In Tübingen weiß man, dass der Hölderlin "nicht verrückt gewesen ist". Das steht als Graffito an dem Turm, in dem der Dichter den längeren Teil seines Lebens umnachtete. 36 Jahre, um genau zu sein, und dagegen sind die zwölf Jährchen, die sich der Berliner Filmemacher Harald Bergmann nun Hölderlin widmet, noch ein Klacks. Aber doch: eine Passion. 1992 begann Bergmann, seiner Leidenschaft für die Gedichte Hölderlins mit filmischen Mitteln auf den Grund zu gehen, vier Filme sind seither entstanden, mit Prominenz (Udo Samel, Otto Sander, Walter Schmidinger), die alle am Freitag im Literaturhaus zu sehen sind.
Die Hölderlin-Filme von Harald Bergmann am Freitag, 30. 1., im Literaturhaus Berlin, Fasanenstr. 23. "Lyrische Suite/Das untergehende Abendland" (16 Uhr), "Hölderlin Comics" (18 Uhr), "Passion Hölderlin" (20 Uhr), "Scardanelli" (22.30 Uhr). 21.30 Uhr Podiumsdiskussion über Hölderlin und filmisches Recycling
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