Der 68-jährige Schriftsteller MARIO VARGAS LLOSA stammt aus dem peruanischen Arequipa - jener Andenstadt, von der die Sozialistin Flora Tristan (1803-1844) in "Meine Reise nach Peru" (Insel Verlag) ein Sittengemälde liefert. Es folgten ihre Aufzeichnungen über das postkoloniale Peru und ihre eigene Politisierung. In seinem neuen Roman "Das Paradies ist anderswo" (Suhrkamp Verlag) verbindet Vargas Llosa die Lebensgeschichte Flora Tristans mit der ihres Enkels Paul Gauguin (unser Foto zeigt den Autor vor einem Selbstporträt des Malers). Vargas Llosa, der zuletzt in Spanien sein "Irak-Tagebuch" veröffentlichte, bekennt sich zu einer engagierten Literatur, die sich für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzt: "Ich empfinde einen tiefen Widerwillen gegen Bücher, in denen nichts Wichtiges erzählt wird." Seit seinem gescheiterten Versuch, 1990 peruanischer Präsident zu werden, widmet er sich wieder ganz Roman und Essay. Bei Suhrkamp ist soeben seine Abhandlung "Wie man Romane schreibt" erschienen. GD
FOTO: MORGANA VARGAS LLOSA/SUHRKAMP
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