HAMBURG dpa
Nach der Einführung der Sondersteuer auf Alcopops geraten auch Alkohol-Mixgetränke in Brausepulverform ins Visier von Rot-Grün.
"Solche fragwürdigen Erfindungen werden wir genau unter die Lupe nehmen, wenn wir die Sondersteuer in einem Jahr überprüfen", sagte Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) der BamS. "Offenbar haben in der Branche immer noch nicht alle verstanden, dass es darum geht, Jugendliche vor den Gefahren des Alkohols zu schützen."
Die Bundesregierung hatte zum 2. August eine Sondersteuer auf alkoholhaltige Mixgetränke (Alcopops) eingeführt. Nicht vom Gesetz erfasst werden die Getränke bisher, wenn sie in Form eines wasserlöslichen Pulvers vertrieben werden. Das laut dem Bericht von einem Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen in vier Geschmacksrichtungen hergestellte Getränk enthält 4,9 Alkohol.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD), kritisierte den Hersteller scharf: "Es ist unethisch, dass nun mit neuen alkoholischen Panschgetränken versucht wird, auf Kosten der Gesundheit von Jugendlichen Geschäfte zu machen", sagte sie der Zeitung. Auch Caspers-Merk hält eine Ausweitung der Sondersteuer auf das Pulver für möglich.
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