Die linksradikale "Militante Gruppe" (MG) hat die Verantwortung für zwei Brandanschläge auf Berliner Sozial- und Bezirksämter übernommen. In einem Bekennerschreiben, das der taz vorliegt, ordnet die Gruppe die Anschläge in den "vielfältigen Protest gegen Hartz IV/Alg II und die tiefgreifenden Angriffe der deutschen Sozialtechnokraten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft" ein. Am 23. September habe die Gruppe Räumlichkeiten des Sozialamtes Tempelhof-Schöneberg mit Brandsätzen angegriffen, Sozialstadtrat Bernd Krömer (CDU) sei ein "Umschlag mit einer scharfen 9-mm-Patrone hinterlassen" worden, heißt es in dem Schreiben. Zudem habe die Gruppe einen Brandsatz im Hintereingangsbereich eines Reinickendorfer Bezirksamtsgebäudes platziert. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag waren nach Polizeiangaben Anschläge auf zwei Sozialämter verübt worden. In Reinickendorf sei eine Fußmatte angezündet worden. In Tempelhof schoben die Brandstifter einen brennenden Müllcontainer vor das Sozialamtsgebäude. Menschen waren bei beiden Anschlägen nicht in Gefahr. TAZ
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