• 31.12.2003

Dreierbündnis am Horn von Afrika

BERLIN taz Die Regierungen von Äthiopien, Jemen und Sudan haben am Montag in Addis Abeba ein Sicherheitsabkommen geschossen. Es gehe um den "Informationsaustausch über Terroristen in einem dieser drei Länder oder in der Region insgesamt", erklärte Äthiopiens Premier Meles Zenawi. Das Horn von Afrika, vor allem Somalia, gilt als Rückzugsgebiet von al-Qaida. Ein multinationaler Flottenverband überwacht seit zwei Jahren die Küsten der Region, 1.800 US-Soldaten stehen in Dschibuti. Beim Bündnis geht es auch um die Feindschaft der drei Länder gegen Eritrea. Jemen streitet mit Eritrea um Inseln im Roten Meer. Sudan wirft Eritrea vor, Rebellen im westlichen Darfur zu unterstützen. Äthiopien verdächtigt Eritrea, einen neuen Grenzkrieg zu planen. Der Gipfel von Addis Abeba sei gegen Eritrea gerichtet, erklärte Eritreas Außenminister Ali Seid Abdallah. Äthiopiens Premier dementierte vieldeutig: "Es ist undenkbar, eine Koalition gegen ein kleines Land zu bilden. Jeder von uns kann Eritrea allein bewältigen." D.J.

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!

die tageszeitung - das Archiv

Nachdruckrechte

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.

Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.

Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.

Suchbegriff