Heute kommt "Super Size Me" in die
Kinos. Bei Pro7 oder Sat.1 erfahren Sie darüber nichts. Warum eigentlich?
Morgan Spurlock ist ein junger US-Filmemacher auf den Spuren von Michael Moore, der mit "Super Size Me" einen kritischen Dokumentarfilm über McDonald's gedreht hat, die weltweit größte Restaurantkette für Klöpse und Cholesterin.
Im Interview schilderte Spurlock, dass in den USA Radioreporter, die ihn sprechen wollten, von ihren Chefs zurückgepfiffen worden seien. Begründung: Man könne sich unmöglich einen so potenten Werbekunden wie McDonald's zum Feind machen.
Typisch für ein Land, das von Konzernen regiert wird? Typisch auch für Deutschland, wie Spurlocks Agentur, Public Insight, nun auf Anfrage bestätigte. Mehrere TV-Journalisten der Sender Pro7 und Sat.1 hatten sich bei dem Filmemacher zum Interview angekündigt - und kurz vor dem Termin plötzlich abgesagt. Weil es "Bedenken" gab bei der stolzen Senderkette ProSiebenSat.1 Media AG, ansässig bei München und geleitet von dem US-Unternehmer Haim Saban. Begründung: Man könne sich unmöglich einen so potenten Werbekunden … und so weiter. Und so typisch für eine Welt, die von Konzernen regiert wird. In Artikel 5 des Grundgesetzes heißt es: "Eine Zensur findet nicht statt." Gestern meldete McDonald's eine Gewinnsteigerung um 27 Prozent. ARNO FRANK
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