• 26.01.2004

Sachsen-Anhalt sät Genmais

MAGDEBURG dpa Sachsen-Anhalt will als erstes Bundesland im Frühjahr großflächig Genmais aussäen. "Ziel sind einige hundert Hektar, auf denen fünf verschiedene gentechnisch veränderte Maissorten angebaut werden sollen", kündigte Jens Katzek, Geschäftsführer der BIO Mitteldeutschland GmbH, an. Nach Jahren der Diskussion müssten endlich praktische Erfahrungen mit verschiedenen Formen der Landwirtschaft folgen. Weltweit würden bereits auf 250 Millionen Hektar genmanipulierte Pflanzen angebaut. Die Genmaissorten, die nur als Futter verwendet werden sollen, seien gegen Insektenfraß resistent. Damit sparten die Bauern Insektizide. "Sachsen-Anhalt ist prädestiniert für eine Vorreiterrolle", sagte Katzek. So sei das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben beheimatet und in Quedlinburg die Bundesanstalt für Züchtungsforschung.

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