DÜSSELDORF dpa
Im Prozess um die blutige Amokfahrt in Düsseldorf vor gut einem Jahr soll nun der mögliche Einfluss von Handy-Strahlen auf das Geschehen untersucht werden. Der nach der Fahrt beschlagnahmte Wagen des Angeklagten werde dazu erneut unter die Lupe genommen, kündigte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts gestern an. Ein Sachverständiger soll auf Betreiben der Verteidigung klären, ob Handy-Strahlen einen Einfluss auf den Automatik-Wagen gehabt haben können. Der Prozess werde dadurch vermutlich länger dauern als zunächst angenommen.
Zudem wollen die Verteidiger des wegen achtfachen Mordversuchs angeklagten Gastwirts auch untersuchen lassen, ob ein epileptischer Anfall Ursache der Zickzack-Fahrt über die Terrassen zweier voll besetzter Straßencafés gewesen sein könnte.
Bei der blutigen Amokfahrt am 21. Juni vergangenen Jahres waren 14 Menschen verletzt worden, als der 64-jährige Gastwirt mit seinem 200 PS starken Sportwagen in die Cafés seiner Konkurrenz gerast war.
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