Die Erfassung von Tötungsdelikten mit rechtem Hintergrund ist problematisch. So zählte die Regierung in den Jahren von 1990 bis 2000 nur 26 Todesopfer rechtsextremer Gewalt. Eine Recherche von Frankfurter Rundschau und Tagesspiegel ergab dagegen, dass im gleichen Zeitraum mindestens 93 Menschen durch Mord und Totschlag von rechts ums Leben gekommen waren. Im Gegensatz zur Vorgehensweise des Innenministeriums wurden dabei auch Fälle berücksichtigt, in denen der Täter nachweislich aus dem rechten Milieu stammte und kein anderes Motiv erkennbar war. Zum Teil hatten die Gerichte bei den Taten keinen "direkten" rechtsradikalen Hintergrund erkannt, obwohl einer der Täter zuvor "Ausländer raus" gerufen und das Opfer einer Minderheit angehört hatte. Die Regierung korrigierte später ihre Angabe auf 36 Fälle. ASP
Blättern Sie in der aktuellen Ausgabe der tageszeitung.
Blättern Sie in den Ausgaben der letzten Monate.
Suchen Sie Artikel auf taz.de (seit Juni 2007).
Suchen Sie Artikel aus der gedruckten tageszeitung. Unser Printarchiv enthält (fast) alle Texte der gedruckten taz seit September 1986 sowie die Artikel der Monde diplomatique seit 1995.
Falls Sie schon registrierte/r Archiv-Nutzer/in sind, loggen Sie sich bitte ein.
oder: Melden Sie sich als ArchivnutzerIn an.
oder: bestellen Sie die neue taz-Archiv-DVD (mit den Texten von Sept. 1986 bis 31.05.2009). Sie erhalten Ihre Zugangsdaten zum Archiv zusammen mit der DVD per Post.
oder: Lassen Sie uns für Sie recherchieren:
Wenden Sie sich an den taz-Recherchedienst, wenn Sie ältere taz-Ausgaben oder Artikel und Themen aus der taz benötigen.
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation lizenzen@taz.de.