BOGOTÁ afp
Ein Drogenfund ausgerechnet auf dem Flaggschiff der kolumbianischen Marine hat den Antidrogenkampf der Regierung in Bogotá unterminiert und einen weiteren Schatten auf die Streitkräfte geworfen. Im Maschinenraum des Dreimasters "Gloria" wurden am Freitag bei einer Routineinspektion zwischen Kaffee und Schokoladenpulver zehn Kilogramm Kokain und 16,5 Kilogramm Heroin entdeckt, wie die Marine mitteilte. Die Regierung suspendierte mit sofortiger Wirkung die gesamte 75-köpfige Besatzung. Der Drogenfund ereignete sich unmittelbar vor einem ursprünglich für Samstag geplanten Besuch des peruanischen Präsidenten Alejandro Toledo auf der "Gloria". Der Drogenfund ist der jüngste Vorfall in einer ganzen Serie von Skandalen, in die die kolumbianische Armee und Sicherheitskräfte verstrickt sind.
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