Eines der brisantesten vergessenen Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte führt direkt vom Völkermord an den Herero zum Nazi-Holocaust. 1908, nach Niederschlagung der Aufstände in Deutsch-Südwestafrika, führte der Freiburger Genetiker Eugen Fischer in der Kolonie "wissenschaftliche" Studien durch, um zu beweisen, dass aus Mischehen zwischen Deutschen und Afrikanerinnen "degenerierte" Kinder hervorgehen. Die Ergebnisse veröffentlichte er 1913 unter dem Titel "Die Rehobother Bastards und das Bastardisierungsproblem beim Menschen".
Während der Nazi-Herrschaft war Fischer Mitautor der Nürnberger Rassengesetze und leitete bis in den Zweiten Weltkrieg hinein das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie und Rassenforschung in Berlin, das unter anderem Rassengutachten für die Behörden herstellte. Einer seiner Schüler an dem Institut war Josef Mengele, der berüchtigte KZ-Arzt von Auschwitz. D.J.
Blättern Sie in der aktuellen Ausgabe der tageszeitung.
Blättern Sie in den Ausgaben der letzten Monate.
Suchen Sie Artikel auf taz.de (seit Juni 2007).
Suchen Sie Artikel aus der gedruckten tageszeitung. Unser Printarchiv enthält (fast) alle Texte der gedruckten taz seit September 1986 sowie die Artikel der Monde diplomatique seit 1995.
Falls Sie schon registrierte/r Archiv-Nutzer/in sind, loggen Sie sich bitte ein.
oder: Melden Sie sich als ArchivnutzerIn an.
oder: bestellen Sie die neue taz-Archiv-DVD (mit den Texten von Sept. 1986 bis 31.05.2009). Sie erhalten Ihre Zugangsdaten zum Archiv zusammen mit der DVD per Post.
oder: Lassen Sie uns für Sie recherchieren:
Wenden Sie sich an den taz-Recherchedienst, wenn Sie ältere taz-Ausgaben oder Artikel und Themen aus der taz benötigen.
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation lizenzen@taz.de.