Als der Film in den USA startete, mochten sich die Kritiker gar nicht mehr beruhigen. Fast konnte man annehmen, der Film sei der schlechteste Film aller Zeiten. Aber wie so viele vergleichbare Filme ist er nicht einmal das. Er ist einfach nur schlecht. Martin Brests Regie ist ungeschickt, das Drehbuch haltlos und die beiden Hauptdarsteller chargieren frei von Talent. Zwar hat sich die Auffassung durchgesetzt, Jennifer Lopez und Ben Affleck seien in diesem Film nur deshalb so schlimm, weil sie ein Paar sind; doch tatsächlich sind sie schlimm, weil sie eigentlich immer schlimm waren. Zwar kann man für beide Ausnahmen geltend machen, was dann aber wiederum den Talenten der jeweiligen Regisseure zuzuschreiben war. Womit eigentlich nur gesagt werden soll, dass der Film auch in der Besetzung Keanu Reeves und Meg Ryan nicht erträglicher geraten wäre.
Es kommt allerdings erschwerend hinzu, dass Affleck und Lopez mit ihrer elenden Unfähigkeit hier im Doppelpack nerven. Dabei haben sie auf der inhaltlichen Ebene eigentlich die Aufgabe, den geistig behinderten Bruder des Staatsanwaltes zu behüten, den sie im Auftrag des örtlichen Mafiavertreters zwecks Rechtsbeugung entführten. Affleck ist der stumpfe Schmalspurganove Larry Gigli, dessen Horizonte sich in der Gegenwart der freigeistigen lesbischen Schmalspurganovin Ricki (Lopez) plötzlich erweitern. Zu diesem Zweck wird eine Menge geredet: darüber, wer der Boss ist, über die Vorzüge von lesbischem gegenüber heterosexuellem Sex, was hier und da mit Yoga-Übungen illustriert wird. Später ist Larry dann jedenfalls ein anderer Mensch, Ricki von ihrer schrecklichen Homosexualität geheilt, aber der geistig Behinderte noch immer behindert. Man kann nicht alles haben. HARALD PETERS
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