Das erste deutsche "Schutzgebiet" an Afrikas Südwestküste entsteht 1884; die Kolonie Deutsch-Südwestafrika entsteht 1890. Die Niederschlagung der Revolten gegen die Kolonialherrschaft 1904-08 kostet rund 60 Prozent der afrikanischen Bevölkerung das Leben. 1915 erobert Südafrika das Gebiet im Rahmen des Ersten Weltkrieges und erhält nach Kriegsende ein Treuhandmandat des Völkerbundes.
Dieses Mandat wird 1966 von der UN-Generalversammlung widerrufen. Daraufhin ruft die 1960 gegründete Unabhängigkeitsbewegung Swapo (South West African People's Organization) den bewaffneten Kampf aus. Der Krieg verschärft sich und verschmilzt mit dem Bürgerkrieg im benachbarten Angola, wo die Armeen Südafrikas und Kubas gegeneinander kämpfen.
1988 einigen sich Südafrika, Angola und Kuba auf Unabhängigkeit für Namibia im Gegenzug für Kubas Rückzug aus Angola. UN-Blauhelme, darunter erstmals solche aus der BRD und zum einzigen Mal UN-Polizisten aus der DDR, überwachen 1989 die ersten freien Wahlen; die Swapo gewinnt. 1990 wird Namibia unabhängig. D.J.
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