll zu transportieren. Zu Gewinnen äußere sich der Konzern nicht. Klingberg sagte zudem, die Bahn besitze nur die Anlage zur Erzeugung von Bahn-Strom in Neckarwestheim. In Lüneburg wurden derweil Demos gegen Castor-Transporte ab dem 10. November verboten.
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