KINSHASA dpa/afp
Die Kämpfe zwischen der Armee und abtrünnigen Soldaten im Osten Kongos haben sich ausgeweitet. Die Stadt Walikale ist nach gestrigen Berichten der BBC unter die Kontrolle der Rebellen gefallen. Erst vier Tage zuvor war die Stadt Bukavu von den Rebellen eingenommen worden. General Laurent Nkunda, Anführer der von Ruanda unterstützten Kongolesischen Sammlungsbewegung für Demokratie (RCD), der die meisten der Rebellen angehören, kündigte gestern den Rückzug aus der Stadt an. Die Kämpfer der RCD waren im vergangenen Jahr im Rahmen der Friedensbemühungen in die Armee integriert worden und die Gruppe ist Teil der Übergangsregierung in Kinshasa. Nkunda hatte angegeben, die Stadt zum Schutz seiner Volksgruppe Banyamulenge besetzt zu haben. In der Hauptstadt Kinshasa gab es in den vergangenen Tagen heftige Proteste gegen die UN-Mission im Kongo (Monuc), weil diese nicht in die Kämpfe in Bukavu eingegriffen hatte. Nach der Einnahme Walikales, das ungefähr 150 Kilometer westlich von Bukavu liegt, war die Monuc zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen.
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